Kontakt / contact    Hauptseite / page
                  principale / pagina principal / home     zurück / retour /
                  indietro / atrás / back

Psyche: Vater fehlt 01

Folgen, wenn der Vater fehlt


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

Teilen:

Facebook



Bio-Rohkost-Produkte und mehr - kommt it der Post!
Regenbogenkreis:
                                                          Kraftvolle
                                                          Produkte

Heilung+Vorbeugung durch Nahrung - Regenbogenkreis - Lübeck - Versand: Ganz Europa
Rohköstlichkeiten
Regenwaldprodukte
Algen (Ausleitung)
Energetisierung von Wasser
Bücher+DVDs (Kochen+Heilen)




Tochter ohne Vater am 27.6.2026: Das Herz sucht ihn immer:
Fall Terenzi: Wenn der Vater fehlt, sucht das Herz ein Leben lang
https://www.nau.ch/people/welt/fall-terenzi-wenn-der-vater-fehlt-sucht-das-herz-ein-leben-lang-67142453

Chris Oeuvray -- Region Zug -- War der Vater in der Kindheit emotional abwesend, so kann sich das später im Erwachsenenalter noch bemerkbar machen. Eine Kolumne von Chris Oeuvray.

Chris Oeuvray ist psychologische Beraterin und Expertin für Narzissmus.
Auf Nau.ch schreibt Oeuvray regelmässig Kolumnen.
Heute schreibt sie über emotional abwesende Väter, die oftmals eine Lücke hinterlassen.

Als ich gelesen habe, dass Summer öffentlich mit ihrem Vater Marc Terenzi abrechnet, musste ich an eine Klientin denken. Sie verliebte sich ständig in Männer, die sie nicht wollten. Je stärker die Ablehnung, desto grösser wurde ihre Sehnsucht.

Sie kämpfte um Aufmerksamkeit und Liebe. Nicht, weil sie Drama wollte. Sondern weil sie etwas suchte, das sie seit ihrer Kindheit vermisste.

Der Fall von Summer zeigt etwas, das viele Betroffene kennen. Ein emotional abwesender Vater hinterlässt eine Lücke. Diese Lücke verschwindet nicht einfach mit dem Erwachsenwerden. Sie meldet sich später in Beziehungen, in Selbstzweifeln und in der ständigen Suche nach Bestätigung.

Warum die Kindheit bis ins Erwachsenenleben wirkt
Kinder brauchen nicht nur Versorgung. Sie brauchen Nähe, Interesse und das Gefühl, wichtig zu sein. Fehlt das, entsteht die Überzeugung, sich Liebe verdienen zu müssen. Viele strengen sich an, passen sich an und hoffen auf Anerkennung.

Ich sehe in meiner Arbeit mit Opfern von Narzissmus immer wieder, dass Menschen später genau dort suchen, wo sie schon als Kind leer ausgegangen sind. Sie verlieben sich in Menschen, die distanziert sind oder sie ablehnen. Sie kämpfen um Liebe und nennen es Schicksal. In Wahrheit kämpfen sie oft um etwas, das sie vom Vater nie bekommen haben.

Warum Partnerschaften die Lücke nicht füllen
Kein Partner kann die eigene Kindheit reparieren. Wer unbewusst nach dem sucht, was der Vater nicht gegeben hat, überfordert jede Beziehung.

Die Sehnsucht bleibt. Die Enttäuschungen werden grösser. Und irgendwann entsteht das Gefühl, nie wirklich glücklich zu werden.

Deshalb lohnt es sich, hinzuschauen. Nicht um Schuldige zu suchen, sondern um die eigenen Wunden zu erkennen.

Was hat gefehlt? Welche Bedürfnisse wurden nie erfüllt? Welche Sehnsucht begleitet mich bis heute?

Heilung beginnt mit Ehrlichkeit
Veränderung entsteht, wenn man emotional nachnährt, reflektiert und dadurch neue, gesunde Erfahrungen macht. Manche finden dabei auch gemeinsam mit ihrer Mutter Antworten auf offene Fragen.

Ich rate Betroffenen, sich Unterstützung bei Fachpersonen zu holen, die sich mit Bindungsverletzungen und narzisstischen Mustern auskennen. Und ich ermutige sie zu einer wichtigen Entscheidung: Nicht für immer Opfer der eigenen Geschichte zu bleiben.

Frieden entsteht nicht dadurch, dass der Vater sich endlich verändert. Frieden beginnt dort, wo wir unsere Wunden selbst heilen und aufhören, das Verpasste in einer Partnerschaft zu suchen.





11.5.2026: Kinder ohne Väter - suchen immer nach Anerkennung - und können nicht neutral urteilen:
Psychologie: «Suche ständig Bestätigung»: So fühlt sich eine Vaterwunde an

Carolina Lermann -- Ein emotional abwesender Vater kann bis ins Erwachsenenleben prägen – etwa dein Selbstbild oder deine Beziehungen. Zwei Psychotherapeutinnen erklären, wie du diese Muster durchbrechen kannst.

Fühlst du dich schnell zurückgewiesen, suchst du ständig nach Bestätigung oder trifft dich Kritik härter als andere? Vielleicht gerätst du auch immer wieder in ähnliche Beziehungsprobleme?

Erkennst du dich hier wieder, könnte ein Begriff eine Rolle spielen, der aktuell oft in den sozialen Medien diskutiert wird: die sogenannte Vaterwunde.

Wer nach Geschichten von Betroffenen sucht, wird schnell fündig, etwa auf Reddit: «Ich bin als Jüngster von sieben Söhnen aufgewachsen. Mein Vater war immer so stark mit Arbeit belastet, dass ich für ihn quasi nicht existierte. Er fühlt sich wie ein Fremder für mich an. Diese Vaterwunde hat mir als Kind viel Verwirrung und Schmerz bereitet. Ich war lange Zeit sehr unbeholfen im Umgang mit Männern und hatte das Gefühl, ihnen unterlegen zu sein, oder suchte ständig nach Bestätigung. Heute kämpfe ich immer noch damit, ein Mann zu werden.»

Ob an- oder abwesend: Ein Vater prägt

«Der Begriff Vaterwunde bezeichnet die emotionalen und psychischen Folgen, die bei einem Kind durch einen physisch oder emotional abwesenden, distanzierten, strengen oder gewalttätigen Vater entstehen», erklärt Psychotherapeutin Sinja Romer.

Dabei gehe es nicht um einzelne Erlebnisse, sondern um wiederkehrende Erfahrungen. Diese könnten sich später im Selbstwert oder in Beziehungen zeigen.

Was eine Vaterwunde mit deinem Selbstwert macht

Hat ein Kind etwa das Gefühl entwickelt, für den Vater nicht wirklich von Bedeutung zu sein, «kann das beispielsweise zu unsicheren Bindungsmustern führen», so Romer. Betroffene berichten dann häufig von einem «geringen Selbstwertgefühl, einem starken Wunsch nach Anerkennung oder starken Reaktionen auf Kritik oder Autorität».

Darüber hinaus kann ein innerlicher Widerspruch entstehen: «In der Psychologie geht man davon aus, dass wir verschiedene innere Stimmen in uns tragen», sagt Psychotherapeutin Stefania Vanzetti. «So kann es etwa sein, dass eine liebevolle, unterstützende innere Stimme – etwa geprägt durch eine Tante – auf eine strenge, kritische väterliche Stimme trifft.» Dieses innere Spannungsfeld könne Entscheidungen erschweren und den Zugang zu Selbstfürsorge blockieren.

Warum du immer wieder an die Falschen gerätst

Eng mit dem Selbstwert verknüpft ist auch die Art, wie du deine Beziehungen gestaltest. Gerätst du etwa immer wieder an emotional unerreichbare oder distanzierte Partner? Unsichere Bindungsmuster können dazu führen, dass sich bestimmte Beziehungserfahrungen wiederholen.

«Ein Vater prägt, wie spätere Beziehungen erlebt und gestaltet werden», sagt Vanzetti. Für Jungen spielen Väter zudem als Modell für die Entwicklung ihrer männlichen Identität eine zentrale Rolle. «Ein emotional abwesender oder abwertender Vater kann dazu führen, dass ein Mann Schwierigkeiten hat, einen stabilen Selbstwert zu entwickeln, und dies beispielsweise durch Leistung oder Status zu kompensieren versucht», so Romer. Dies könne sich zudem in Problemen im Umgang mit Autoritäten zeigen. Auch bei Frauen könne eine Vaterwunde das Beziehungsmuster prägen, indem sie etwa emotional nicht verfügbare Partner wählen oder Probleme mit dem Selbstwert haben.

«Ein Vater prägt, wie spätere Beziehungen erlebt und gestaltet werden.»

Stefania Vanzetti, Psychotherapeutin

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede schwierige Beziehung automatisch auf die Kindheit zurückgeht. Wiederholen sich jedoch bestimmte Muster – etwa das Gefühl, um Liebe kämpfen zu müssen oder nie ganz zu genügen –, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Was du jetzt tun kannst

Die gute Nachricht: Du kannst selbst etwas tun – auch ohne Therapieplatz. Laut Romer geht es im Umgang mit einer Vaterwunde in erster Linie darum, eigene Muster zu erkennen und die eigene Geschichte zu reflektieren. Dabei sei es wichtig, auch die damit verbundenen Emotionen zuzulassen und zu verarbeiten. Die Reflexion früherer Erfahrungen könne helfen, sich selbst besser zu verstehen, alte Glaubenssätze zu hinterfragen und einzuordnen, wie diese das heutige Denken, Fühlen und Verhalten prägen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede schwierige Beziehung automatisch auf die Kindheit zurückgeht. Wiederholen sich jedoch bestimmte Muster – etwa das Gefühl, um Liebe kämpfen zu müssen oder nie ganz zu genügen –, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Was du jetzt tun kannst

Die gute Nachricht: Du kannst selbst etwas tun – auch ohne Therapieplatz. Laut Romer geht es im Umgang mit einer Vaterwunde in erster Linie darum, eigene Muster zu erkennen und die eigene Geschichte zu reflektieren. Dabei sei es wichtig, auch die damit verbundenen Emotionen zuzulassen und zu verarbeiten. Die Reflexion früherer Erfahrungen könne helfen, sich selbst besser zu verstehen, alte Glaubenssätze zu hinterfragen und einzuordnen, wie diese das heutige Denken, Fühlen und Verhalten prägen.

«Darauf aufbauend kann man neue, korrigierende Erfahrungen machen», sowohl in Beziehungen als auch im Umgang mit sich selbst. Ein zentraler Schritt sei es, eine innere Haltung zu entwickeln, die von Selbstannahme, gesunden Grenzen und einem stabilen Selbstwert geprägt ist. Dieser Prozess benötige Zeit und Geduld, «er hilft einem aber dabei, sich schrittweise von alten Prägungen zu lösen und mehr Selbstakzeptanz und innere Freiheit zu entwickeln». Entscheidend ist also nicht, was früher war – sondern wie du heute damit umgehst.











Teilen:

Facebook






^