aus:
-- Patricia Garfield: Frauen träumen anders
(orig.: "Women's Bodies, Women's Dreams" 1988). Über die
Wechselwirkung zwischen Körper und Trauma. Ein Führer
durch die weibliche Traumwelt. Scherz-Verlag 1989
-- Ann Faraday: Positive Kraft der Träume,
Gondrom-Verlag, Bindlach 1996; orig.: Dream Power, Afar
Publishers AG 1972
-- Wikipedia: http://de.wikipedia.org:
Albtraum
Der Begriff Albtraum
/ Alptraum
Alben sind Elfen (auch Elben genannt), Fabelwesen in der
Mythologie und Literatur, Lichtgestalten, Naturgeister,
ursprünglich aus der nordischen Mythologie.
Herleitungsreihe:
Altnordisch: Alfr
Althochdeutsch: alb
Altenglisch: aelf
Dänisch: elve
Lateinisch: albus
Deutsch: eigentlich: Elben
(http://de.wikipedia.com: Elfen)
In der germanischen Mythologie sind die Elfen für die
Träume zuständig. Auf sie führte man die schlechten Träume
zurück. Man stellte sich die Alben / Elfen in
Halbmensch-Gestalt so vor, dass sie dem Schlafenden auf
der Brust sitzen und so ein unangenehmes Druckgefühl
auslösen. Dies führte zur Bezeichnung Albdruck / Alpdruck.
(http://de.wikipedia.com: Albtraum)
Alpträume mental
bekämpfen
Alpträume / Albträume kommen v.a. im REM-Schlaf in der
zweiten Schlafhälfte vor.
(http://de.wikipedia.com: Albtraum)
Alpträume sollen bewältigt werden:
"Träumende, die in ihren Träumen gefährliche Situationen
bewältigen können, haben eine bessere Chance, auch mit
Situationen im wachen Leben fertigzuwerden, die diese
repräsentieren." (Garfield, S.220)
Wenn die
Träume zu Alpträumen ausarten, gilt es, mental aktiv in
den Traum einzugreifen (Garfield, S.179). P. Maybruck
empfiehlt, Leute mit Alpträumen sollen sich selbst vor dem
Einschlafen sagen: "Selbst wenn ich einen Alptraum habe,
werde ich nicht zum Opfer gemacht" (Garfield, S.180),
oder: "Wenn ich einen Alptraum habe, werde ich nicht zum
Opfer. Ich werde daran denken, der Bedrohung Herr zu
werden." (Garfield, S.181).
Am besten ist es gemäss P. Maybruck, das Vorhaben sogar
aufzuschreiben: "Ich werde heute Nacht in meinen Träumen
nicht zum Opfer" [sondern werde mich behaupten]. Dieser
selbs geschriebene Text kann Träume stark beeinflussen,
z.B. mit der Frage: "Was wollen Sie?" Eventuell verbannt
die Träumerin damit den Alptraum. Auch Diskussionen mit
anderen Betroffenen können die Gegenwehr gegen Alpträume
sehr verstärken (Garfield, S.180).
Patricia Garfield meint, Alpträume bei Soldaten lindern
die traumatischen Erfahrungen:
"Solche Träume [Alpträume], so bedrückend sie beim
Erwachsenen auch sind, bereiten den Boden dafür, dass die
Träumerin eine traurige Realität akzeptieren kann. Sie
erleichtern den Heilungsprozess genau so, wie die
traumatischen Erfahrungen eines Soldaten durch Alpträume
gelindert werden können; schliesslich wird das Geschehen
verarbeitet, und das Leben kann konstruktiv fortgesetzt
werden." (Garfield, S.161)
Abwehr der
Traumverfolger
Ann Faraday hat selbst Erfahrung in der Abwehr von
Traumverfolgern gemacht, mit der Methode von Joel
Goldsmith von der religiösen Bewegung "Infinite Way"
(Unendlicher Weg): Man darf sich nicht beherrschen lassen.
Jeden Abend vor dem Einschlafen soll man gegen die
Verfolger die Worte richten:
"Ihr habt keine Macht über mich!"
Man soll sich gleichzeitig dazu entschliessen, dies auch
im Traum zu sagen (Faraday, S.292).
Bei der Traumaktion reagiert das Traum-Ich sofort. Das
Traum-Ich agiert und nach einer Weile werden die Verfolger
zahm und die Träume hören am Ende ganz auf (Faraday,
S.292).
Damit ist aber oft nur ein Symptom beseitigt. Der
emotionale Konflikt im Unterbewusstsein wird damit nicht
gelöst, sondern wird einfach noch mehr aufgeschoben
(Faraday, S.293).
Abwehr von
Alpträumen
ist auf dieselbe Art möglich wie gegen die Traumverfolger.
Das Hirn agiert dann von selbst (Faraday, S.293).
Wie erkennt das Hirn
die Traumverfolger?
Die Frage lautet: Wie weiss das Hirn, dass der Verfolger
nur ein Bild ist, ein "Traumverfolger"?
Und wenn der Wachzustand dem Traum-Ich einen Befehl
erteilt, wie sieht dann diese Beziehung aus?
Und: Wieso
müssen wir Traumverfolger als Sinnbild emotioneller Kräfte
haben? Wieso werden wir nicht im Wachzustand mit den
emotionalen Verfolgern konfrontiert?
Dies sind alles unelöste Fragen (Faraday, S.293).
Ein Mittel, um aus einem Alptraum herauszukommen, ist
aktives Klarträumen, so dass das aktive Ich die Träume aus
dem Alptraumgeschehen heraussteuern kann.
(wikipedia)
"USA" am 28.9.2026: Albträume im Rentenalter
vom Beruf: z.B. bei einem Henker:
USA: Ex-Henker sieht nachts die Männer, die er hinrichten
liess
https://www.20min.ch/story/ron-mcandrew-war-an-acht-hinrichtungen-beteiligt-heute-kaempft-er-dagegen-103640630
Jonas Bucher -- Ron McAndrew war einst für Hinrichtungen
verantwortlich. Heute bereut das der 88-Jährige. Er setzt
sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein.
Ron McAndrew, ehemaliger Gefängnisdirektor
in Florida, war an insgesamt acht Hinrichtungen beteiligt.
Heute ist der 88-Jährige ein entschiedener
Gegner der Todesstrafe und bereut seine Beteiligung tief.
Besonders die Hinrichtung von Pedro Medina
1997, bei der dessen Kopf auf dem elektrischen Stuhl Feuer
fing, verfolgt ihn bis heute.
Ron McAndrew war einst überzeugter Befürworter der
Todesstrafe. Als Direktor des Florida State Prison wurde er
später selbst für Hinrichtungen verantwortlich. Heute ist er
88 Jahre alt und kämpft gegen jene Praxis, die er einst
verteidigte. Gegenüber CNN erzählt er von den Hinrichtungen,
die ihn bis heute verfolgen.
McAndrew leitete in Florida drei Hinrichtungen auf dem
elektrischen Stuhl. Später war er in Texas an fünf weiteren
Hinrichtungen per Giftspritze beteiligt. Vor einer Hinrichtung
organisierte er die letzte Mahlzeit, sprach mit den
Verurteilten und gab schliesslich das unauffällige Signal an
den Henker.
«Ich habe wirklich an die Todesstrafe geglaubt», sagt McAndrew
rückblickend. «Ich kann heute nicht glauben, dass ich das
getan habe.»
«Sie sassen einfach da und sahen mich an»
Die getöteten Männer hätten ihn bis in den Schlaf verfolgt.
Nachts habe er sie am Fussende seines Bettes gesehen: «Sie
sagten nie etwas. Sie sassen einfach da und sahen mich an.»
Für McAndrew hätten ihre Blicke dennoch gesprochen. Er habe
darin die Frage gesehen, wie jemand, der sich selbst für einen
guten Menschen halte, andere Menschen töten könne.
Mit der Zeit begann er nach eigenen Angaben stark zu trinken.
Zeitweise dachte er an Suizid. Besonders beschäftigte ihn der
Fall Leo Jones. Dieser beteuerte bis zuletzt seine Unschuld
und erklärte, sein Geständnis sei erzwungen worden. Auch
McAndrew hielt die damaligen Ermittlungen für mangelhaft.
Trotzdem wurde Jones 1998 hingerichtet.
«Wir haben ihn
buchstäblich zu Tode verbrannt»
Tief geprägt hat McAndrew auch die Hinrichtung von Pedro
Medina im Jahr 1997. Nachdem er das Signal zum Einschalten
des elektrischen Stuhls gegeben hatte, habe es zunächst
einen Knall gegeben. Dann fing Medinas Kopf Feuer,
schwarzer Rauch füllte die Hinrichtungskammer.
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Ein Techniker fragte McAndrew, ob die Hinrichtung
fortgesetzt werden solle. «Ich konnte es zu diesem
Zeitpunkt nicht mehr stoppen», erinnert er sich. Er sagte
Ja. Diese Entscheidung bereue er bis heute.
Der Geruch verbrannten menschlichen Fleisches habe sich im
Gefängnis ausgebreitet. McAndrew widerspricht der späteren
Feststellung einer Autopsie, wonach Medina schmerzlos
gestorben sei. «Wir haben ihn buchstäblich zu Tode
verbrannt», sagt er.
Auch Giftspritze hält er nicht für human
Nach der missglückten Hinrichtung wurde McAndrew nach
Texas geschickt, wo er die damals dort eingesetzte
Giftspritze kennenlernen sollte. Er war nach eigenen
Angaben an fünf Hinrichtungen mit dieser Methode
beteiligt.
«Ich wünschte, ich wäre nie in dieses
schmutzige Geschäft eingestiegen.»
Humaner sei sie aus seiner Sicht nicht. «Wenn es human
wäre, bräuchte man nicht acht Gurte, um jemanden
festzuhalten», sagt McAndrew.
Als er 2002 in den Ruhestand ging, war seine Haltung zur
Todesstrafe längst gekippt. «Ich wünschte, ich wäre nie
ins Florida State Prison gegangen», sagt er. «Ich
wünschte, ich wäre nie in dieses schmutzige Geschäft
eingestiegen.»
Heute kämpft er gegen die Todesstrafe
Seit seiner Pensionierung reist McAndrew durch die USA,
spricht öffentlich gegen Hinrichtungen und unterstützt zum
Tode Verurteilte bei juristischen Verfahren. Nach eigenen
Angaben konnte er bereits dabei helfen, Gefangene aus dem
Todestrakt zu holen.
Besonders schmerzt ihn, dass Florida derzeit wieder
besonders viele Menschen hinrichtet. Für McAndrew sind
Hinrichtungen inzwischen keine gerechte Strafe mehr. Er
bezeichnet sie als «vorsätzliche, zeremonielle politische
Tötung».
Seinen eigenen Tod fürchtet er nicht
Auch mit 88 Jahren will er seinen Kampf fortsetzen. «Ich
bin noch nicht fertig», sagt McAndrew.
Seinen eigenen Tod fürchtet der Katholik nach eigenen
Angaben nicht. Er glaubt an ein Leben nach dem Tod. Mit
Blick auf die Männer, an deren Hinrichtungen er beteiligt
war, sagt er: «Da oben warten eine Menge Leute auf mich.