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Alpträume / Albträume und deren Bewältigung

Therapeutische Anweisungen zur Bewältigung von Alpträumen / Albträumen

von Michael Palomino (2006)

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aus:
-- Patricia Garfield: Frauen träumen anders (orig.: "Women's Bodies, Women's Dreams" 1988). Über die Wechselwirkung zwischen Körper und Trauma. Ein Führer durch die weibliche Traumwelt. Scherz-Verlag 1989
-- Ann Faraday: Positive Kraft der Träume, Gondrom-Verlag, Bindlach 1996; orig.: Dream Power, Afar Publishers AG 1972
-- Wikipedia: http://de.wikipedia.org: Albtraum


Der Begriff Albtraum / Alptraum

Alben sind Elfen (auch Elben genannt), Fabelwesen in der Mythologie und Literatur, Lichtgestalten, Naturgeister, ursprünglich aus der nordischen Mythologie.

Herleitungsreihe:
Altnordisch: Alfr
Althochdeutsch: alb
Altenglisch: aelf
Dänisch: elve
Lateinisch: albus
Deutsch: eigentlich: Elben
(http://de.wikipedia.com: Elfen)

In der germanischen Mythologie sind die Elfen für die Träume zuständig. Auf sie führte man die schlechten Träume zurück. Man stellte sich die Alben / Elfen in Halbmensch-Gestalt so vor, dass sie dem Schlafenden auf der Brust sitzen und so ein unangenehmes Druckgefühl auslösen. Dies führte zur Bezeichnung Albdruck / Alpdruck.
(http://de.wikipedia.com: Albtraum)


Alpträume mental bekämpfen

Alpträume / Albträume kommen v.a. im REM-Schlaf in der zweiten Schlafhälfte vor.
(http://de.wikipedia.com: Albtraum)

Alpträume sollen bewältigt werden:

"Träumende, die in ihren Träumen gefährliche Situationen bewältigen können, haben eine bessere Chance, auch mit Situationen im wachen Leben fertigzuwerden, die diese repräsentieren." (Garfield, S.220)

 Wenn die Träume zu Alpträumen ausarten, gilt es, mental aktiv in den Traum einzugreifen (Garfield, S.179). P. Maybruck empfiehlt, Leute mit Alpträumen sollen sich selbst vor dem Einschlafen sagen: "Selbst wenn ich einen Alptraum habe, werde ich nicht zum Opfer gemacht" (Garfield, S.180), oder: "Wenn ich einen Alptraum habe, werde ich nicht zum Opfer. Ich werde daran denken, der Bedrohung Herr zu werden." (Garfield, S.181).

Am besten ist es gemäss P. Maybruck, das Vorhaben sogar aufzuschreiben: "Ich werde heute Nacht in meinen Träumen nicht zum Opfer" [sondern werde mich behaupten]. Dieser selbs geschriebene Text kann Träume stark beeinflussen, z.B. mit der Frage: "Was wollen Sie?" Eventuell verbannt die Träumerin damit den Alptraum. Auch Diskussionen mit anderen Betroffenen können die Gegenwehr gegen Alpträume sehr verstärken (Garfield, S.180).

Patricia Garfield meint, Alpträume bei Soldaten lindern die traumatischen Erfahrungen:

"Solche Träume [Alpträume], so bedrückend sie beim Erwachsenen auch sind, bereiten den Boden dafür, dass die Träumerin eine traurige Realität akzeptieren kann. Sie erleichtern den Heilungsprozess genau so, wie die traumatischen Erfahrungen eines Soldaten durch Alpträume gelindert werden können; schliesslich wird das Geschehen verarbeitet, und das Leben kann konstruktiv fortgesetzt werden." (Garfield, S.161)


Abwehr der Traumverfolger

Ann Faraday hat selbst Erfahrung in der Abwehr von Traumverfolgern gemacht, mit der Methode von Joel Goldsmith von der religiösen Bewegung "Infinite Way" (Unendlicher Weg): Man darf sich nicht beherrschen lassen. Jeden Abend vor dem Einschlafen soll man gegen die Verfolger die Worte richten:

"Ihr habt keine Macht über mich!"

Man soll sich gleichzeitig dazu entschliessen, dies auch im Traum zu sagen (Faraday, S.292).

Bei der Traumaktion reagiert das Traum-Ich sofort. Das Traum-Ich agiert und nach einer Weile werden die Verfolger zahm und die Träume hören am Ende ganz auf (Faraday, S.292).

Damit ist aber oft nur ein Symptom beseitigt. Der emotionale Konflikt im Unterbewusstsein wird damit nicht gelöst, sondern wird einfach noch mehr aufgeschoben (Faraday, S.293).


Abwehr von Alpträumen

ist auf dieselbe Art möglich wie gegen die Traumverfolger. Das Hirn agiert dann von selbst (Faraday, S.293).


Wie erkennt das Hirn die Traumverfolger?

Die Frage lautet: Wie weiss das Hirn, dass der Verfolger nur ein Bild ist, ein "Traumverfolger"?

Und wenn der Wachzustand dem Traum-Ich einen Befehl erteilt, wie sieht dann diese Beziehung aus?

 Und: Wieso müssen wir Traumverfolger als Sinnbild emotioneller Kräfte haben? Wieso werden wir nicht im Wachzustand mit den emotionalen Verfolgern konfrontiert?

Dies sind alles unelöste Fragen (Faraday, S.293).

Ein Mittel, um aus einem Alptraum herauszukommen, ist aktives Klarträumen, so dass das aktive Ich die Träume aus dem Alptraumgeschehen heraussteuern kann.
(wikipedia)



"USA" am 28.9.2026: Albträume im Rentenalter vom Beruf: z.B. bei einem Henker:
USA: Ex-Henker sieht nachts die Männer, die er hinrichten liess
https://www.20min.ch/story/ron-mcandrew-war-an-acht-hinrichtungen-beteiligt-heute-kaempft-er-dagegen-103640630

Jonas Bucher -- Ron McAndrew war einst für Hinrichtungen verantwortlich. Heute bereut das der 88-Jährige. Er setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein.

    Ron McAndrew, ehemaliger Gefängnisdirektor in Florida, war an insgesamt acht Hinrichtungen beteiligt.
    Heute ist der 88-Jährige ein entschiedener Gegner der Todesstrafe und bereut seine Beteiligung tief.
    Besonders die Hinrichtung von Pedro Medina 1997, bei der dessen Kopf auf dem elektrischen Stuhl Feuer fing, verfolgt ihn bis heute.

Ron McAndrew war einst überzeugter Befürworter der Todesstrafe. Als Direktor des Florida State Prison wurde er später selbst für Hinrichtungen verantwortlich. Heute ist er 88 Jahre alt und kämpft gegen jene Praxis, die er einst verteidigte. Gegenüber CNN erzählt er von den Hinrichtungen, die ihn bis heute verfolgen.

McAndrew leitete in Florida drei Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl. Später war er in Texas an fünf weiteren Hinrichtungen per Giftspritze beteiligt. Vor einer Hinrichtung organisierte er die letzte Mahlzeit, sprach mit den Verurteilten und gab schliesslich das unauffällige Signal an den Henker.

«Ich habe wirklich an die Todesstrafe geglaubt», sagt McAndrew rückblickend. «Ich kann heute nicht glauben, dass ich das getan habe.»

«Sie sassen einfach da und sahen mich an»
Die getöteten Männer hätten ihn bis in den Schlaf verfolgt. Nachts habe er sie am Fussende seines Bettes gesehen: «Sie sagten nie etwas. Sie sassen einfach da und sahen mich an.»

Für McAndrew hätten ihre Blicke dennoch gesprochen. Er habe darin die Frage gesehen, wie jemand, der sich selbst für einen guten Menschen halte, andere Menschen töten könne.

Mit der Zeit begann er nach eigenen Angaben stark zu trinken. Zeitweise dachte er an Suizid. Besonders beschäftigte ihn der Fall Leo Jones. Dieser beteuerte bis zuletzt seine Unschuld und erklärte, sein Geständnis sei erzwungen worden. Auch McAndrew hielt die damaligen Ermittlungen für mangelhaft. Trotzdem wurde Jones 1998 hingerichtet.

«Wir haben ihn buchstäblich zu Tode verbrannt»
Tief geprägt hat McAndrew auch die Hinrichtung von Pedro Medina im Jahr 1997. Nachdem er das Signal zum Einschalten des elektrischen Stuhls gegeben hatte, habe es zunächst einen Knall gegeben. Dann fing Medinas Kopf Feuer, schwarzer Rauch füllte die Hinrichtungskammer.
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Ein Techniker fragte McAndrew, ob die Hinrichtung fortgesetzt werden solle. «Ich konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr stoppen», erinnert er sich. Er sagte Ja. Diese Entscheidung bereue er bis heute.

Der Geruch verbrannten menschlichen Fleisches habe sich im Gefängnis ausgebreitet. McAndrew widerspricht der späteren Feststellung einer Autopsie, wonach Medina schmerzlos gestorben sei. «Wir haben ihn buchstäblich zu Tode verbrannt», sagt er.

Auch Giftspritze hält er nicht für human
Nach der missglückten Hinrichtung wurde McAndrew nach Texas geschickt, wo er die damals dort eingesetzte Giftspritze kennenlernen sollte. Er war nach eigenen Angaben an fünf Hinrichtungen mit dieser Methode beteiligt.

    «Ich wünschte, ich wäre nie in dieses schmutzige Geschäft eingestiegen.»

Humaner sei sie aus seiner Sicht nicht. «Wenn es human wäre, bräuchte man nicht acht Gurte, um jemanden festzuhalten», sagt McAndrew.

Als er 2002 in den Ruhestand ging, war seine Haltung zur Todesstrafe längst gekippt. «Ich wünschte, ich wäre nie ins Florida State Prison gegangen», sagt er. «Ich wünschte, ich wäre nie in dieses schmutzige Geschäft eingestiegen.»

Heute kämpft er gegen die Todesstrafe
Seit seiner Pensionierung reist McAndrew durch die USA, spricht öffentlich gegen Hinrichtungen und unterstützt zum Tode Verurteilte bei juristischen Verfahren. Nach eigenen Angaben konnte er bereits dabei helfen, Gefangene aus dem Todestrakt zu holen.

Besonders schmerzt ihn, dass Florida derzeit wieder besonders viele Menschen hinrichtet. Für McAndrew sind Hinrichtungen inzwischen keine gerechte Strafe mehr. Er bezeichnet sie als «vorsätzliche, zeremonielle politische Tötung».

Seinen eigenen Tod fürchtet er nicht
Auch mit 88 Jahren will er seinen Kampf fortsetzen. «Ich bin noch nicht fertig», sagt McAndrew.

Seinen eigenen Tod fürchtet der Katholik nach eigenen Angaben nicht. Er glaubt an ein Leben nach dem Tod. Mit Blick auf die Männer, an deren Hinrichtungen er beteiligt war, sagt er: «Da oben warten eine Menge Leute auf mich.




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