Kontakt     Hauptseite
<<     >>

Das Arbeitsverhältnis, Meldungen (Teil 4)

Augenverlust durch das Herumwerfen von Wuchtgewicht in einer Kfz-Werkstatt -- Behinderte sind oft die besseren Mitarbeiter -- Teamarbeit bringt weniger Effizienz -- Lästern ist kein Kündigungsgrund -- 6 Fehler des Chefs -- zu viel Sitzen im Beruf und im Leben provoziert geistigen Abbau -- Taktiken für Frauen, sich gegen arrogante Männer durchzusetzen -- dunkle Arbeitsplätze und Arbeitsplätze ohne Fenster provozieren Stress und Schlaflosigkeit -- Überstunden und Nachtarbeit macht auf Dauer dumm -- Temperatur im Büro -- der Chef und seine Sprüche -- D: Fingerabdruck ist nicht erlaubt -- Dummer Chef vernichtet die Motivation der Mitarbeiter -- Freizeit ist Freizeit und der Chef muss schweigen -- Kein WC am Arbeitsplatz in der Schweiz -- schweizer Firma: WC-Zeit ist keine Arbeitszeit -- schweizer Firmen: Arbeitszeit beginnt erst mit startklarem PC oder nach dem Umziehen etc. -- kriminelle Arbeitgeber lassen Geld waschen und erpressen dann noch Geld -- 4-Tage-Woche in Island -- gutbezahlte Jobs mit wenig Arbeit in der Schweiz -- 7 Themen am Arbeitsplatz nicht erwähnen -- Martigny (Schweiz): Modell mit freien Arbeitszeiten -- nicht "ich glaube" sagen -- Home Office mit Tricks -- Freizeit zwischen Schichtarbeit -- Unfallhäufigkeit gemäss Beruf in der Schweiz -- gute Leute in der Firma halten -- D: Zu lange auf dem WC immer wieder - Kündigung -- Schweiz: Bauarbeiter-Gesamtarbeitsvertrag soll Arbeitsweg+Pause nicht mehr bezahlt+Zuschläge weg -- ÖV Zürich demonstriert -- Starbucks muss 35 Millionen Dollar zahlen --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
Teilen:

Facebook







n-tv online, Logo

Hessen 22.10.2013: Das Herumwerfen mit Wuchtgewichten in einer Kfz-Werktätte - Augenverlust und nur Schmwerzensgeld - keine Rente, weil es eine private Handlung gewesen sei

aus: n-tv online: Kollegen mit Wuchtgewicht verletztAngestellter haftet für Kopftreffer; 22.10.2013;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Angestellter-haftet-fuer-Kopftreffer-article11578336.html

<Bei einem Arbeitsunfall, den ein Kollege verursacht, haftet nicht automatisch der Arbeitgeber. Laut einem Gerichtsurteil kommt es darauf an, ob die entscheidende Handlung zum Job gehörte oder nicht.

Das Herumwerfen von Wuchtgewichten in einem Kfz-Betrieb ist dem persönlich-privaten Bereich zuzuordnen.

Generell gilt: Wer einen Kollegen bei der Arbeit aus Versehen verletzt, haftet dafür nicht persönlich (Paragraf 105 Abs. 1 SGB VII). Für entstandene Schäden steht vielmehr der Arbeitgeber ein. Das gilt aber  nur, wenn der Mitarbeiter einen Kollegen während einer betrieblichen Tätigkeit verletzt. Ist das nicht der Fall, haftet der Angestellte in vollem Umfang. Das hat ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts bestätigt (Az.: 13 Sa 269/13). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem verhandelten Fall hatte ein Azubi, der in einer Kfz-Werkstatt angestellt war, geklagt. Er war bei der Arbeit von einem anderen Azubi schwer verletzt worden. Der Azubi war gerade mit dem Auswuchten von Autoreifen beschäftigt, als ihm ein anderer Auszubildender aus etwa 10 m Entfernung ohne Vorwarnung ein etwa 10 g schweres Wuchtgewicht aus Aluminium an den Kopf warf.

Dieser hatte ohne Vorwarnung einen Gegenstand in seine Richtung geworfen, die ihn am Kopf traf. Der junge Mann musste in der Folge mehrfach am Auge operiert werden. Außerdem bekam er eine künstliche Augenlinse. Seitdem leidet er an einer dauerhaften Sehverschlechterung. Nun klagte der Azubi auf Schmerzensgeld sowie eine monatliche Schmerzensgeldrente.

Die Richter gaben dem Azubis teilweise Recht. Sie sprachen dem Mann 25.000 Euro Schmerzensgeld zu - nicht jedoch eine monatliche Rente. Die Richter waren überzeugt, dass der Auszubildende seinen Kollegen fahrlässig verletzt habe. Er hätte wissen können und müssen, dass ein kraftvoller Wurf mit dem Gegenstand eine solche Verletzung hervorrufen könne. Das Herumwerfen von Wuchtgewichten in einem Kfz-Betrieb sei vielmehr dem persönlich-privaten Bereich zuzuordnen, für den ein Arbeitnehmer in vollem Umfang hafte.

Bei der Höhe des Schmerzensgeldes ließ sich das Hessische Landesarbeitsgericht insbesondere von den erlittenen Schmerzen, der dauerhaften Beeinträchtigung der Lebensführung des Klägers leiten und dem Risiko weiterer Verschlechterungen des Augenlichts.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa>


=====

Spiegel online, Logo

3.12.2013: Behinderte sind oft die besseren Mitarbeiter, weil sie sich im ganzen Leben schon besser organisieren müssen

aus: Spiegel online: Studie "Arbeitgeber sehen eher Schwächen von Behinderten"; 3.12.2013;
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bert-ruerup-im-interview-ueber-das-inklusionsbarometer-a-936966.html

Bert Rürup (Jahrgang 1943) war neun Jahre lang einer der fünf Wirtschaftsweisen, die die Bundesregierung beraten. Der Ökonom hat unter anderem an der Universität Darmstadt gelehrt und war Chefökonom beim Finanzdienstleister AWD. Er ist nun Präsident des Handelsblatt Research Institute, das für die "Aktion Mensch" das Inklusionsbarometer entwickelt hat. Es untersucht die Situation von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt.>

Der Artikel:

Mit Handicap bei der Arbeit: Fast ein Drittel der Unternehmen sind nicht barrierefrei

Die Wirtschaft wächst, Unternehmer jubeln - doch Behinderte profitieren kaum von diesem Aufschwung. Der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup hat den Arbeitsmarkt für Menschen mit Handicap untersucht. Im Interview sagt er, warum sie oft die besseren Mitarbeiter sind.

KarriereSPIEGEL: Herr Rürup, Sie haben untersucht, wie gut Menschen mit Behinderung im Arbeitsmarkt integriert sind. Ein Ergebnis lautet, dass Arbeitgeber das Potential von Menschen mit Behinderung nicht ausschöpfen. Warum?

Rürup: Viele Arbeitgeber sehen eher die möglichen Schwächen von Behinderten. Dabei sind sie oft besonders motiviert und leistungsfähig, weil ihre Behinderung oft viel Organisation im Alltag erfordert. Das zeigt auch unser Inklusionsbarometer: Mehr als 80 Prozent der Firmenchefs können keine Leistungsunterschiede zwischen den Mitarbeitern mit und ohne Behinderung feststellen.

KarriereSPIEGEL: Die Quote der Arbeitslosen mit Behinderung lag 2012 bei 14,1 Prozent, während sie in den vorangegangenen fünf Jahren im Schnitt 14,9 Prozent betrug. Ist das nicht ein Fortschritt?

Rürup: Ja, aber die Arbeitslosenquote der Nichtbehinderten ist im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs deutlich stärker zurückgegangen. Die Quote der Arbeitslosen mit Behinderung ist mit 14 Prozent fast doppelt so hoch. Das heißt, Menschen mit Behinderung haben deutlich weniger von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitiert als Nichtbehinderte.

KarriereSPIEGEL: Sie haben für Ihre Studie rund 400 Unternehmen befragt - vor allem Mittelständler. Warum haben Sie nicht mehr große Firmen einbezogen?

Rürup: Großunternehmen sind sich der Problematik bewusst: Sie stellen Menschen mit Behinderung ein und bieten barrierefreie Arbeitsplätze. Die Zahl behinderter Beschäftigter steigt mit der Unternehmensgröße progressiv an. Außerdem sind Konzerne nicht die Hauptarbeitgeber in unserem Land - das sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Bei ihnen sieht es weniger gut aus: 29 Prozent der von uns befragten Unternehmen gaben an, nicht barrierefrei zu sein.

KarriereSPIEGEL: Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen, erhalten in Deutschland staatliche Förderungen. Das ist aber rund einem Fünftel der Unternehmen nicht bekannt - und selbst 27 Prozent der Firmen, die sie kennen, nehmen die Förderungen nicht in Anspruch. Wie erklären Sie sich das?

Rürup: Da kann ich nur spekulieren: Vielleicht ist gerade kleineren Unternehmen der bürokratische Aufwand zu hoch. Es ist ja gar nicht so einfach, an staatliches Geld zu kommen.

KarriereSPIEGEL: In Deutschland müssen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern eine Mindestquote erfüllen: Fünf Prozent der Belegschaft muss aus Menschen mit Behinderung bestehen. Mehr als 60 Prozent aller privaten Unternehmen zahlen aber lieber Ausgleichsabgaben, die im Moment bei maximal 290 Euro monatlich pro unbesetzten Pflichtplatz liegt. Müssen die Abgaben weiter erhöht werden?

Rürup: Das muss die Regierung beantworten. Ich finde 290 Euro pro Arbeitsplatz und Monat unter Berücksichtigung des erhöhten Kündigungsschutzes durchaus angemessen. Durch unser Inklusionsbarometer wollen wir gerade bei Unternehmern das Bewusstsein dafür erzeugen und schärfen, dass es auf diesem Gebiet noch einiges zu tun gibt.>


=====

Spiegel
                  online, Logo

16.3.2014: Büropsychologie: Teamarbeit macht faul und unglücklich

aus: Spiegel online: Büropsychologie
Warum Teamarbeit faul und unglücklich macht; 16.3.2014;
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/volker-kitz-teamarbeit-macht-faul-und-ungluecklich-a-958299.html

<Volker Kitz (links) hat Jura und Psychologie studiert und unter anderem als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut gearbeitet. Heute lebt er als freier Autor in München. In der Reihe "Büropsychologie" stellen wir seine besten Bürotricks vor. Sie sind seinem aktuellen Buch entnommen: "Warum uns das Denken nicht in den Kopf will. Noch mehr nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie" (gemeinsam mit Manuel Tusch, rechts). - Mehr unter www.kitz-tusch.com

"Wir suchen einen teamfähigen Mitarbeiter" - der Satz gehört unweigerlich in jede Stellenanzeige. Dabei richtet der grassierende Team-Fetischismus viel Schaden an, sagt Buchautor Volker Kitz. Er verrät, wie man im Alltag dem Teamterror entkommt.

Herrscht bei Ihnen auch Team-Terror? Wer nicht "teamfähig" ist, bekommt heute keinen Job mehr - und eine Stelle, die nicht die "Zusammenarbeit in einem dynamischen Team" bietet, darf erst gar nicht ausgeschrieben werden, so scheint es. Wenn Ihnen das immer schon komisch vorkam, liegt Ihr Misstrauen auf einer Linie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen.

[Experiment: 1 oder 7 Männer am Seil]

Schon 1882 untersuchte der französischer Agraringenieur Maximilian Ringelmann, wie es sich auswirkte, wenn man statt einem Mann sieben Männer an einem Seil ziehen ließ. Eigentlich hätten sieben Männer ja auch sieben Mal so viel Kraft haben müssen. Aber das war nicht der Fall: Allein zog jeder Mann 85 Kilogramm (das "Kraftkilogramm" war damals eine Maßeinheit für die Kraft, die wir heute in Newton messen). In der Gruppe entfielen auf jeden nur 65 Kilogramm. Knapp ein Viertel der Leistung blieb also durch die Teamarbeit auf der Strecke!

Damals ließ sich noch nicht klären, ob dieser Ringelmann-Effekt seinen Grund in einem Motivationsverlust hatte - oder einfach nur in Koordinationsproblemen. Denn ziehen mehrere Menschen an einem Seil, muss jeder seine optimale Position erst einmal finden, damit die Kräfte wirklich miteinander und nicht gegeneinander wirken. Das gilt heute keinen Deut weniger für Teams, die gemeinsam eine Powerpoint-Präsentation erstellen oder einen Kundentermin vorbereiten sollen: Der Grat zwischen miteinander und gegeneinander arbeiten ist schmal.

[Experiment mit verbundenen Augen: Vorspiegelung einer Gruppe lässt die Leistung sinken]

Fast 100 Jahre später erfanden Psychologen eine einfallsreiche Variante des Versuchs, um zu klären, ob Menschen im Team nur schlechter koordiniert sind oder auch weniger Lust haben: Sie verbanden den Teilnehmern einfach die Augen und sagten ihnen nur, sie würden einmal in einer Gruppe ziehen, einmal alleine. In Wirklichkeit zogen sie beide Male alleine. Koordinierungsprobleme waren damit ausgeschaltet.

Trotzdem fiel die Leistung der Probanden ab, wenn sie nur glaubten, es ginge um Teamwork. Damit war der Beweis erbracht: Teamwork senkt tatsächlich die Motivation.

Das "Faulenzen-Phänomen"

Heute spricht man in der Psychologie ganz unverhohlen vom "sozialen Faulenzen". Es ist inzwischen in vielen weiteren Versuchen bestätigt worden, auch bei geistigen Tätigkeiten, zum Beispiel bei einer Rechenaufgabe. Kürzlich fand man heraus, dass Menschen sich sogar schlechter auf eine Aufgabe vorbereiten, die sie im Team lösen sollen - selbst wenn sie bei der Vorbereitung noch alleine sind.

Erklären lässt sich das mit unserem Bedürfnis nach Kontrolle und Anerkennung: Fließt meine Arbeit in ein Gruppenergebnis ein, dann kann ich dieses Ergebnis weniger kontrollieren, als wenn ich allein arbeite. Und ich muss mir die Anerkennung mit anderen teilen. Das zerstört die Motivation.

Mindern können wir das "soziale Faulenzen" folglich, indem wir den Anteil des Einzelnen wieder stärker aus dem Teamergebnis herauslösen und auch einzeln betrachten. Denn misst man die Leistungen der Teammitglieder einzeln, tritt der Ringelmann-Effekt nicht auf.

Aber gerade das ist heute in vielen Unternehmen verpönt. Wenn Sie im Team eines Teamfetischisten arbeiten müssen, haben Sie also zwei Möglichkeiten: Sie ruhen sich schön aus - aber Nichtstun kann ja auch ganz schön anstrengend sein, denn man weiß nie, wann man fertig ist. Oder Sie wollen sich Ihre Motivation erhalten. Dann bestehen Sie innerhalb des Teams unbedingt auf eine Aufgabe, deren Erledigung einzeln messbar ist.

In manchen Situationen kann sich die entspannende Wirkung des Teams positiv auswirken: Dort, wo uns zu viel Anspannung im Weg steht, also bei besonders schwierigen Aufgaben. Hier werden die Ergebnisse im Team besser. Und nur hier ist es wirklich sinnvoll, nach einer Arbeitsgruppe zu rufen.>


=====

Heise online, Logo

Essen (Deutschland) 15.5.2014: <Lästern ist kein Kündigungsgrund>

aus: Heise online; 15.5.2014;
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Laestern-ist-kein-Kuendigungsgrund-2182209.html

<Mit Kollegen im privaten Rahmen über den Chef zu lästern, ist erlaubt und kein Kündigungsgrund. Schließlich gibt es keine Verpflichtung, eine positive Meinung über den Vorgesetzten zu haben.

Ein Arbeitnehmer darf seine Meinung über den Chef gegenüber anderen Mitarbeitern im privaten Rahmen äußern, auch wenn diese alles andere als positiv ausfällt. Denn eine Verpflichtung, insbesondere in vertrautem Kreis ausschließlich positiv über den Vorgesetzten zu reden, gibt es nicht. Deshalb kann der Arbeitgeber in einem solchen Fall auch keine Kündigung wegen angeblicher Beleidigung des Vorgesetzten aussprechen. Darauf weist die Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline unter Berufung auf ein kürzlich bekannt gewordenes Urteil des Arbeitsgerichts Essen hin (vom 27.9.2013, Az. 2 Ca 3550/12).

Die Marketing-Mitarbeiterin eines mittelständischen Unternehmens sollte nach 17 Jahren fristlos gekündigt werden. Dagegen reichte sie Kündigungsschutzklage ein. Zuvor war ihr Arbeitgeber von einer anderen Firma übernommen und der Geschäftsführer in Folge dessen ausgetauscht worden. Sie hatte als seine Vertraute gegolten, weshalb sein Nachfolger sie offenbar schnell loswerden wollte. Ihr wurde das Angebot unterbreitet, unter unveränderten Arbeitsbedingungen in einer anderen Gesellschaft der Unternehmensgruppe zu wechseln. Zugleich stellte der neue Geschäftsführer sie frei und erteilte ihr außerdem Hausverbot.

Über diese Behandlung war die Mitarbeiterin nicht gerade erfreut. Das soll sie in Telefongesprächen mit Kollegen auch deutlich gemacht haben, in dem sie den neuen Geschäftsführer als "hinterfotzig", "Heini" und "Pisser" bezeichnete. Daraufhin schickte ihr der neue Chef eine fristlose Kündigung ins Haus.

Diese wurde vom Arbeitsgericht Essen jedoch für unwirksam erklärt. Zwar sei eine Ehrverletzung des Vorgesetzten grundsätzlich ein Grund für eine fristlose Kündigung, allerdings sei eine solche hier nicht erkennbar, so die Richter. Das gelte auch für den Fall, dass die Äußerungen tatsächlich gefallen sind – was die Arbeitnehmerin allerdings bestritt.

Eine Ehrverletzung durch eine Beleidigung setze voraus, dass der Betroffene davon erfährt. Eine fristlose Kündigung für eine solche Lästerei sei außerdem nur gerechtfertigt, wenn diese dazu geeignet sei, das Betriebsklima massiv zu beeinträchtigen oder sie dem Zweck dienen sollte, die Autorität des Chefs zu untergraben. Die Arbeitnehmerin habe aber nicht damit rechnen müssen, dass ihre Aussagen in der Firma die Runde machen, denn es habe sich um vertrauliche Telefonate mit langjährigen Kollegen gehandelt, mit denen sie zum Teil sogar befreundet war. Da dürfe man sich auf die Verschwiegenheit des Gesprächspartners durchaus verlassen.

Die Arbeitnehmerin habe die angeblichen Beleidigungen nicht bewusst nach außen gerichtet, daher dürfe der privaten Meinungsäußerung auch keine fristlose Kündigung folgen. (Marzena Sicking) / (masi)>

========

Rheinische Post online, Logo

26.8.2014: 6 Fehler des Chefs

aus: Rheinische Post online: Sechs absolute No-Go's: Was ein guter Chef niemals tun sollte; 26.8.2014;
http://www.rp-online.de/leben/beruf/karriere/guter-chef-diese-fehler-sollten-vermieden-werden-aid-1.4462851

<Düsseldorf. Ein guter Chef ist Vorbild, Motivator, hält Abmachungen ein und kann die Leistung seiner Mitarbeiter anerkennen. Darin sind sich Experten einig. Doch es gibt auch Dinge, die man als guter Chef auf gar keinen Fall tun sollte.

Von Kristina Zippel

Dass Topchefs konstant Höchstleistungen erbringen ist keine Frage. Doch wenn sie ihren Job wirklich gut machen, zeichnet sie noch ein anderer Faktor aus: sie schaffen es, auch ihre Mitarbeiter zu erfolgreicher Leistung zu motivieren, und ihnen zugleich ein Gefühl von Wertschätzung zu vermitteln. Wichtige Voraussetzung für eine gelungene Zusammenarbeit ist die richtige Kommunikation. Denn die scheint zwar selbstverständlich, tatsächlich birgt sie jedoch sehr viele Fehlerquellen, die zu Frust bei den Mitarbeitern führen können. Sechs der wichtigsten Pannen, die Chefs unterlaufen können, haben wir zusammengestellt:

Den Kopf aus der Schlinge ziehen: Im Arbeitsalltag kommt es immer wieder zu spontanen Änderungen oder auch unliebsamen Situationen: Der lang ersehnte Sommerurlaub eines Mitarbeiters wird gestrichen, das neue Projekt bearbeitet nun ein Kollege mit (angeblich) mehr Erfahrung. Das kann Betroffene außerordentlich verärgern, und dazu führen, dass sie sich beim Chef beschweren, oder zumindest den Grund für die Veränderung erfahren wollen. Reagiert der dann mit Sätzen wie "das ist nicht meine Entscheidung. Die kommt von oben”, ist der Frust doppelt so groß. Denn nicht nur fehlt jede Erklärung, die Verantwortung wird dadurch auch auf andere, für den Mitarbeiter meist ungreifbare Personen, abgewälzt. Mitarbeiter, die auf diese Weise abgekanzelt werden, sind schnell in ihrem Respekt, Vertrauen und in der Bindung an das Unternehmen erschüttert. Besser: Vorgesetzte sollten sich in solchen Momenten die Zeit nehmen in Ruhe zu erklären, warum es zu dieser Entscheidung gekommen ist, und gemeinsam mit dem Betroffenen überlegen, wie es beim nächsten Mal anders laufen kann.

Ohren bei Sorgen verschließen: Dieser typische Satz zerstört jegliche Vertrauensbasis: "Das ist nicht mein Problem.” Der Vorgesetzte macht damit deutlich, dass er sich nicht für das Anliegen des Mitarbeiters interessiert, der fühlt sich in der Folge alleingelassen und oft auch überfordert. Dabei ist es besonders in schwierigen Situationen wichtig, dass der Chef Bereitschaft zur Unterstützung zeigt, oder auch mal eingreift.

Anliegen abwimmeln: "Ich bin gerade zu beschäftigt, um mich darum zu kümmern.” Selbst wenn gerade zwölf andere wichtige Dinge anstehen, mit solchen Sätzen sollte niemand abgewimmelt werden. Mitarbeiter wissen in der Regel, wann sie ihren Vorgesetzten nicht mit kleineren Dingen behelligen sollten. Deswegen sollte ein guter Chef ihnen zumindest kurz Gehör schenken, wenn sie sein Büro schon aufsuchen. Wenn das Anliegen kein Notfall ist und tatsächlich warten kann, sollte ein Ausweichtermin angeboten werden - und der dann auch wirklich eingehalten werden.

Meinungen unterdrücken: Auch mal etwas zu tun, was nicht zu 100 Prozent den eigenen Prinzipien oder Präferenzen entspricht, darum kommt wohl kaum jemand im Arbeitsalltag herum. Ein "Machen Sie es einfach!” durch den Chef fördert dabei nicht die Motivation. Werden Bedenken und Kritik von Mitarbeitern nicht zumindest in Betracht gezogen, bekommen sie das Gefühl, dass ihre Meinung nichts zählt. Ein schlechter Chef zwingt Mitarbeiter durch seine Position dazu, ungeliebte Aufgaben zu erledigen. Ein guter Chef hingegen überzeugt in einem Gespräch, in dem beide zu Wort kommen, von der Idee dahinter.

Vor den Kopf stoßen: Manche Menschen reden gerne und viel, und das auch mit ihren Vorgesetzten. Sie können zu richtigen Nervensägen werden, aber werden sie mit Sätzen wie "Sie schon wieder!" begrüßt, kann das ein viel größeres Problem schaffen: Der Mitarbeiter ist verletzt, und das wirkt sich auf die Arbeitsleistung und innere Einstellung aus. Statt den Ärger direkt zu zeigen, fragt sich ein guter Chef, ob der Mitarbeiter eventuell noch ein spezielles Problem hat, das ihn eigentlich dazu veranlasst, so häufig das Gespräch zu suchen.

Bei Fehlern anklagen: "Sie haben was getan?!” Solch ein Satz als erste Reaktion in Problemsituationen ist menschlich, sollte aber vermieden werden. Hat ein Mitarbeiter einen Fehler gemacht, ist ihm das meist selbst bewusst, oft sogar extrem unangenehm. Anklagen und verurteilen hilft hier keinem weiter. Stattdessen sollte  gemeinsam nach einer Lösung gesucht und analysiert werden, was zu dem Fehler geführt hat. So ist auch sichergestellt, dass das Gleiche nicht noch einmal passiert.>


=====

Pravda tv online, Logo

19.9.2014: Zu viel Sitzen im Leben und im Beruf provoziert geistigen Abbau

aus: Sitzen beschleunigt den geistigen Abbau und ist lebensgefährlich; 19.9.2014;
http://pravda-tv.com/2014/09/19/sitzen-beschleunigt-den-geistigen-abbau-und-ist-lebensgefahrlich/

<von

Da hilft auch abendliches Training nur bedingt, meinen Experten. Dass Bewegung nicht nur dem Körper gut tut, sondern auch dem Geist, konnten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Studien zeigen. Dabei ist es aber nicht nur wichtig, abends mal ein bis zwei Stunden Sport zu treiben – auch wer dauerhaft in Bewegung bleibt hat demjenigen gegenüber einen Vorteil, der viel sitzt und baut im Alter geistig weniger schnell ab. Darauf deutet eine Studie von Agnieszka Burzynska von der University of Illinois und ihren Kollegen hin.

[88 Probanden zwischen 60 und 78 Jahren]
Die Forscher statteten insgesamt 88 Probanden zwischen 60 und 78 Jahren für eine Woche mit Bewegungsmessern aus. Zudem unterzogen sich alle Probanden verschiedenen Hirnscans. Dabei stellten Burzynska und ihr Team zunächst einmal fest, dass diejenigen, die sich regelmäßig moderat oder intensiv körperlich betätigten, insgesamt auch weniger altersspezifische Veränderungen in der Struktur ihrer Nervenverbindungen aufwiesen.

[Leichte Bewegung hat schon Auswirkungen]
Doch auch die Versuchsteilnehmer, die sich nur leicht bewegten, dies aber dauerhaft taten, bauten weniger stark in Hirnregionen wie dem Temporallappen ab, der beispiels-weise bei Gedächtnis- oder Sprachprozessen eine Schlüsselrolle spielt. Wer dagegen die meiste Zeit sitzend verbrachte, hatte vor allem im Hippocampus, der ebenfalls für Lernen und Erinnern zuständig ist, eine geschädigte Struktur der Nervenverknüpfungen.

“Das deutet darauf hin, dass zu viel Sitzen, einen schädlichen Effekt auf das Gehirn hat”, sagt Burzynska. “Selbst, wenn man am Ende des Tages noch eine halbe Stunde trainiert.”

Den ganzen Tag sitzen ist lebensgefährlich - [Raucher, die sich bewegen, leben länger]

Arbeiten Sie im Büro und treiben nach Feierabend regelmässig Sport? Dann gibt es für Sie eine schlechte Nachricht: Sie leben wahrscheinlich nicht länger als z. B. ein Mechaniker, der keinen Sport treibt. Oder anders gefragt: Schauen Sie gerne TV, rauchen aber nicht? Dann sterben Sie vermutlich früher als wenn Sie pro Tag bis zu zehn Zigaretten rauchen, aber nie vor der Glotze hocken würden. Und Sie ahnen es schon: Die tiefste Lebenserwartung haben Menschen, die viel im Büro arbeiten, am Abend viel fernsehen und viel rauchen. Da hilft es auch nichts, wenn sie täglich eine Stunde sportlich aktiv sind.

Wie schädlich ist Sitzen? - [viel Sitzen ergibt hohes Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme]

Das Journal «Diabetologia» veröffentlichte 2012 die Resultate einer Metastudie des Forschungsteams um Dr. Emma Wilmot. Sie verglichen und analysierten 18 Studien, die unabhängig voneinander durchgeführt und bei denen insgesamt 794’577 Personen befragt und untersucht wurden. Im Zentrum stand die Frage, welche Gefahren das Sitzen für die Gesundheit birgt.

Im Schnitt gaben die Teilnehmer an, 50 bis 70 Prozent des Tages im Sitzen zu verbringen. Die Forscher verglichen die Sitzdauer mit der Gesundheit und fanden heraus: Jene, die am längsten sitzen, erhöhen ihr Risiko, an Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken deutlich. Das Risiko für einen frühen Tod steigt um 49 Prozent.

Sport könne das Sitzen nicht ausgleichen

Studienleiterin Dr. Emma Wilmot sagt: «Leute, die im Büro arbeiten, reduzieren ihr Risiko auch dann nicht, wenn sie sich wie empfohlen täglich 30 Minuten bewegen.» Zwar werde ein Sportler bessere Gesundheitswerte haben als sein Kollege, der nach dem Büro nach Hause fährt und fernsieht. Ein Kellner, der den ganzen Tag auf den Beinen sei, habe verglichen damit jedoch ein viel geringeres Gesundheitsrisiko.

Viele würden sich selbst einreden, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, weil sie täglich 30 Minuten Sport machen. «Aber sie müssen an die restlichen 23,5 Stunden des Tages denken.» Immerhin fügt Wilmot an, es sei zwar nicht ganz umsonst, wenn man sich nach der Arbeit aufraffe, eine Stunde zu joggen, aber ausgleichen könne das die schädlichen Auswirkungen des langen Sitzens nicht.

[Diabetes als Folge des ewigen Sitzens - Sitzen provoziert negative Glukosewerte]
Sitzen ist also Gift für die Gesundheit. Diabetes sei die häufigste Folge. Weshalb das so ist und ab wie vielen Stunden die Folgerisiken auftreten, konnten sie noch nicht wissenschaftlich belegen. Man wisse bisher einzig, dass sich das lange Verharren in der ungesunden Sitzhaltung negativ auf die Glukosewerte auswirke und die Insulinresistenz erhöhen könne.

[Immer wieder mal herumlaufen]

Um die Stunden im Sitzen zu reduzieren, geben die Forscher folgende Tipps:

-- Zwischendurch im Stehen arbeiten
– Meetings im Stehen abhalten (Stehung statt Sitzung)
– Während der Mittagspause herumspazieren
– Die Zeit am Abend vor dem TV, Laptop und Smartphone reduzieren

[Sport gegen Diabetes]
Ganz verteufeln wollen die Wissenschaftler den Sport dann aber doch nicht: Sport sei eine grossartige Möglichkeit, ein gesundes Gewicht zu halten. Und das sei wiederum die beste Möglichkeit, das Risiko von Typ-2-Diabetes zu minimieren.

[Der Fernseher ist ein grosser Lebensverkürzer]
Nun, was halten wir von dieser Studie? Bereits vor einem Jahr kamen australische Forscher zu einem ähnlichen Resultat. Sie hatten zudem herausgefunden, dass jede Stunde, die man vor dem Fernseher sitzt, die Lebenserwartung um 21,8 Minuten verkürzt.

Gerne hätte ich gewusst, ob die Studienteilnehmer auch gefragt wurden, welche Sendungen sie sich im Fernsehen anschauen. Macht es für den Herz-Kreislauf einen Unterschied, ob man Gruselfilme schaut oder Rosamunde Pilcher? Welche Auswirkungen haben Hypochonder züchtende Sendungen wie «Puls» auf die Gesundheit?

Und erinnern wir uns an vergangene Woche, als durch die Medien ging, Pommes frites essen in der Schwangerschaft sei genau so schädlich wie Rauchen. «Würde das stimmen, gäbe es längst keinen einzigen Belgier mehr», kommentierte mein unsportlicher, viel-rauchender Bürokollege. Erforscht ist übrigens auch schon, dass eine Zigarette die Lebens-erwartung um 11 Minuten verkürzt – offenbar halb so viel wie eine Stunde vor dem TV sitzen.

Und so sitzen weitere Milliarden von Menschen eingepfercht wie die Legehennen in Glas- und Metallkästen “Büro” genannt und degenerieren sukzessive tippend mit ihren Krallen auf der Tastatur zum gekrümmten Gollum auf der Hatz nach dem “Schatz”.

Quellen: PRAVDA TV/blog.tagesanzeiger.ch/spektrum.de vom 18.09.2014>


=====

Kölner Express online, Logo

6.11.2014: Taktiken für Frauen, sich gegen arrogante Männer durchzusetzen

aus: Kölner Express online: Schlagfertig sein
Diese blöden Sprüche hören nur Frauen im Job; 6.11.2014;
http://www.express.de/karriere/dumme-sprueche-frauen-arbeitsplatz-wehrle-karriere-schlagfertig,21106954,28782644.html
http://www.express.de/karriere/dumme-sprueche-frauen-arbeitsplatz-wehrle-karriere-schlagfertig,21106954,28782644,item,1.html

<Von GESA SCHÖLGENS

„Die Kollegin hat sich wohl nach oben geschlafen...“ - „Wahrscheinlich hat sie wieder ihre Tage.“ - Sprüche, die Frauen im Job oft zu hören kriegen. Wie können sie kontern? Das verrät ein witziger Ratgeber.

Mütter bekommen oft nur schlecht bezahlte Teilzeitjobs. Sie gelten als Rabenmütter, wenn sie kurz nach der Geburt wieder arbeiten (müssen). Weibliche Mitarbeiter dürfen den Geschirrspüler im Büro ausräumen und Kaffee kochen. Ein Mann, der im Job für seine Ziele kämpft, gilt als durchsetzungsstark; eine Frau, die dasselbe tut, als verbissen und zickig.

Wie schwer es Frauen im Berufsleben häufig haben, weiß Karrierecoach und Buchautor Martin Wehrle aus seiner Berufspraxis. In seinem neuen Buch „Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!“ (Mosaik Verlag) schildert Wehrle teils schockierende, teils lustige Beispiele aus dem weiblichen Arbeitsalltag. Und er zeigt auf humorvolle Weise, warum das Berufsleben einer Frau für jeden Mann ein Skandal wäre.

„Was wäre los, wenn Männer ein Fünftel weniger als Frauen verdienten, obwohl sie mehr Gewinn erwirtschaften? Wenn jedes Bewerbungsgespräch nur für Männer zum Polizeiverhör würde, nach dem Motto: ,Planen Sie eigentlich Kinder?' Ich garantiere Ihnen: Die Hölle wäre los!“, so Martin Wehrle im Vorwort. „Dagegen ist es ganz normal, dass Frauen so behandelt werden. Noch immer“, sagt der Job-Experte.

Mit seinem Ratgeber will Martin Wehrle weiblichen Arbeitskräften Tipps geben. Wir haben zehn Sätze, die Frauen im Job häufig zu hören bekommen, gesammelt. Und erklären mithilfe des Ratgebers, wie sie sich wehren können:

„Für Kaffeemaschine und Geschirrspüler sind Sie zuständig.“

Langweilige Arbeiten bleiben im Büro häufig an Frauen hängen. Sie kochen Kaffee, räumen die Spülmaschine ein, decken Tische ein und backen den Geburtstagskuchen. Hingegen dürfen sich die Herren der Schöpfung ausschließlich auf ihre Karriere und das nächste spannende Projekt konzentrieren, was ihnen natürlich mehr Ruhm einbringt, als stumpf die Akten zu sortieren.

Tipp: Soziales Verhalten darf keine Einbahnstraße sein. Unterstützen Sie nur Kollegen, die auch Sie unterstützen. Sonst einfach zurück delegieren - und unwillige Kollegen immer wieder an ihre Pflichten erinnern. Außerdem sollte das soziale Verhalten zur Position passen.

„Gehaltserhöhung? Aber ich schätze doch Ihre Bescheidenheit...“

Frauen suchen das Gehaltsgespräch mit ihren Vorgesetzten deutlich seltener als Männer. Und sie treten dabei oft zu bescheiden auf. Das geht schon bei der Sprache los: „Es wäre schön, wenn ich mehr Gehalt bekommen könnte...“. Beim Vorgesetzten kommt an: Muss nicht sein! Außerdem stellen Frauen eigene Erfolge oft als Teamleistung dar, statt den eigenen Anteil zu betonen.

Tipp: Sprechen Sie nicht im Konjunktiv. Stehen Sie zu Ihren Erfolgen. Und fordern Sie immer mehr Gehalt, als Sie tatsächlich wollen! Wer 300 Euro mehr pro Monat will, muss mindestens 500 fordern. So hat der Chef Spielraum zum Runterhandeln.

„Wahrscheinlich hat sie wieder ihre Tage.“

Wenn ein Mann im Büro schlecht gelaunt ist, wird ihm das schnell verziehen: „Er steht halt unter Arbeitsdruck!“ Aber sobald eine Frau sich nicht mehr nett und angepasst benimmt, sondern eine eigene Meinung vertritt, heißt es hinterrücks: „Jetzt hat sie wieder ihre Tage!“ Dasselbe Verhalten wird nach Geschlecht beurteilt: Setzt sich ein Mann durch, ist er einfach durchsetzungsstark - tut es eine Frau, gilt sie als zickig.

Tipp: Seien Sie möglichst oft selbstbewusst, auch wenn es als „zickig“ betrachtet wird. Lassen Sie sich niemals von anderen unterbrechen, reden Sie weiter! Nach und nach werden sich die Männer daran gewöhnen, dass Sie ihre Machtspielregeln durchschaut haben.

„Schatz, mein Hemd ist schlecht gebügelt!“

Nur vier Prozent der Männer waschen, kochen oder putzen öfter als ihre Frauen im Haushalt - auch wenn beide berufstätig sind. Viele Frauen geben auf oder brennen aus, denn kaum jemand schafft zwei Vollzeit-Arbeiten nebeneinander.

Tipp: Beide Partner müssen zu Beginn der Karriere dieselbe Flughöhe erreichen. Sie sollten sich die ersten Jahre gegenseitig unterstützen und die Arbeit im Haushalt gerecht teilen. Sind Kinder geplant, spielt man beide Optionen durch. Dann sollte derjenige zurückstecken, der sich eine Auszeit im Job oder ein gedrosseltes Tempo im Augenblick besser erlauben kann.

„Die sieht viel zu gut aus, um was drauf zu haben.“

Attraktive Jobanwärter haben laut einer Studie doppelt so gute Chancen, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu bekommen. Attraktive Bewerberinnen dagegen werden überdurchschnittlich oft aussortiert. Offenbar sagen sich die Arbeitgeber: Es ist unwahrscheinlich, dass jemand gut aussieht und noch dazu einen tollen Job bei uns machen kann.

Tipp: Konzentrieren Sie sich auf Ihr Können! Nur dafür werden Sie eingestellt. Auf dem Bewerbungsfoto und beim Vorstellungsgespräch sollten Sie sich nur sehr dezent schminken: Der Fokus muss auf den fachlichen Qualitäten liegen.

„Ziehen Sie sich bitte zum Termin etwas Nettes an!“ - Wie man darauf reagiert? Das lesen Sie auf der nächsten Seite.

Teil 2:

„Wenn ich Sie 'Schätzchen' nenne, ist das doch nett gemeint!“

„Schätzchen“, „Mäuschen“, „meine Liebe“ – einige Männer sprechen ihre Kolleginnen mit Kosenamen an, um ihre Autorität zu untergraben. Und wenn eine Frau sich beschwert, gilt sie gleich als „überempfindlich“: Schließlich sei diese Bezeichnung als „Kompliment“ gemeint. Dabei ist es in Wirklichkeit eine Diffamierung, der Kollege will Sie in den Tiefstatus schleudern.

Tipp: Wenn Sie ein männlicher Kollege „Schätzchen“ nennt – schlagen Sie mit der gleichen Waffe zurück. Nennen Sie ihn zum Beispiel „Hasi“. Schnell wird ihm der Spaß daran vergehen, denn Sie kontern auf Augenhöhe.

„Die Kolleginnen sind mal wieder stutenbissig.“

Wenn Männer sich streiten, gilt das als „sachliche Auseinandersetzung“ – auch wenn sie sich dabei komplett daneben benehmen. Aber sobald Frauen eine Meinungsverschiedenheit austragen, ist von „Zickenterror“ oder „Stutenbissigkeit“ die Rede - in vielen Fällen eine falsche Unterstellung.

Tipp: Männer bilden Karriere-Netzwerke. Sie informieren sich gegenseitig über interessante offene Stellen und puschen sich nach oben. Davon können Frauen einiges lernen: Studien zeigen, dass die Zusammenarbeit mit einer Chefin von ihren männlichen Mitarbeitern besser als von den weiblichen beurteilt wird. An ihrem Zusammenhalt müssen Frauen noch arbeiten.

„Ziehen Sie sich bitte zum Termin etwas Nettes an!“

Bei wichtigen Kundenterminen steht die Erwartung im Raum, dass sich eine Mitarbeiterin möglichst attraktiv präsentiert. Heimlich gelten Frauen immer noch als Sexualobjekt, dabei hat sie das Recht, in ihrer beruflichen Rolle gesehen zu werden. Eine Frau, die sich nicht schminkt und schlicht kleidet, gilt schnell als „schlampig“, während Männer in kaputten Jeans und mit zerzausten Haaren als „kreativ“ durchgehen.

Tipp: Je höher eine Frau in der Firmenhierarchie steht, desto dezenter sollte sie sich kleiden und schminken, steht in den meisten Ratgebern. Aber was für die Geschäftsführerin gilt, sollte auch für die Sekretärin gelten: Jede Mitarbeiterin sollte durch Leistung statt durch Kleidung wahrgenommen werden.

„Die Kollegin hat sich wohl nach oben geschlafen...“

Managerinnen kämpfen nicht selten mit dem Vorurteil, dass sie ihre Position anderen Qualitäten als dienstlichen verdanken. Schmutzige Fantasien und Gerüchte – übrigens nicht nur von Männern, sondern auch von Kolleginnen – entwerten viele Frauenkarrieren.

Tipp: Machen Sie all Ihre Erfolge und größeren Leistungen regelmäßig publik, zum Beispiel bei Meetings. Auf diese Weise sieht jeder, dass Sie nur durch berufliche Erfolge nach oben kommen. Und nicht, weil Sie so sexy sind.

„Mach du mal. Frauen sind doch multitaskingfähig.“

Frauen werden von ihren männlichen Kollegen und Vorgesetzten gerne mit Arbeit überflutet: „Du hast viel mehr Talent zum Multitasking. Kannst du mich vielleicht bei zwei klitzekleinen Aufgaben unterstützen?“ - Dabei zeigen Studien, dass Männer genauso multitaskingfähig sind wie Frauen. Aber statt sich mit viel zu vielen Projekten zu verzetteln, bringen die männlichen Kollegen ihre Karriere voran, indem sie sich aufs Wesentliche konzentrieren.

Tipp: Verweisen Sie auf Ihre wichtigsten Aufgaben, mit denen Sie völlig ausgelastet sind. Das ist zugleich eine gute Eigenwerbung. Ansonsten gilt wieder die Regel: Greifen Sie dem Kollegen unter die Arme, sofern er Ihnen auch unter die Arme greift, wenn Sie ihn brauchen.

Pokern ums Gehalt

1. Gute Vorbereitung aufs Gespräch

Frauen wie Männer sollten für ihre Gehaltsverhandlung top vorbereitet sein. Es ist von Vorteil, wenn Sie Ihrem Chef alle Erfolge und Leistungen strukturiert aufzählen können. Wichtig: Kommunizieren Sie ganz klar, dass Sie sich hierfür eine materielle Wertschätzung wünschen.

2. Keine falsche Bescheidenheit

Eine weitere Strategie für mehr Gehalt lautet: Weg mit der Bescheidenheit! Denn übertriebene Zurückhaltung ist im Berufsleben keine Tugend. Wer einen guten Job macht - egal ob Frau oder Mann - darf sich darüber freuen, stolz auf sich sein - und einen entsprechenden Bonus fordern.

3. Bitte nicht relativieren

Verhandeln Sie ohne Füllwörter wie „vielleicht“ und es „wäre echt schön“ - solche Relativierungen nutzen vor allem Frauen gerne, um Sachverhalte abzumildern, damit sie niemandem „weh“ tun. In Verhandlungen ist es angesagt, sachlich und selbstbewusst zu kommunizieren. Stellen Sie Forderungen, die Sie mit guten Argumenten untermauern.

4. Leere Drohungen vermeiden

Nicht ernst gemeinte Drohungen der Kündigung zeugen nicht von Selbstwertgefühl - weil man seinen eigenen Wert ja noch nicht mal zu kennen scheint. Stattdessen sollten Sie nach einem Arbeitgeber suchen, der Gleichstellung zwischen Mann und Frau wirklich lebt und fördert.

8 Tipps für die Gehaltsverhandlung

1. Bereiten Sie den Termin gezielt vor

Gute Leistungen sind das beste Argument für eine Gehaltserhöhung. Bereiten Sie das Gespräch daher gezielt vor, indem Sie Ihren Chef spätestens zwei Monate vor dem eigentlichen Termin um ein Feedbackgespräch bitten. Sprechen Sie im Rahmen des Feedbackgesprächs über Ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Wenn der Chef Ihre Leistungen lobt, ist das die beste Grundlage für Ihre spätere Gehaltsforderung.

2. Wählen Sie den richtigen Ansprechpartner

In der Regel ist Ihr Fachverantwortlicher der passende Ansprechpartner, wenn es um die Gehaltsverhandlung geht. Er allein kann Ihre Leistung korrekt beurteilen. Die Personalabteilung agiert hier meist nur im Hintergrund, etwa indem sie Ihrem Vorgesetzten ein Budget vorgibt, in dessen Rahmen sich die Erhöhung abspielt. Manchmal ist ein Vertreter der Personalabteilung als Verhandlungspartner an der Seite des Fachverantwortlichen beim Gespräch anwesend.

3. Bestimmen Sie einen passenden Zeitpunkt

Die Wahl des richtigen Zeitpunktes kann über den Ausgang Ihrer Verhandlung entscheiden. Ungünstig sind Zeiten, in denen Ihr Unternehmen im Speziellen oder die Branche allgemein wirtschaftlich schlecht aufgestellt ist. Auch wenn die entspannte Atmosphäre dazu verleiten mag, sind Firmenfeste für ein solches Gespräch absolut tabu. Ebenfalls unprofessionell: den Chef im Aufzug, auf dem Büroflur oder bei ähnlichen Gelegenheiten quasi zwischen Tür und Angel in ein Gehaltsgespräch zu verwickeln.

4. Bringen Sie passende Argumente an

Versetzen Sie sich in die Lage des Arbeitgebers: Für ihn zählt einzig und allein, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten können. Danach sollte Ihre Argumentation ausgerichtet sein. Machen Sie deutlich, wie wertvoll Sie für das Unternehmen sind. Vermeiden Sie hingegen Argumente, die rein persönlicher Natur sind. Natürlich beeinflussen private Umstände wie eine hohe Miete oder der Jobverlust des Partners die finanziellen Bedürfnisse. Für den Verhandlungspartner spielen derlei Dinge aber keine Rolle.

5. Setzen Sie ein konkretes Ziel

Überlegen Sie sich noch vor dem Vorstellungsgespräch, wie hoch Ihr Gehaltswunsch ausfallen soll. Ihr Verhandlungspartner wird Sie dazu auffordern, eine konkrete Zahl zu nennen. Bewerbern dient der Verdienst in der aktuellen Position plus Betrag X als Orientierung. Erkundigen Sie sich im Vorfeld der Verhandlung, welchen Verdienst Sie in der entsprechenden Branche und Region erwarten können.

6. Schätzen Sie den eigenen Wert richtig ein

Die Gehaltsverhandlung dient Ihrem Gegenüber auch dazu herauszufinden, ob Sie Ihren eigenen Wert realistisch einschätzen und sich selbst entsprechend vermarkten können. Zu hohes Pokern kann sich dabei sehr negativ auswirken. Schließlich sollte es bei der Gehaltsverhandlung nicht zugehen wie auf einem Basar.

7. Treten Sie selbstsicher auf

Machen Sie sich den Wert Ihrer Leistungen im Vorfeld des Gesprächs bewusst. Stapeln Sie beim Gehaltswunsch zu tief, hat dies denselben Effekt wie eine deutlich zu hoch angesetzte Vorstellung. Ein unrealistischer Verhandlungseinstieg vermittelt Ihrem Chef den Eindruck, dass Sie sich selbst nicht richtig einschätzen können. Und im Zweifel wird sich Ihr Gegenüber ohnehin für den besten Kandidaten entscheiden, und nicht für den mit dem niedrigsten Gehaltswunsch. Extra-Tipp: Für eine nette Atmosphäre sorgt ein ein kurzer Small-Talk, bevor es zur Sache geht.

8. Bewerber sollten abwarten

Auch wenn die Frage nach der Bezahlung beim Antritt einer neuen Stelle meist zentral ist, ist es nicht ratsam, im Vorstellungsgespräch gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Warten Sie geduldig ab, bis Ihr potenzieller Arbeitgeber das Thema von sich aus anspricht. Wurden Sie noch nicht in der Stellenanzeige aufgefordert, Ihre Gehaltsvorstellung im Rahmen der Bewerbung anzugeben, so wird eine entsprechende Frage spätestens nach dem zweiten Gespräch mit dem Personalentscheider folgen.>


=====

Gulli online, Logo

2.12.2014: Dunkle Arbeitsplätze und Arbeitsplätze ohne Fenster verursachen Stress und Schlafstörungen

aus: Gulli online: Dunkle Arbeitsplätze verursachen Stress und Schlafstörungen; 2.12.2014;
http://www.gulli.com/news/25249-dunkle-arbeitsplaetze-verursachen-stress-und-schlafstoerungen-2014-12-02

<Wer während der Arbeitszeit überwiegend Kunstlicht ausgesetzt ist, läuft Gefahr, Schlafstörungen und Depressionen zu entwickeln.

Fensterlose Büros können ein gesundheitliches Risiko darstellen, wie die Ergebnisse einer neuen Studie nahelegen. Demnach fördert ein Mangel an natürlichem Licht während der Arbeitszeit die Produktion des Stresshormons Cortisol und verursacht in der Folge depressive Verstimmungen. Auch auf die Schlafqualität hat die tägliche Portion Licht einen entscheidenden Einfluss.

Wissenschaftler haben in einer Studie zum Einfluss des Tageslichts während der Arbeitszeit aufgezeigt, dass Büros ohne Fenster Symptome sowohl auf physiologischer als auch psychologischer Ebene hervorrufen und das individuelle Wohlbefinden sowie die Schlafqualität beeinträchtigen können. Sie untersuchten dazu die Melatonin- und Cortisol-Konzentration bei insgesamt 20 Versuchsteilnehmerinnen und zeigten auf, dass ein Mangel an natürlichem Licht zu einer erhöhten Cortisol-Ausschüttung führt und das Melatonin-Level herabsenkt. Zu wenig Melatonin ist mit Schlafstörungen assoziiert, während ein erhöhter Cortisol-Pegel mit depressiven Symptomen einhergeht. Die Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Hälfte war natürlichen Lichtbedingungen während der Arbeitszeit ausgesetzt, die andere Hälfte saß in fensterlosen Büros. Sie alle trugen über sieben Tage eine Actiwatch, die stets das Umgebungslicht maß und mit deren Hilfe ihr Aktivitäts-Level aufgezeichnet wurde. Es zeigte sich, dass alle Teilnehmerinnen ein ähnliches Aktivitätsmuster hatten. Am Ende der Testphase gaben die Frauen eine Speichelprobe zur Messung der Hormonkonzentration ab und beantworteten mehrere Fragebögen zur Einschätzung ihrer Schlafqualität und ihres psychischen Befindens. Diejenigen Teilnehmerinnen, die in Büros ohne Fenster arbeiteten, wiesen ein höheres Level des Stresshormons Cortisol auf. Gleichzeitig lag ihr Melatonin-Level am Abend niedriger als derer, die in Tageslicht-Büros saßen. Entsprechend berichteten sie von einer verminderten Schlafqualität und leichten, depressiven Verstimmungen.

Symptome ähnlich wie bei der Winterdepression

Der circadiane Rhythmus des Menschen – sein Schlaf-Wach-Rhythmus also – wird wesentlich durch den täglichen Lichtzyklus bestimmt. Im Zuge der Industrialisierung haben wir uns jedoch von einem durch die Sonnenzeit festgelegten Tagesrhythmus hin zu einer durch soziale Zeitinformationen bestimmten Tagesorganisation entwickelt. Dies hat Auswirkungen auf die Physiologie einschließlich des Hormonhaushalts ebenso wie auf die Psychologie und ist insbesondere im Falle von Schichtarbeitern zu beobachten. Eine verminderte Schlafqualität ist nur eines der Symptome, unter denen Betroffene oft zu leiden haben. Aber auch beim Jetlag oder jahreszeitlich bedingtem Lichtmangel spielt ein zu geringer Melatonin-Pegel eine Rolle.

Forscher des Interdepartmental Neuroscience Program an der Northwestern University von Chicago hatten zudem bereits in einem früheren Versuch aufgezeigt, dass ein starker Zusammenhang besteht zwischen der Menge an Tageslicht am Arbeitsplatz sowie der Schlafqualität, Leistungsfähigkeit und dem allgemeinen Wohlbefinden. Ihren Erkenntnissen zufolge zeigte sich die Korrelation auch in der Schlafdauer, denn Personen in fensterlosen Büros schliefen in der Nacht im Durchschnitt 46 Minuten weniger als Teilnehmer, die unter Tageslicht-Bedingungen arbeiteten. Dennoch können die Ergebnisse auch der neuen

Studie als Wegweiser dienen, Arbeitsplätze künftig entsprechend dem natürlichen Lichtbedürfnis zu gestalten und die Erkenntnisse als Präventionsmaßnahme am Arbeitsplatz zu nutzen. /kk>

Link: Melatonin. Viel mehr als nur ein Schlafhormon


=====


Kölner Express online, Logo

7.11.2014: Überstunden und Nachtarbeit macht auf Dauer dumm

aus: Kölner Express online: Überstunden & Nachtarbeit Diese Jobs machen auf Dauer blöd;
http://www.express.de/karriere/ueberstunden---nachtarbeit-diese-jobs-machen-auf-dauer-bloed,21106954,28965098.html

<
Manche Arbeiten sind geistig anstrengender als andere, das ist klar. Aber es gibt Jobs, die uns regelrecht dumm machen können, zeigen Studien. Wer ist gefährdet, und können Berufstätige vorbeugen?

Mehrere Studien zeigen, dass unregelmäßige Arbeitszeiten und Nachtarbeit auf Dauer zu Geschwüren, Herzkrankheiten, Diabetes, Übergewicht und bestimmten Krebsarten führen können. Auch das Risiko für Arbeitsunfälle ist bei Schichtarbeitern erhöht. Über die Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten war bislang wenig bekannt.

Jetzt stellt sich heraus: Jahrelange Schicht- und Nachtarbeit verringert sogar die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen. Bei Menschen, die mehr als zehn Jahre unregelmäßigen Arbeitszeiten ausgesetzt waren, nähmen die kognitiven Fähigkeiten deutlich schneller ab als bei anderen Berufstätigen, berichtet das US-Fachmagazin „Occupational and Environmental Medicine“ in Bezug auf eine aktuelle Studie.

Betroffen seien insbesondere Menschen, die länger als zehn Jahre Schichtarbeit leisteten, erklärte Studienleiter Jean-Claude Marquié vom Forschungsinstitut CNRS in Toulouse. Diese Belastung entspreche einem Alterungsprozess von zusätzlich sechseinhalb Jahren. Mindestens fünf Jahre dauere es, sich nach dem Ausscheiden aus dem Schichtdienst davon zu erholen. Allerdings müssten die Ergebnisse noch in anderen Studien bestätigt werden. Getestet wurden 3000 Berufstätige aus Südfrankreich, die in verschiedenen Branchen arbeiteten.

Tipp: Bessere Betreuung, späterer Arbeitsbeginn

Studienleiter Marquié schlug eine besondere medizinische Betreuung für Schichtarbeiter sowie arbeitnehmerfreundlichere Dienstpläne vor. Dabei könne es schon helfen, anstatt um 4.00 Uhr morgens zwei Stunden später zu beginnen. Kann ein Schichtarbeiter aus gesundheitlichen Gründen keine Nachtdienste mehr leisten, so ist er deswegen nicht arbeitsunfähig. Vielmehr müsse der Arbeitgeber die Arbeit möglichst so organisieren, dass der Betroffene nur tagsüber eingesetzt werde, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt im Fall einer Krankenschwester.

Jobs mit vielen Überstunden

Auf Dauer kann auch durch zu viel Mehrarbeit die Intelligenz abnehmen. Zu dem Ergebnis kommt eine Gruppe internationaler Forscher in einer Studie, die im American Journal of Epidemiology erschien. Die Wissenschaftler haben fünf Jahre lang über 2200 Angestellte aus England beobachtet. So wollten sie den Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Gedächtnisleistung beurteilen. Getestet wurde zum Beispiel das Kurzzeitgedächtnis.

Das Ergebnis: Verglichen mit Angestellten, die unter 40 Stunden arbeiten, schneiden die Überstunden-Junkies mit einer Wochenarbeitszeit von mehr als 55 Stunden deutlich schlechter bei Vokabeltests und auch im Intelligenztest ab. Wer überarbeitet ist, der argumentiert also auch schlechter. Lange Arbeitszeiten erhöhen damit bei Berufstätigen mittleren Alters das Risiko für eine abnehmende Gedächtnisleistung.

Tipp: Nicht zu lange am Stück arbeiten

Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sollten die Arbeitszeit in einem vernünftigen Rahmen halten und möglichst die Ruhezeiten ausdehnen. Früher galt eine Arbeitsbelastung von acht Stunden am Tag als problemlos - doch heute ist die Belastung in manchen Berufen viel intensiver. Und je länger man am Block arbeitet, desto länger ist auch die Erholungszeit, die man braucht. Also sollten Berufstätige lieber einmal mehr eine Pause machen und kurz abschalten.

Jobs, die einen unterfordern

Das Burnout-Syndrom ist altbekannt. Viele Menschen sind im Job überlastet. Aber auch Unterforderung und Langeweile können Stress verursachen - und krank machen. Das sogenannte Boreout-Syndrom betrifft häufig Verwaltungs- oder Dienstleistungsjobs, in denen Aufgaben wegrationalisiert oder durch Software erledigt werden. Experten zufolge trifft es vor allem Beamte, die Finanzindustrie und Bürojobs.

Der gemeinnützige Verein Burnoutproud nennt eine Abnahme der kognitiven Fähigkeiten als ein mögliches Symptom für Boreout: Konzentration, Aufmerksamkeit und Denkvermögen lassen nach. „Betroffene sind in Bezug auf ihre Aufgabe kaum noch motiviert“, beschreiben die Experten eine Folge chronischer Langeweile im Job.

Tipp: Anspruchsvolles Hobby suchen

Leiden Arbeitnehmer im Job an permanenter Unterforderung, sollten sie sich in schweren Fällen von Boreout am besten professionelle Hilfe suchen. Experten raten Betroffenen vor allem zum rechtzeitigen Dialog mit dem Arbeitgeber. Ist die Situation nicht so dramatisch, kann ein anspruchsvolles Hobby für Ausgleich sorgen. „Berufstätige können etwa eine neue Sprache lernen“, sagt Annekatrin Hoppe, Professorin für Arbeitspsychologie an der Humboldt-Universität in Berlin. Denn das Lernen in der Freizeit fordere den Intellekt des Arbeitnehmers heraus und kompensiere die Unterforderung im Job. Wer keine Fremdsprachen mag, könne sich auch neue Eindrücke im Museum suchen oder sich einer anspruchsvollen Sportart widmen.

Weitere Tipps, wie Sie im Job geistig fit bleiben, lesen Sie auf der nächsten Seite.

http://www.express.de/karriere/ueberstunden---nachtarbeit-diese-jobs-machen-auf-dauer-bloed,21106954,28965098,item,1.html

Aus Sicht der Intelligenzforschung ist es grundfalsch, sich ganz auf seine Routine und die jahrelange Berufserfahrung zu verlassen. „Das kann jahrzehntelang funktionieren. Aber wenn man dann plötzlich eine neue Maschine bedienen soll, wird das zum Problem“, sagt Karl Josef Klauer, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft von der Universität Aachen. Wenn man jahrelang immer die gleichen Aufgaben erledige, verliert das Gehirn die Fähigkeit, Lösungen für neue Probleme zu entwickeln. Spätestens ab dem 50. Geburtstag beschleunige sich diese Entwicklung rapide.

Dagegen helfe es auch nicht, Gehirnjogging zu betreiben oder Kreuzworträtsel zu lösen. „Entscheidend ist ganz allein das induktive Denken - also Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.“ In Klauers Buch „Denksport für Ältere“ ist zum Beispiel ein Tisch abgebildet, auf dem für ein Menü Teller, Gläser und Besteck eingedeckt sind. Doch an jedem Platz fehlt genau ein Teil, das der Betrachter finden soll. „Solche Übungen, bei denen man Strukturen erkennen muss, sind erwiesenermaßen nachhaltig.“

Austausch mit Menschen hält jung

Doch das allerbeste Gehirntraining sei letztlich das Leben selbst, findet Spitzer. Mit Menschen zu reden, gemeinsam über etwas nachzudenken und aktiv zu sein, halte das Gehirn nachhaltig auf Trab. „Ganz praktisch: Schaffen sie sich einen Enkel an oder leihen sie sich einen aus“, rät der Professor. „Junge Menschen stellen viele Fragen - und das ist die beste Vorbeugung gegen geistigen Abbau.“

Zudme sollten Beschäftigte im Job nach Herausforderungen greifen, wenn sie sich ihnen anbieten, erklärt Götz Richter. Er forscht zum Thema demografischer Wandel in der Arbeitswelt bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua). „Klar macht es Stress, wenn ich in der Firma die Tätigkeit wechseln muss“, sagt Richter. Doch gerade jene, die als Vorreiter solche Herausforderungen annehmen, bleiben geistig flexibel.

Um möglichst lange erwerbstätig sein zu können, müssten Mitarbeiter außerdem auf ihre Gesundheit achten. Das Rad statt den Bus zur Arbeit zu nehmen - solche Alltäglichkeiten zahlten sich auf Dauer aus. (gs, mit Agenturmaterial von dpa und AFP)>


=====


Kölner Express online, Logo

Deutschland 17.12.2014: <Frostiges Büro: Ab welcher Temperatur ist es zu kalt im Büro?> - die Temperaturen von 12 bis 20 Grad für verschiedene Arbeiten

aus: Kölner Express online; 17.12.2014;
http://www.express.de/karriere/frostiges-buero--ab-welcher-temperatur-ist-es-zu-kalt-im-buero-,21106954,29347144.html

<Von

Wenn die Büro-Heizung nicht richtig funktioniert oder die Kollegen dauernd lüften wollen, holt man sich schnell eine Erkältung. Wie ist es rechtlich: Welche Temperaturen müssen Arbeitnehmer aushalten?

Alle Jahre wieder stellen sich ab Dezember Arbeitnehmer diese Frage: Muss ich im Büro eigentlich so frieren? Egal, ob wegen schlechter Isolierung, kaputten Fenstern, defekten Heizungen und Lüftungs-wütigen Kollegen - das Tiefkühltruhen-Büro nervt.

In den „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ sind Mindesttemperaturen formuliert, je nach Job zwischen 12 und 20 Grad Celsius. Faustformel: Je körperlich schwerer die Arbeit ist, desto niedriger ist die Mindesttemperatur. Allerdings lassen sich diese Werte arbeitsrechtlich kaum durchsetzen, sie dienen lediglich als Orientierung.

Die Mindesttemperaturen im Überblick

20 Grad: Sitzende Tätigkeit ohne körperlichen Einsatz (Büroarbeit)

19 Grad: Leichte stehende, gehende oder mittelschwere sitzende Beschäftigung (leichte handwerkliche Tätigkeiten)

17 Grad: Mittelschwere stehende oder gehende Tätigkeiten (Montage-Jobs)

12 Grad: Schwere stehende oder gehende Arbeiten (Tragen von Lasten)

Im gleichen Absatz wird zudem erklärt, wie die Temperatur zu messen ist: Man nimmt ein „strahlungsgeschütztes Thermometer“ und prüft die Temperatur stündlich in einer Höhe von 60 Zentimetern (sitzender Job) oder 110 Zentimetern (stehender Job). „Dementsprechend schwierig gestaltet sich auch die Beweisbarkeit“, meint Michael Henn, Anwalt für Arbeitsrecht aus Stuttgart.

Um konzentriert arbeiten zu können, liegt die Raumtemperatur im Büro am besten zwischen 20 und 22 Grad. Darauf weist Karin Müller hin, Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement beim TÜV Rheinland. Ist es deutlich wärmer oder kälter, kann es Arbeitnehmern unter Umständen schwerfallen, sich zu konzentrieren.

Rückbehaltungsrecht geltend machen

„Sollte die Heizung im Büro kaputt sein, und der Arbeitgeber kümmert sich nicht um die Reparatur, könnte der Arbeitnehmer irgendwann sein Rückbehaltungsrecht geltend machen und zu Hause bleiben“, erklärt Henn. „Dafür muss aber mehrfach auf den Zustand im Büro hingewiesen worden sein, ohne dass sich etwas daran geändert hat.“ Doch in der Praxis passiere so etwas nur extrem selten. „Der Arbeitgeber könnte den Angestellten dann abmahnen, wenn er unentschuldigt fehlt“, so der Experte. So etwas wie „kältefrei“ gibt es demnach nur theoretisch.

Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Vienenburg (Niedersachsen) haben es allerdings schon einmal erlebt. Bei Außentemperaturen von knapp 13 Grad unter Null war dort an einem Wintertag die Heizung komplett ausgefallen. Zwar kamen die Angestellten morgens ins Büro, doch das Thermometer kletterte im Gebäude nur knapp über den Gefrierpunkt. Die Bürgermeisterin hatte kurz darauf ein Einsehen und schickte ihre zitternden Mitarbeiter nach Hause.>

========

Schweinzer Fernsehen online, Logo

7.11.2018: Jobs von zu Hause aus per Internet

https://www.srf.ch/news/schweiz/armut-in-der-schweiz-2400-franken-zwei-kinder-null-perspektive

Ein paar Beispiele: Web Design, Softwareentwicklung, telefonverkauf, Blogging usw. Es gibt hunderte von Jobs die man von zuhause machen kann. Es gibt ja sogar Jobplattforme nur mit Stellenausschreibungen die man von zu hause machen kann.

========

20 minuten online, Logo

Schweiz 23.6.2020: Der Chef - was erlaubt ist und was nicht:

Diese Sätze willst du vom Chef nicht mehr hören

https://www.20min.ch/story/diese-saetze-willst-du-vom-chef-nicht-mehr-hoeren-749808693196

<von Fabian Pöschl

Blossstellen, beleidigen und lügen: Was Chefs ihren Mitarbeitern früher zumuteten, ist heute ein No-go. Die Business-Knigge-Expertin nimmt Macho-Sprüche unter die Lupe und formuliert sie für die heutige Zeit um.

  • Elon Musk, Herbert Bolliger und viele weitere Chefs fielen in der Vergangenheit durch Sprüche auf, die heute ein No-go sind.
  • Auch weibliche Chefs können ihre Mitarbeiter in die Mangel nehmen.
  • Die Business-Knigge-Expertin sagt, wie die Chefs ihre Aussagen besser formuliert hätten.

Das Anforderungsprofil an Chefs und Vorgesetzte verändert sich. Die Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter zunehmend coachen, sie in der Entwicklung unterstützen, inspirieren und motivieren. Das zeigt eine Studie der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) im Auftrag des Kaufmännischen Verbands.

Ändern müssen sich auch die Macho-Chefs. Was Mitarbeiter früher zu hören kriegten, ist heute ein No-go. Warum manch ein Spruch heutzutage nicht mehr passend erscheint und was man stattdessen besser sagen sollte, erklärt die Business-Knigge-Expertin Susanne Abplanalp.

  • «Wer mit dem Lohn nicht zufrieden ist, soll die Stelle wechseln.»

Darum ein No-go: Der Spruch von Ex-Migros-Chef Herbert Bolliger fiel in einem Inverview vor sechs Jahren im Zusammenhang mit der Mindestlohninitiative, gegen die er sich aussprach. Dabei ging es um eine Detailhandelsmitarbeiterin, die nicht bei der Migros arbeitet. So sagte er auch weiter: «Bei uns würde sie – wenn sie gut ist – deutlich mehr verdienen.» Nach Ansicht von Expertin Abplanalp wirkt der Spruch arrogant. Bolliger zeige kein Verständnis für den tiefen Mindestlohn und verdiene wohl zehnmal so viel wie Verkaufsmitarbeitende.

Was stattdessen sagen: «Er soll das Anliegen ernst nehmen, Verständnis zeigen und aufzeigen, wie die Mitarbeiter ihre Chancen auf eine Lohnerhöhung steigern können», sagt Abplanalp.

  • «Wenn Sie Loyalität in einer Firma haben wollen, kaufen Sie sich einen Hund.»

Darum ein No-go: Es ist einer der meistzitierten Sprüche von Ex-UBS-Chef Oswald Grübel, der in der Bank bekannt für seinen bissigen Sarkasmus war. Abplanalp kritisiert, der Spruch sei eine Pauschalaussage, mit dem Grübel alle Firmen in einen Topf werfe.

Was stattdessen sagen: Besser gar nichts.

  • «Meine Oma könnte es besser machen. Und sie ist tot.»

Darum ein No-go: Fernsehkoch Gordon Ramsay kritisierte mit dem Spruch einen Küchenmitarbeiter. Damit beleidigt er die Grossmutter und den Mitarbeiter, sagt Abplanalp. Wobei Beleidigungen wohl Teil des Konzepts der Show sind, wie sie bemerkt.

Was stattdessen sagen: «Ich weiss, dass Sie es besser können», rät Abplanalp.

  • «Unsere Mitarbeiter wollen nicht, dass wir die Gewerkschaften anerkennen. Sie interessieren sich nicht für Gewerkschaften.»

Darum ein No-go: Ryanair-Chef Michael O’Leary erklärte Gewerkschaften in einem Interview vor fünf Jahren für unerwünscht. Dieser Spruch ist eine glatte Lüge, sagt Abplanalp, doch die Mitarbeiter würden dies durchschauen.

Was stattdessen sagen: Die Business-Knigge-Expertin rät, zu dem Thema entweder keine Antwort zu geben oder auf Zeit zu spielen und zu sagen «Wir prüfen das für die Zukunft.»

  • «Wir verändern die Welt und die Geschichte, und entweder sind Sie dabei oder nicht.»

Darum ein No-go: Tesla-Chef Elon Musk soll laut einer Biografie einem Mitarbeiter per Mail geantwortet haben, der einen Firmen-Event wegen der Geburt seines Sohnes absagen wollte. Musks vollständige Antwort: «Das ist keine Entschuldigung. Ich bin extrem enttäuscht. Sie müssen klären, wo Ihre Prioritäten liegen. Wir verändern die Welt und die Geschichte, und entweder sind Sie dabei oder nicht.» Musk dementierte im Nachhinein, die Nachricht geschrieben zu haben, Musk-Biograf Ashlee Vance blieb bei der Darstellung. Susanne Abplanalp findet die Aussage «unentschuldbar». Musk sei wohl sehr unter Emotionen gestanden, dass er sich dazu habe hinreissen lassen.

Was stattdessen sagen: Die Expertin rät Musk beim nächsten Mal, Verständnis zu zeigen, dem Mitarbeiter zu gratulieren und ihm und seiner Familie alles Gute zu wünschen.

  • «Schläft der da vorne?»

Darum ein No-go: Nicht nur männliche Chefs können Mitarbeiter mit ihrem Führungsstil verängstigen. Legendär ist Magdalena Martullo-Blochers Manager-Schulung vor zehn Jahren, an der sie die Mitarbeiter in die Mangel nahm (siehe Video oben): «Schläft der da vorne», oder «You dreamer, du», warf sie den bemitleidenswerten Angestellten an den Kopf. Die Business-Knigge-Expertin findet das Blossstellen der Mitarbeiter «umso schlimmer», weil es gefilmt und damit öffentlich wurde. Martullo-Blocher habe sich mit ihrem schlechten Englisch aber auch selber blossgestellt.

Was stattdessen sagen: Abplanalp empfiehlt in einem solchen Fall, dem Mitarbeiter mehr Zeit für seine Antwort zu geben und auch bei den Kollegen nachzufragen, ob die ihm helfen können.

RATGEBER

Das kannst du tun, wenn dein Chef dich mobbt

Mobbing am Arbeitsplatz durch den Chef ist keine Seltenheit. Mindestens 50 Prozent der Personen, die bei der Fachstelle Mobbing und Belästigung in Zürich und Bern Hilfe suchten, würden von ihrem Chef gemobbt. Geschäftsleiterin Claudia Stam-Wassmer gibt Tipps gegen Mobbing:

  • Das Gespräch suchen
  • Ein Tagebuch führen
  • Unterstützung holen
  • Sich nach einem (internen) Wechsel umschauen>
========

Uncut news online, Logo

Deutschland 26.8.2020: Spionage mit Fingerabdruck ist nicht erlaubt:
Arbeitnehmer müssen Fingerabdruck nicht bereitstellen

https://www.golem.de/news/datenschutz-arbeitnehmer-muessen-fingerabdruck-nicht-bereitstellen-2008-150467.html
https://uncut-news.ch/2020/08/26/arbeitnehmer-muessen-fingerabdruck-nicht-bereitstellen/

<Ein medizinisch-technischer Assistent wollte die Arbeitszeit nicht mit seinem Fingerabdruck bestätigen – das muss er auch nicht, wie ein Gericht entschieden hat.

Der Fingerabdruck bleibt persönlich.

Ein medizinisch-technischer Assistent muss seine Arbeitszeit in einer radiologischen Praxis nicht per Fingerabdruck-Scanner nachweisen. Dazu sei ein Arbeitnehmer nicht verpflichtet, teilte das…..




Studie am 14.11.2023: Dummer Chef vernichtet die Motivation der MitarbeiterInnen:
Studie belegt: Je inkompetenter der Chef, desto weniger Motivation

https://exxpress.at/studie-belegt-je-inkompetenter-der-chef-desto-weniger-motivation/




Australier müssen nach Feierabend nicht mehr erreichbar sein

https://www.nau.ch/news/ausland/australier-durfen-ausserhalb-der-arbeitszeiten-abschalten-66817971

Im digitalen Zeitalter schlägt die ständige Erreichbarkeit auf die Gesundheit. In Australien müssen Arbeitnehmer nun nach Feierabend nicht mehr erreichbar sein.

    Arbeitnehmende in Australien können sich weigern, auf Kontaktversuche zu reagieren.
    Das gilt sowohl für Telefone als auch für Mails.
    Das Gesetz soll der verhältnismässig schlechten Work-Life-Balance entgegenwirken.

Ein neues Gesetz räumt Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Recht ein, in ihrer Freizeit für ihre Vorgesetzten nicht erreichbar zu sein – und sich zu weigern, auf Kontaktversuche zu reagieren. Das sogenannte «Fair Work Legislation Amendment» war im Februar vom Parlament verabschiedet worden.
Beschäftigte in mittleren und grossen Unternehmen können nun ihre Mobiltelefone nach Feierabend ausschalten und müssen auch nicht mehr auf E-Mails reagieren. Für Angestellte in Firmen mit weniger als 15 Mitarbeitern treten die neuen Regeln erst in einem Jahr in Kraft.
Aber es gibt Ausnahmen – etwa wenn das Ignorieren der Kontaktversuche unangemessen ist, speziell im Falle eines arbeitsbedingten Notfalls, wie der Sender 9News berichtete.

«Eine Frage der psychischen Gesundheit»
«Wir möchten sicherstellen, dass Menschen, die nicht 24 Stunden am Tag bezahlt werden, auch nicht 24 Stunden am Tag arbeiten müssen.» Das sagte Premierminister Anthony Albanese in einem Interview mit dem australischen Rundfunksender ABC.
«Es ist auch eine Frage der psychischen Gesundheit. Denn es geht darum, dass die Menschen von ihrer Arbeit Abstand gewinnen. Und sich wieder ihrer Familie und ihrem Leben widmen können.»
Studien hätten zuvor ergeben, dass in Australien die Work-Life-Balance schlechter sei als in vielen anderen Ländern, schrieben Medien. In etwa 25 Ländern gebe es bereits ähnliche Gesetze, sagte John Hopkins von der Fakultät für Wirtschaft, Recht und Unternehmertum der Swinburne University.
Ad


ebenda

Australien am 26.8.2024: Arbeitnehmer mit Freiheit nach Feierabend:
Australien gibt den Arbeitnehmern das Recht, Anrufe und E-Mails ihrer Chefs nach Feierabend zu ignorieren
Australia gives workers right to ignore bosses’ after-hours calls, emails

https://www.aljazeera.com/economy/2024/8/26/australia-gives-workers-right-to-ignore-bosses-after-hours-calls-emails



Mossad-Antifa-nau
                                                          online Logo

Fehlende Toiletten am Arbeitsplatz: Ist das erlaubt?

https://www.nau.ch/lifestyle/gesellschaft/rechtsschutz-durfen-toiletten-am-arbeitsplatz-fehlen-66830390

Fototexte:
1. Arbeitgeber können für mangelnde Hygiene im Büro gerügt werden. - Depositphotos
2. Alina Murano von Emilia Rechtsschutz erklärt, ob Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden ein Toilette zur Verfügung stellen müssen.

Der Artikel:

Rechtsschutz: Dürfen Toiletten am Arbeitsplatz fehlen?
Toilettengänge während der Arbeit sind normal. Doch was ist, wenn es keine gibt? Anwältin Alina Murano von Emilia Rechtsschutz erklärt, ob das rechtens ist.

    Schweizer Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, Toiletten im Büro zur Verfügung zu stellen.
    Sie dürfen ihren Mitarbeitenden also nicht ausschliesslich öffentliche WCs bereitstellen.
    Halten Sie diese Vorschriften nicht ein, können Sanktionen und Bussgelder drohen.

Ein Nau.ch-Leser stellte uns die Frage, ob der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, Toiletten am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Er berichtet, dass es in seinem Betrieb keine sanitären Anlagen gibt und er stattdessen auf öffentliche, oftmals unhygienische Toiletten aufsuchen muss.
Doch ist das rechtlich zulässig? Wir haben bei unserer Rechtsexpertin von Emilia Rechtsschutz nachgefragt.
Gemäss dem Schweizer Arbeitsgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, für angemessene und hygienische Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Toiletten für die Mitarbeitenden. Fehlen diese, handelt es sich um eine klare Verletzung der gesetzlichen Pflichten des Arbeitgebers.

Hygiene am Arbeitsplatz ist Vorschrift
Die Gesetzgebung schreibt vor, dass für die Arbeitnehmer genügend Sanitärinstallationen bereitgestellt werden müssen, um die Grundbedürfnisse während der Arbeitszeit zu decken. Die Nutzung öffentlicher Toiletten, insbesondere wenn diese in einem schlechten Zustand sind, erfüllt diese Anforderung nicht.
Neben der Bereitstellung von Toiletten spielt auch die allgemeine Hygiene am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. Das Schweizer Arbeitsgesetz und die Verordnung zum Arbeitsgesetz legen klare Standards fest.
Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht gefährdet wird. Dies umfasst nicht nur saubere Toiletten, sondern auch regelmässige Reinigung und Wartung der gesamten sanitären Anlagen.

Verstösse haben Sanktionen und Bussgelder zur Folge
Das Gesetz verpflichtet den Arbeitgeber zudem, für genügend Belüftung, Beleuchtung und Platz zu sorgen, um eine gesunde Arbeitsumgebung sicherzustellen. Insbesondere in Branchen wie der Gastronomie oder im Gesundheitswesen, wo Hygiene von entscheidender Bedeutung ist, werden strenge Vorschriften und Kontrollen durch die zuständigen Behörden durchgeführt.
Verstösse gegen diese Vorschriften können für den Arbeitgeber schwerwiegende Folgen haben, darunter Sanktionen und Bussgelder. Arbeitnehmer haben in solchen Fällen das Recht, sich an Arbeitsinspektorate oder das kantonale Gesundheitsamt zu wenden, um Missstände zu melden.




Schweizer Firma am 8.10.2024: WC-Zeit ist keine Arbeitszeit: sagt die Uhrenfabrik Singer in Neuenburg:
Firma zwingt Mitarbeiter zum Ausstempeln bei WC-Pausen - Erst der Anfang?
https://www.blick.ch/wirtschaft/unternehmen-in-der-romandie-erst-der-anfang-firma-zwingt-mitarbeiter-zum-ausstempeln-bei-wc-pausen-id20207476.html

Robin Wegmüller und BliKI – der intelligente Helfer - Ein Gericht in Neuenburg hat erstmals entschieden, dass Angestellte bei WC-Pausen ausstempeln müssen. Diese Praxis des Uhrenherstellers Jean Singer et Cie sorgt für Aufregung. Weitere Unternehmen könnten diesem Beispiel folgen.

Einmal kurz auf die Toilette, durchatmen und wieder konzentriert an den Arbeitsplatz. Bisher gehörte das zur normalen Arbeitszeit. Angestellte beim Uhrenhersteller Jean Singer et Cie im Kanton Neuenburg müssen neu aber ausstempeln. Die Praxis des Uhrenherstellers kam erstmals nach einer Covid-19-Kontrolle vor drei Jahren ans Licht, wie eine Recherche von RTS zeigt. Das Kantonsgericht hat dem Unternehmen in diesem Unterfangen jetzt ein erstes Mal recht gegeben.

Das Neuenburger Gericht entschied, dass das Arbeitsgesetz den Begriff der Pause «nicht klar definiert» und daher Toilettenpausen als Pausenzeit angerechnet werden dürfen. Wie SRF berichtet, stellte das Gericht allerdings fest, dass die Stempelpflicht Frauen aufgrund ihrer Periode diskriminiert. Das Unternehmen ist nun aufgefordert, Massnahmen gegen diese Ungleichheit zu ergreifen.

Was sagt die Firma?
Der Uhrenhersteller sieht in der Pipipause eine simple Arbeitsunterbrechung. Pascal Moesch, Anwalt der Firma Jean Singer et Cie, erklärte gemäss dem Schweizer Radio und Fernsehen: «Ob es sich dabei um Toilettenpausen, Essenspausen, Ruhepausen, Telefonpausen oder um einen Spaziergang in der Natur handelt: Unabhängig vom Grund der Pause, muss sie gestempelt werden.»
Das Urteil stösst jedoch auf Kritik. Florence Nater, Regierungsrätin des Kantons Neuenburg, äusserte gegenüber RTS ihre Besorgnis: «Ich hoffe, dass dieses Urteil keine Nachahmer bei anderen Unternehmen findet, die versucht sein könnten, solche Praktiken anzuwenden.» Auch bei der Gewerkschaft Unia teilt man diese Sorge.

Selbst der Arbeitgeberverband ist stutzig
Derweil reagiert selbst der Arbeitgeberverband überrascht. Geschäftsleitungsmitglied Barbara Zimmermann-Gerster betonte: «Es ist nicht die Richtung, in die es gehen sollte.» Es handle sich aber um einen Einzelfall, die meisten Betriebe zählten WC-Pausen zur bezahlten Arbeitszeit.
In ihrer Recherche deckt RTS noch drei weitere Uhrenfirmen in La Chaux-de-Fonds auf, die ihre Mitarbeitenden bei WC-Pausen ausstempeln lassen. Die betroffenen Firmen Sellita, Universo und Rubattel und Weyermann wollten sich gegenüber SRF nicht äussern. Die Swatch Group – zu welcher letztere zwei gehören – erklärte jedoch, dass sie nichts von dieser Praxis wusste und diese beenden werde. Für Arbeitnehmer bleibt nur zu hoffen, dass sich die WC-Regelung nicht in der ganzen Schweiz ausbreitet.




Herzlose schweizer Firmen am 11.10.2024: Arbeitszeit beginnt erst mit startklarem PC oder nach dem Umziehen etc. - oder KEINE Arbeitszeiterfassung und haufenweise Gratis-Überstunden:
Nicht nur WC-Pause: Auch hier tricksen Chefs bei der Überzeit
https://www.nau.ch/news/schweiz/nicht-nur-wc-pause-auch-hier-tricksen-chefs-bei-der-uberzeit-66841434
Eine Uhrenfirma sorgt für Schlagzeilen, weil ihre Mitarbeiter für die WC-Pause ausstempeln müssen. Kein Einzelfall: Auch andere Tricks sind an der Tagesordnung.

    Ein Arbeitgeber im Kanton Neuenburg lässt seine Angestellen für WC-Pausen ausstempeln.
    Das Gericht gibt der Uhrenfirma recht.
    Auch in anderen Bereichen tricksen Arbeitgeber, was die Zeiterfassung betrifft.

Am Dienstag sorgte ein Entscheid des Neuenburger Kantonsgerichts für Aufregung: Arbeitgeber haben demnach das Recht, die Angestellten bei WC-Pausen ausstempeln zu lassen. Grund für die Verhandlung war die entsprechende gängige Praxis beim Uhrenhersteller Jean Singer et Cie in Boudry NE.

Bei den Gewerkschaften sorgt das Urteil für Ärger: «Solche Regelungen sind eine Gängelei der Arbeitnehmenden. Wir lehnen es klar ab, dass für WC-Pausen ausgestempelt werden muss», sagt Dominik Fitze, Sprecher der Mediengewerkschaft Syndicom zu Nau.ch.
WC-Ausstempeln eine «Absurdität»

Die Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungs-Gewerkschaft Syna spricht bezüglich des Urteils von einer «Absurdität. Wir sind aber zuversichtlich, was den gesunden Menschenverstand der Unternehmen angeht», sagt eine Sprecherin.

Schliesslich sorge eine solche Regelung für schlechte Stimmung bei den Mitarbeitenden, und damit sei dem Arbeitgeber auch nicht geholfen.
Bei WC-Pausen ausstempeln – kannst du das nachvollziehen?

Einen Schritt weiter geht die Gewerkschaft Unia: «Ein Gang zum WC ist keine Pause», erklärt ein Sprecher. «Wir gehen davon aus, dass die zuständige Neuenburger Behörde das unverständliche Urteil anfechten und weiterziehen wird.»

Vorerst aber gilt: Unternehmen dürften ihre Angestellten für den Gang aufs WC ausstempeln lassen. Und die Gewerkschaften listen noch weitere Maschen der Arbeitgeber auf, um die Arbeitszeit der Mitarbeiter zu ihren Gunsten anzupassen.
Mitarbeiter dürfen erst nach PC-Aufstarten einstempeln

«Ein Trick, der leider vielerorts üblich ist: Eingestempelt werden darf erst, wenn man bereit für die Arbeit ist. Eigentlich sollte die Arbeitszeit bereits beginnen, wenn man den Computer aufstartet oder die Arbeitskleidung in der Garderobe anzieht», sagt Fitze.

Eine andere Handhabe, die die Gewerkschaften kritisieren: Betriebe, die die Arbeitszeit nicht erfassen lassen. «Ohne Zeiterfassung arbeiten viele mehr als vereinbart und leisten also gratis Überstunden und Überzeit», erklärt Fitze.

Arbeitgeber kennen betreffend Arbeitszeit weitere Tricks als das Ausstempeln zur WC-Pause. (Symbolbild) – keystone

Grundsätzlich gilt, dass die Zeiterfassung eine gesetzliche Pflicht ist. Der Arbeitgeber trägt dabei die Verantwortung, dass die Arbeitszeit erfasst wird.

Wenn ein Betrieb die Stundenerfassung nicht verlange, empfehle Syndicom, das Gespräch mit den Vorgesetzten zu suchen. «Hilft das nicht, ist es eine gute Idee, die Arbeitszeit selbst zu erfassen, beispielsweise in einem Excelfile oder einem Notizheft.»
Betrieb musste Mitarbeiter 150 Überstunden nachzahlen

Auf diese Weise habe Syndicom kürzlich bei einem entsprechenden Fall helfen können. Die betroffene Person konnte zusammen mit der Gewerkschaft eine Nachzahlung von 150 Stunden Überzeit erwirken.

Als Beweis hat sich die betroffene Person ihre Arbeitszeiten mit einem Foto bei Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz belegen können.

Was zeigt: Ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist zwar die Ideallösung. Oft aber nur eine Wunschvorstellung.

Handfeste Belege und Beweise sind daher wichtig. Nicht nur bei den WC-Pausen.




Schweiz am 11.10.2024: Kriminelle Arbeitgeber mit Fake-Webseite waschen Geld und erpressen dann noch Geld:
Thurgauerin Beatrix L. (61) verliert mit Heimarbeit Tausende Dollar – und wird beinahe straffällig: «Die Verlockung, Geld zu verdienen, war zu gross»
https://www.blick.ch/schweiz/thurgauerin-beatrix-l-61-verliert-mit-heimarbeit-tausende-dollar-und-wurde-beinahe-straffaellig-die-verlockung-geld-zu-verdienen-war-zu-gross-id20215403.html

Daniel Macher - Redaktor News - Eine 61-jährige Thurgauerin wurde auf der Suche nach einem Job Opfer von Internetbetrügern. Statt Geld zu verdienen, musste sie zahlen. Beatrix L. (61) möchte andere nun vor den Abzockern warnen.
Die Internetportale heissen teilzeitarbeit-ch.online, jobsfuturelink.online, profi-mieten.online, pickedwellch.works oder skillascendnet.com und versprechen alle das schnelle Geld. Doch statt Geld gibt es dort vor allem eins: Betrug und Abzocke. Die Opfer der perfiden Masche sind meist Arbeitssuchende, Rentner oder Menschen in finanziellen Nöten – Menschen, bei denen das Geld ohnehin knapp ist.
Die Betrüger arbeiten immer gleich: Auf den professionell aussehenden Internetportalen werden Jobs angeboten, für die keine spezielle Qualifikation vonnöten ist. Jobs, die ein Wochenverdienst von über 2000 Franken versprechen und gemütlich von zu Hause aus erledigt werden können. Doch nach ein paar Tagen sollen die Opfer erst einmal Geld einzahlen, bevor sie Lohn bekommen. Dieses Geld ist dann für immer weg.

Die Angebote klingen verlockend
So erging es auch Beatrix L.* (61) aus dem Kanton Thurgau. Wie sie gegenüber Blick erzählt, versucht sie seit längerem, eine neue Arbeit zu finden. Aufgrund ihres Alters sei das aber nahezu unmöglich. «Inzwischen habe ich aufgehört, Bewerbungen zu verschicken. Es ist zu frustrierend», sagt sie. Entsprechend knapp ist das Geld bei der Thurgauerin.
Die Möglichkeit, von zu Hause aus Geld zu verdienen, war für L. deshalb sehr verlockend. Spontan meldete sie sich auf einem der Jobportale an. Ein riesiger Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Es lief doch alles so gut
Zunächst sei aber alles super gelaufen, erzählt sie. Über Whatsapp wurde sie von vermeintlichen Vorgesetzten kontaktiert und in ihren neuen Job eingeführt. Ihre Aufgabe war es, mit einfachen Mausklicks Produkte in ihrer Bewertung hochzuranken. Für jede Bewertung bekam sie Geld gutgeschrieben, das sie sich selbst auf ihr Konto auszahlen konnte. Doch plötzlich funktionierte das nicht mehr. Nun hiess es: Erst einmal Geld einzahlen, bevor es neues Guthaben gibt.
Das tat Beatrix L. auch. Immerhin lief es doch am Anfang ganz gut, und sie hatte ja auch Lohn für ihre Arbeit bekommen. Sie sagt: «Doch die Verlockung, weiter Geld zu verdienen, war zu gross.» Also machte sie weiter und zahlte ein.

2300 US-Dollar einfach weg
Hinzu kam, dass die Betrüger Druck machten. Die «Vorgesetzten» forderten L. über Whatsapp immer wieder auf, neues Geld einzubezahlen. Ihr bereits generiertes, aber auch ihr privates. Am Ende hatte die 61-Jährige insgesamt 2300 US-Dollar, knapp 2000 Franken, überwiesen – in Kryptowährung.
Es ist der Moment, in dem Beatrix L. stutzig wird. Die Sache mit der Kryptowährung kommt ihr komisch vor. Auch, dass keines der Portale ein Impressum hat, findet sie seltsam. «Ich halte mich selbst für einen intelligenten Menschen, und doch bin ich auf Betrüger hereingefallen», sagt sie heute. Ihre aussichtslose Lage und die finanzielle Situation hätten sie unvorsichtig gemacht.

Die Masche ist nicht unbekannt
Das einbezahlte Geld dürfte futsch sein, die Aussichten, es zurückzubekommen, sind schlecht. Auch die Polizei, bei der sie den Fall inzwischen zur Anzeige gebracht hat, wird daran vermutlich nichts ändern können. Obwohl die Betrugsmasche den Behörden nicht unbekannt ist.
Die Vorgehensweise der Fake-Jobportale erinnert den Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP), Fabian Ilg, stark an das Phänomen «Money Mule» – Geldesel. Die Betroffenen werden in diesem Fall aufgefordert, das generierte Geld in Kryptowährung umzuwandeln. So ist es den Kriminellen möglich, die Gelder, die fast immer aus deliktischen Handlungen wie Drogen- und Menschenhandel stammen, zu waschen. Auch Beatrix L. könnte Opfer dieser Masche geworden sein.

Betroffene können sich strafbar machen
Und genau darin liegt das Problem, denn obwohl die Betroffenen zwar nicht direkt in die kriminellen Handlungen involviert sind, machen sie sich trotzdem strafbar, weil sie Verbrecher dabei unterstützen, die illegale Herkunft des Geldes zu verschleiern. So heisst es in dem von der SKP veröffentlichen Infoschreiben.
Frau L. hofft jetzt nur noch, mit ihrer Geschichte andere vor den Betrügern warnen zu können. Sie selbst habe sich durch die Betrugsmasche in eine finanzielle Notlage gebracht, erzählt sie.
Anderen soll nicht dasselbe passieren, deshalb ist sie auch bereit, ihre Geschichte öffentlich zu machen. «Ich war leider erst hinterher schlauer, das muss anderen ja nicht auch so gehen», fügt sie hinzu.
*Name bekannt





4-Tage-Woche in Island am 26.10.2024:
Island stellt offiziell auf eine Vier-Tage-Woche um


https://de.news-front.su/2024/10/26/island-stellt-offiziell-auf-eine-vier-tage-woche-um/



Schweiz hat ein Problem am 2.12.2024: Gut bezahlte Arbeitsstellen mit kaum Arbeit:
In der Schweiz gibt es Tausende «Bullshit-Jobs»
https://www.nau.ch/news/schweiz/in-der-schweiz-gibt-es-tausende-bullshit-jobs-66869260

Fototexte:
Ein Finanzmitarbeiter schreibt, er mache in seinem hoch bezahlten Job eigentlich gar nichts. (Symbolbild) - keystone
«Also zum Beispiel Verwaltungen mit klassischen Bürotätigkeiten, mit monotonen Aufgaben und starren Strukturen.»
«Arbeitet ihr wirklich? Ich sitze eigentlich nur in Meetings rum und nicke», schreibt ein Mitarbeiter aus der Finanzbranche. (Symbolbild)
«Arbeitet ihr wirklich? Ich sitze eigentlich nur in Meetings rum und nicke», schreibt ein Mitarbeiter aus der Finanzbranche. (Symbolbild) - keystone
HR-Experte Alexander Beck sagt, dass unter anderem Admin-Mitarbeitenden öfter «Bullshit-Jobs» drohen.
HR-Experte Alexander Beck sagt, dass unter anderem Admin-Mitarbeitenden öfter «Bullshit-Jobs» drohen. - Alexander Beck
Eine Studie zeigt, dass besonders Menschen aus dem Finanzwesen und dem Vertrieb die eigene Arbeit für nutzlos halten. (Symbolbild)
Eine Studie zeigt, dass besonders Menschen aus dem Finanzwesen und dem Vertrieb die eigene Arbeit für nutzlos halten. (Symbolbild) - pexels
Büro
Auch Langeweile im Job kann krank machen. (Symbolbild) - pexels


Nicolas Eggen - Zürich, 02.12.2024 - 17:00 - Ein gut bezahlter Mitarbeiter sorgte kürzlich für Wirbel, weil er nichts zu tun hat und trotzdem gut verdient. Kein Einzelfall.

Das Wichtigste in Kürze

    Kürzlich hat ein Mitarbeiter für Wirbel gesorgt – weil er gut verdient und kaum arbeitet.
    Die Rede ist von einem sogenannten «Bullshit-Job».
    In der Schweiz gibt es «Tausende» davon, sagt ein Experte.

70'000 Euro, umgerechnet 65'000 Franken, verdient ein Deutscher in seinem Job in der Finanzbranche. Und sagt dazu: «Ich verstehe einfach nicht, warum.»
In Deutschland sind 70'000 Euro viel – der Durchschnittslohn liegt bei rund 52'000 Euro, also gut 48'000 Franken.
Der Mann sagt, er habe kaum etwas zu tun. Er beschreibt seine Arbeit als sinnlos und unproduktiv: «Ich sitze eigentlich nur in Meetings rum und nicke.»
Auf der Social-Media-Plattform Reddit fragte er: «Arbeitet ihr wirklich?»
Damit sorgte der Mitarbeiter kürzlich für Wirbel – und löste eine Diskussion über sogenannte «Bullshit-Jobs» aus. Gerade in der Bau- und Pflegebranche gab es Empörung.

Acht bis 15 Prozent der Jobs sind «Bullshit»
«Das spricht Bände», sagt der Aargauer HR-Experte Jörg Buckmann bei Nau.ch über die Schilderungen des Mannes. Er kann die Frustration der Bau- und Pflegebranche sehr gut nachvollziehen.
Und doch – was der Mann beschreibt, ist kein Einzelfall.
Hattest du schon einmal einen «Bullshit-Job» – also kaum etwas zu tun?
Auf die Frage, wie die Bullshit-Job-Situation hierzulande sei, sagt Buckmann nämlich: «Ich denke, es gibt Tausende Bullshit-Jobs in der Schweiz.»
Auch HR-Experte Alexander Beck kennt das Phänomen: «Es gibt eine gewisse Anzahl von Betroffenen und eine noch grössere Dunkelziffer. Studien sprechen von acht bis 15 Prozent der Arbeitstätigen in der Schweiz», erklärt Beck.
Sprich: Knapp jeder sechste Arbeitstätige versteht nicht, warum es seinen Job gibt – oder warum er dafür so viel verdient!

Bürojobs und Industrie besonders betroffen
Häufiger betroffen sind: Mitarbeitende in Admin-Jobs mit stark repetitiven Tätigkeiten, Angestellte in bürokratischen oder stark hierarchischen Umfeldern.
Auch Tätigkeiten im Dienstleistungssektor – zum Beispiel im Backoffice, ohne direkten Kundenkontakt – seien betroffen.
Die Industrie und Produktion ist laut Beck ebenfalls gefährdet. «Bullshit-Jobs» drohen «überall dort, wo wiederholende Abläufe ohne kreativen Input an der Tagesordnung sind».
Eine Studie der Universität Zürich zeigte 2023, dass vor allem Menschen aus Finanzwesen und Vertrieb ihren Job nutzlos fanden.

Hinter «Bullshit-Jobs» stecken oft «Bullshit-Prozesse»
Buckmann sieht es ähnlich und ergänzt: «Viele Bullshit-Jobs werden durch Bullshit-Prozesse ausgelöst.» Er spricht von «adipösen Prozessen», also das Gegenteil von schlanken Prozessen, die mühsam und sinnlos seien.
Leute in solchen Berufen haben oft das Gefühl, ihren Job brauche es eigentlich nicht.
Er sieht das Phänomen jedoch nicht als Branchenproblem, sondern: «Ich denke, es ist ein Grössenproblem», erklärt Buckmann.
Solche Bullshit-Prozesse seien eher in grösseren Unternehmen zu finden. Oder anders gesagt: «Kleinere Unternehmen können sich schlicht keine Bullshit-Jobs leisten.»

Auch Langeweile kann krank machen
Nichts zu tun, aber trotzdem einen saftigen Lohn – klingt eigentlich ganz entspannt.
Doch: Arbeitet eine Person über längere Zeit in einem Bullshit-Job, kann das auch zum sogenannten «Bore-out» führen. Das ist quasi das Gegenteil von Burn-out. Nicht der Stress, sondern die Langeweile im Job macht in diesem Fall also krank.
Beck sagt dazu: «Das Thema Bore-out wird in den Unternehmungen praktisch nicht thematisiert. Es ist ein Tabu.»
Denn: Die Betroffenen würden sich aus Scham oft nicht outen. Sie wollen sich nicht dem Vorwurf aussetzen, nicht initiativ genug zu sein und auf der «faulen Haut zu sitzen».
«Sie leiden still und im Verborgenen», sagt Beck.
Wird das Problem nicht angesprochen, führt das laut dem Experten zu Leistungseinschränkungen und psychischen, aber auch körperlichen Problemen.
«Ausfälle sind dann programmiert», so Beck. Unmotivierte Mitarbeitende seien auch weniger produktiv und verlassen die Organisation eher – aus Frustration.




Es wird behauptet in Schweden am 13.12.2024: Arbeitgeberin Matilda Djerf macht grosse Fehler:
Star-Influencerin entpuppt sich als Horror-Chefin: WC-Verbot und Mobbing
https://www.blick.ch/people-tv/international/wc-verbot-mobbing-und-panikattacken-star-influencerin-matilda-djerf-entpuppt-sich-als-horror-chefin-id20411898.html

Aurelia Schmidt - Redaktorin People - Die schwedische Influencerin Matilda Djerf gehört im Netz zu den beliebtesten Style-Ikonen. Allerdings bröckelt ihr Image: Ehemalige Angestellte ihrer Marke Djerf Avenue haben über die Arbeitskultur im Unternehmen ausgepackt. Die Vorwürfe haben es in sich.

Matilda Djerf (27) hat die sozialen Medien im Sturm erobert: Mit ihrem angesagten Skandi-Style und ihrer charakteristischen Frisur gilt die gebürtige Schwedin als absolute Ikone auf ihrem Gebiet. Kein Wunder konnte sie sich innert kürzester Zeit mit ihrem inklusiven Label Djerf Avenue ein Modeimperium aufbauen.

Kollaborationen hat die Überfliegerin unter anderem mit Supermodel Hailey Bieber (28). Ihren Karriere-Höhenflug hat auch das Magazin «Forbes» bemerkt und entsprechend gewürdigt, indem es sie als eine der 30 einflussreichsten Jungunternehmerinnnen Europas betitelt.

Doch das perfekte Image beginnt zu bröckeln: Ihre Mitarbeiter haben gegenüber der schwedischen Tageszeitung «Aftonbladet» über haarsträubende Arbeitsverhältnisse berichtet. Die Rede ist von übermässiger Kontrolle, Mobbing, Bodyshaming und einem WC-Verbot.

Elf ehemalige Angestellte haben in den schwedischen Medien über die Arbeitskultur unter Chefin Matilda Djerf ausgepackt. «Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so grosse Angst vor einer Person», beginnt eine anonyme Person zu erzählen. «Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die so kaputt waren», berichtet eine andere. Weiter offenbart sie: «Jeden Tag überlegt man sich: ‹Wie viele werden heute weinen? Werde ich heute weinen?›»

Eine der Ex-Mitarbeitenden schildert einen Vorfall, der ein klares Bild vom Arbeitsklima in der Firma zeichnet. Angeblich habe Chefin Matilda Djerf ein eigenes WC, das nur sie und «ihre Lieblinge» benutzen dürften. Für alle anderen sei der an der Tür klebende Zettel mit der Aufschrift «Please do not use» zu befolgen. Als das Post-it einmal abgefallen sei und eine «unberechtigte» Person die Toilette benutzt habe, «musste sie sie im Nachhinein putzen». Dazu sagt eine Quelle: «Wir sind für sie keine Mitmenschen.»

Die ehemaligen Mitarbeitenden sprechen weiter von Panikattacken, Angstzuständen und Schlafstörungen. «Ich hatte noch nie zuvor eine Panikattacke am Arbeitsplatz», so eine anonyme Person. «Das erste Mal, als es passierte, war, als sie mich öffentlich beschimpft und zusammengeschrien hatte. Danach sass ich nur noch da und zitterte.»

Das sagt die Chefin und Influencerin zu den Vorwürfen
Auf Anfrage der schwedischen Zeitung reagieren Matilda Djerf und ihr Unternehmen schriftlich auf die Vorwürfe. «Wenn sich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aufgrund meines Handelns misshandelt oder in seiner Rolle schlecht ausgestattet gefühlt hat, tut mir das aufrichtig leid, und ich entschuldige mich dafür.» Die Influencerin und Chefin wolle Verantwortung übernehmen und die Arbeitskultur bei Djerf Avenue überdenken, notfalls mit einem Coach zusammenarbeiten. Ein «sicheres und respektvolles Arbeitsumfeld» sei der Gründerin ein wichtiges Anliegen.

Pernilla Bonny, COO des Unternehmens, beteuerte auf Anfrage der Zeitung, dass die Kritik ernst genommen werde und Änderungen geplant seien. Allerdings soll ausgerechnet das WC-Verbot bestehen bleiben: «Dies ist eine Massnahme, die wir ergriffen haben, um sicherzustellen, dass Matilda gesund bleibt, da ihre Gesundheit entscheidend ist für Kampagnen, Shootings und andere Projekte, die für das Unternehmen wichtig sind.»




7 Themen, die gemäss Mossad-Antifa-BLICK am Arbeitsplatz unangebracht sind am 14.1.2025: 1. Beziehungsknatsch - 2. Mobbing - 3. Finanzen - 4. Gehalt - 5. Religion - 6. Unzufriedenheit im Job - 7. Politik:
Das will niemand hören: Diese Gesprächsthemen sollten am Arbeitsplatz vermieden werden
https://www.blick.ch/life/job/7-tabu-themen-am-arbeitsplatz-darueber-sollte-man-nicht-reden-id15938522.html

Vanessa Büchel - Wer am Montagmorgen lauthals mit seinen Partyeskapaden vom Wochenende prahlt, kommt im Büro nicht bei allen gut an. Über welche Themen ihr am Arbeitsplatz besser nicht reden solltet, erfahrt ihr hier.
Die Umgangsformen im Büro sind heute lockerer geworden. Es wird nicht immer nur über die Arbeit gesprochen, auch private Themen finden Platz in Alltagsgesprächen mit den Kollegen. So erzählt man den Bürogspänli beispielsweise von der Ausbeute des Shoppingbummels, der Krankheit des Sohnes oder gar der Flaute im Liebesleben. Schliesslich verbringt man mit den Arbeitskollegen viel Zeit tagtäglich, meist noch mehr als mit der eigenen Familie. Man wächst zusammen und will sein Leid miteinander teilen. Doch gehört auch wirklich jedes Thema ins Büro?

Nein! Das zeigt eine Umfrage, die das Online-Portal Statista in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. Für die Erhebung wurden 1035 Arbeitnehmende in Deutschland befragt. Welche Themen für diese am Arbeitsplatz tabu sind, lest folgend.

1: SEX UND BEZIEHUNGEN
Wer schmutzige Gedanken aussprechen möchte, der sollte das im Büro besser nicht tun. Denn das grösste Tabuthema von allen – darüber ist sich die Mehrheit einig – ist Sex und Erotik. Ganze 63 Prozent glauben, dass erotische Gespräche am Arbeitsplatz nichts verloren haben.

Liebe und Beziehungen werden dagegen von den Befragten eher toleriert: Nur 24 Prozent wollen nichts davon wissen.

2: LÄSTERN ÜBER KOLLEGEN
Für die einen gehört es zwischen Schreibtisch und Kaffeemaschine dazu, andere verabscheuen es, über ihre Gspänli zu tratschen. Egal zu welchem Lager ihr gehört, Lästereien sind fies und wollen laut der Befragung von etwa der Hälfte der Erwerbstätigen nicht gehört werden.

3: PERSÖNLICHE FINANZEN
Wer privat Probleme mit seinen Finanzen hat, der sollte das 48 Prozent zufolge nicht an den Arbeitsplatz tragen.


4: GEHALT
Auch wenn man nur darüber reden will, um zu wissen, dass man sich in einem angebrachten Bereich befindet: Gespräche über das Gehalt sehen 34 Prozent als Tabuthema für die Kaffeepause.

5: RELIGION
Zu sensiblen Themen gehört auch Religion. 26 Prozent wollen nicht im Job mit Glaubensfragen konfrontiert werden. Versucht daher besser gar nicht erst, Ihre Bürogspänli bekehren zu wollen.

6: UNZUFRIEDENHEIT IM JOB
Eigentlich würde man denken, dass Meckereien über den Job am Arbeitsplatz nichts verloren haben. Doch für 78 Prozent ist es in Ordnung, wenn man sich bei den Bürokollegen über die Arbeit beschwert.

Wenn man aber bald einen Jobwechsel plant oder gar schon gekündigt hat, sollte man das vielleicht besser doch nicht an die grosse Glocke hängen. Das könnte die allgemeine Stimmung im Team kippen.


7: POLITIK
Dass Politik allgemein nicht an den Arbeitsplatz gehört, ist eine Fehleinschätzung. Denn gerade einmal 16 Prozent finden dieses Thema unangebracht im Büro.




Arbeitgeber in Martigny (Schweiz) am 20.1.2025: Modell mit freien Arbeitszeiten und "autonomen Teams":
Hier bestimmen Mitarbeitende ihre Arbeitszeiten selbst: Stéphanie Emery Haenni macht es in der Fondation Domus möglich
https://www.blick.ch/life/gesundheit/stephanie-emery-haenni-macht-es-in-der-fondation-domus-moeglich-hier-bestimmen-mitarbeitende-ihre-arbeitszeiten-selbst-id20384375.html

Fototexte:
-- Personalleiterin Stéphanie Emery Haenni hat viele positive Rückmeldungen zur Einführung der flexiblen Arbeitszeiten erhalten.
-- Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden steht bei Fondation Domus im Zentrum der täglichen Prioritäten.

Der Artikel:
So kann modernes Personalmanagement aussehen: Die mit dem Label «Friendly Work Space» zertifizierte Fondation Domus in Martigny verbessert mit innovativen Ansätzen wie flexiblen Arbeitszeiten und autonomen Teams den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeitenden.
Was wäre, wenn es dein Job erlaubt, Berufs- und Privatleben perfekt miteinander zu verbinden – und gleichzeitig Teil eines sinnstiftenden Projekts zu sein? Für das Personal der Fondation Domus ist diese Vision Wirklichkeit geworden. Sie wählen ihre Arbeitszeit selbst.
Die auf psychosoziale Rehabilitation spezialisierte Walliser Institution bietet Erwachsenen mit schweren und chronischen psychischen Störungen eine individuelle Betreuung. Mit rund 150 Mitarbeitenden unterstützt sie rund 300 pflegebedürftige Menschen, indem sie deren Selbstständigkeit fördert und ihre Lebensqualität verbessert.
Für ihr Engagement für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz wurde die Stiftung 2023 mit dem Label «Friendly Work Space» von Gesundheitsförderung Schweiz zertifiziert. Mit dem Label werden Organisationen für ihr erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ausgezeichnet.
Die Zertifizierung durch Gesundheitsförderung Schweiz ist das Ergebnis einer methodischen und strukturierten Arbeit, die 2018 begonnen hat. «Das Label beweist, dass unsere Anstrengungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden mehr als nur Worte sind. Sie sind messbar und greifbar», betont Stéphanie Emery Haenni, Personalleiterin der Fondation Domus in Martigny VS.

Revolution in der Zeiterfassung
Ein Vorzeigeprojekt der Fondation Domus ist die Einführung flexibler und partizipativer Arbeitszeiten. Einmal im Jahr erstellen die Teams ihre Dienstpläne selbst – innerhalb eines klaren Rahmens und kollektiver Vorgaben. So werden Wochenenden gerecht verteilt, kritische Zeiten für Pflegebedürftige berücksichtigt und individuelle Bedürfnisse einbezogen.
Diese Flexibilität hat für die Mitarbeitenden alles verändert. «Wir bekommen viele positive Rückmeldungen. Eine junge Mutter konnte zum Beispiel ihre Arbeitszeiten anpassen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. So etwas zieht neue Talente an und bindet bestehende», sagt Stéphanie Emery Haenni.
Doch die Umstellung ging nicht von heute auf morgen. «Es hat zwei bis drei Jahre gedauert, bis das System vollständig angenommen wurde. Heute wird es als echter Vorteil angesehen», erklärt die Abteilungsleiterin Caroline Micheloud. Die Vorteile sind spürbar: eine bessere Organisation, weniger Spannungen bei den Dienstplänen und vor allem eine höhere Motivation innerhalb der Teams.
Manchmal haben innerhalb der Stiftung zwei Teams, die sich um die Bewohnenden kümmern, völlig unterschiedliche Vorstellungen von ihren Arbeitszeiten. Einige Teams bevorzugen feste Arbeitszeiten für das ganze Jahr, während andere flexiblere Arbeitszeiten bevorzugen, die sich mit den Jahreszeiten etwas ändern und so Raum für private Aktivitäten und Projekte lassen.

Das ist Friendly Work Space
Das Label «Friendly Work Space» setzt den Schweizer Qualitätsstandard für systematisch umgesetztes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestützt.
Zurzeit sind 109 Organisationen mit über 227'000 Mitarbeitenden in der Schweiz und Liechtenstein mit dem Label ausgezeichnet.
Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, die einen gesetzlichen Auftrag hat, stellt die Zertifizierung aus. Basis bilden sechs Qualitätskriterien, welche die Gesundheit der Mitarbeitenden fassbar und bewertbar machen und von unabhängigen, externen Assessierenden geprüft und bestätigt werden.
«Systematisches BGM lohnt sich für Firmen und Organisationen unter anderem aufgrund der präventiven Wirkung, der Massnahmen zur raschen Wiedereingliederung und den entsprechenden Kosteneinsparungen. BGM und das Label ‹Friendly Work Space› werden zudem immer wichtiger im Employer Branding», so Thomas Brändli, Projektleiter Kommunikation BGM.

Die Vorteile von Friendly Work Space
Partizipatives Management: Freiheit im Zentrum der Arbeit
In den letzten Jahren hat die Institution ihre traditionelle hierarchische Struktur zugunsten eines eher horizontalen Modells verändert. Jedes Team wird nun ermutigt, eigenständig Entscheidungen zu treffen, sei es über die interne Organisation oder über innovative Projekte. Diese Autonomie beruht auf zwei Grundprinzipien: dem Recht, Fehler zu machen, und der gemeinsamen Verantwortung.

«Unsere Mitarbeitenden sind nicht nur Ausführende. Sie sind Akteure ihrer Arbeit. Sie haben die Freiheit, Vorschläge einzubringen, zu experimentieren und auch Fehler zu machen», betont Caroline Micheloud. Um diesen Ansatz zu stärken, profitieren alle Mitarbeitenden von regelmässigen Gesprächen mit ihrer Führungskraft, die eher als Coach denn als Führungskraft agiert.

Wohlbefinden im Alltag
Der Ansatz von Domus beim betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beschränkt sich nicht auf punktuelle Projekte: Das Wohlbefinden des Personals steht im Zentrum der täglichen Prioritäten. Dies schlägt sich in konkreten Massnahmen nieder: gezielte ergonomische Arbeitsplätze, ein erweitertes Weiterbildungsangebot und ein Arbeitsumfeld, das auf den Schutz der psychischen und physischen Gesundheit ausgerichtet ist.

Kürzlich wurden die Arbeitsplätze eines Hauswirtschaftsteams analysiert, um die Bewegungsabläufe zu verbessern und die körperliche Belastung zu reduzieren. Diese Initiative hat direkt zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit beigetragen.

Gezielte Weiterbildungen wie Workshops zur Konfliktbewältigung oder Programme zur Persönlichkeitsentwicklung helfen den Mitarbeitenden, sich beruflich und menschlich weiterzuentwickeln.

Welche Projekte stehen an?
Der Erhalt des Labels «Friendly Work Space» ist für Domus ein wichtiger Schritt, aber sicher nicht das Ende. Dieser Prozess, der das Ergebnis einer mehrjährigen gemeinsamen Arbeit ist, hat es ermöglicht, die Grundlagen für ein nachhaltiges Management des Wohlbefindens am Arbeitsplatz zu schaffen. «Das Label ist die Krönung einer globalen Vision, die wir seit langem verfolgen. Es handelt sich nicht um eine isolierte Auszeichnung, sondern um eine Etappe in unserem ständigen Streben nach Verbesserung», erklärt Stéphanie Emery Haenni.

Anfang Herbst hat die Fondation Domus mit dem Umzug in grössere Räumlichkeiten einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit der Vergrösserung der Räumlichkeiten stiessen über 30 neue Mitarbeitende zum Team, was neue Energie, aber auch Herausforderungen in Bezug auf Integration und Harmonisierung der Praktiken mit sich brachte.

Mit diesem neuen Arbeitsumfeld, der Ankunft der neuen Kolleginnen und Kollegen sowie den jüngsten Anpassungen bei der partizipativen und interprofessionellen Führung der Teams hat sich vieles verändert. Auch die Neugestaltung der Arbeitszeiten sorgte dafür, dass der Rhythmus der letzten Jahre sowohl für die Direktion als auch für die Mitarbeitenden intensiv war.

Angesichts dieser zahlreichen Umwälzungen wurde beschlossen, eine Auszeit zu nehmen, um das Erreichte zu konsolidieren. «Wir wollen unsere laufenden Projekte stabilisieren, bevor wir neue in Angriff nehmen, um die Qualität unserer Betreuung aufrechtzuerhalten», betont Emery Haenni.

Diese strategische Pause soll es den Teams ermöglichen, sich voll und ganz auf die Veränderungen einzustellen und gleichzeitig ein ruhiges Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Kontinuität der Dienstleistungen gewährleistet. Eine bewusste Entscheidung, die den menschlichen Werten der Stiftung entspricht.




Am Arbeitsplatz nie "ich glaube" sagen am 30.3.2025:
Zwei Worte: Vermeide diese Phrase im Job – dann wirkst du selbstbewusster
https://www.20min.ch/story/zwei-worte-vermeide-diese-phrase-im-job-dann-wirkst-du-selbstbewusster-103313760

Fabian Pöschl - Zwei scheinbar harmlose und höfliche Worte können andere dazu verleiten, dich weniger ernst zu nehmen. Wende einen subtilen, aber simplen Tausch an.

Selbstbewusst im Job: Darum gehts

    Vermeide die Phrase «ich glaube», um selbstbewusster zu wirken.

    Eine Unternehmerin empfiehlt, stattdessen «ich empfehle» zu sagen.

    Diese Wortwahl verleiht deinen Aussagen mehr Gewicht und Autorität.

    Übung und bewusste Sprachwahl helfen, alte Muster zu durchbrechen.

Ob im Austausch mit Vorgesetzten, bei der Diskussion in der Schule oder während der Unterhaltung im Freundeskreis: Zwei Worte schleichen sich immer wieder ins Gespräch ein: «Ich glaube.»

Wenn du oft Sätze sagst wie «Ich glaube schon, dass ich bis Mittag mit der Aufgabe fertig bin» oder «Ich glaube, Antwort A ist richtig», dann solltest du etwas ändern, rät die preisgekrönte Bestsellerautorin und Unternehmerin Lorraine K. Lee. Sie gibt Kurse für Firmen wie Zoom, Linkedin und McKinsey.

In einem Artikel für CNBC schreibt Lee, die zwei Worte können zwar hier und da harmlos sein, aber wenn sie zu oft und im falschen Kontext fallen, können sie die Botschaft abschwächen und dich damit weniger selbstsicher erscheinen lassen.
Einfacher Wörtertausch

Das gilt auch für «ich denke» oder andere übliche verharmlosende Formulierungen wie «nur», «tut mir leid» und «vielleicht». Die Worte mögen zwar höflich erscheinen, können aber dazu führen, dass deine Ideen leichter abgetan werden, insbesondere bei der Arbeit.

Lee rät zum «subtilen, aber wirkungsvollen» Tausch. Sag nicht: «Ich glaube, wir sollten den Termin verschieben.» Besser ist: «Ich empfehle, den Termin zu verschieben.» Sie sagt: «Die erste Aussage wirkt zögerlich, während die zweite autoritativ und handlungsorientiert wirkt.»
Du willst selbstsicherer wirken? Dann versuche es mit den Worten «ich empfehle» statt «ich glaube».

Du willst selbstsicherer wirken? Dann versuche es mit den Worten «ich empfehle» statt «ich glaube».
IMAGO/Depositphotos

Auch wenn die Botschaft, die du vermitteln willst, dieselbe sei, bekämen die Worte mehr Gewicht, wenn sie das Gegenüber als Empfehlung und nicht als beiläufigen Gedanken interpretieren könnte. Damit wirkst du laut der Autorin selbstbewusster, entschlossener und wirst als jemand wahrgenommen, dessen Meinung zählt.
Du bist wirklich unsicher? Auch dafür gibt es einen Trick

Selbst in Momenten, in denen du das Gefühl hast, du bist dir wirklich nicht sicher und möchtest deshalb deine Botschaft absichtlich abschwächen: Bleib trotzdem bei «ich empfehle», rät Lee. Allerdings mit einer kleinen Abwandlung: Stell deiner Empfehlung einen Hinweis voran, worauf du dich stützt, wie zum Beispiel:

    «Basierend auf dem, was ich gesehen habe, empfehle ich ...»

    «Aus meiner Erfahrung empfehle ich ...»

Damit bleibe deine Aussage überzeugend, während du gleichzeitig eine gewisse Unsicherheit anerkennen und Raum für weitere Diskussionen lassen kannst.
Die Tipps der Expertin

Wenn sich das «ich denke»-Muster tief eingegraben hat, brauche es Übung. Lee gibt folgende Tipps:

    Achte darauf, wie oft du «ich denke» sagst und in welchem Zusammenhang! «Es wird dich vielleicht überraschen, wie oft am Tag du diesen Satz verwendest», so Lee.

    Bitte Freunde oder Kollegen darum, dich darauf hinzuweisen, wenn sie die Phrase hören!

    Mach eine Pause, bevor du sprichst! Langsamer zu sprechen und Pausen einzufügen sei bereits hilfreich, um autoritärer und selbstbewusster aufzutreten. Doch mit der Strategie kannst du dich auch selbst ertappen und hast genug Zeit, um eine andere Formulierung zu verwenden.

    Beobachte, was du schreibst! «Ich denke» schleiche sich oft auch in die schriftliche Kommunikation ein, insbesondere bei schnellen Nachrichten. Überprüfe einen Text, bevor du ihn abschickst, und sei dir sicher, dass du dich kurz fasst und aussagekräftige Formulierungen wie «ich empfehle» verwendest.



Home-Office-Tricks am 29.5.2025:
Schweizer tricksen für Homeoffice – «Kannst nicht vermeiden»
https://www.nau.ch/news/schweiz/schweizer-tricksen-fur-homeoffice-kannst-nicht-vermeiden-66997186

Fototexte:
Viele Schweizerinnen und Schweizer arbeiten öfter aus dem Homeoffice als offiziell erlaubt.
Knapp die Hälfte legt Termine extra auf Büro-Tage, um zu Hause bleiben zu können.
Von zu Hause aus zu arbeiten bietet Flexibilität.
Viele gehen aber auch gerne ins Büro – zum Beispiel, um Beziehungen zu pflegen.

Der Artikel:

Nico Leuthold, Simon Ulrich - Bern - Eine Umfrage zeigt: Viele Arbeitnehmende sind frustriert über zu starre Vorgaben beim Homeoffice – und tricksen, um mehr daheim zu bleiben.

Das Wichtigste in Kürze

    In der Schweiz nutzen viele mehr Homeoffice als offiziell erlaubt.
    60 Prozent sind mit den Homeoffice-Regeln unzufrieden; viele legen Termine auf Bürotage.
    Nau.ch hat sich in Zürich umgehört, wie die Menschen zu diesem Thema stehen.

Offiziell streng, inoffiziell flexibel – so sieht laut einer aktuellen Umfrage der Jobplattform Indeed die Homeoffice-Realität vieler Schweizer Arbeitnehmenden aus.
Fast ein Drittel (30,4 Prozent) erhält mehr Heimarbeitstage als erlaubt, wenn die Leistung stimmt. «Dieses sogenannte Hushed Hybrid ist längst gelebte Realität, auch in der Schweiz», erklärt Stefanie Bickert von Indeed.

Arzt-Termine extra während Büro-Tagen
Die Diskrepanz zwischen Regel und Praxis sorgt für Spannungen: Rund 60 Prozent der Befragten sind mit der Homeoffice-Regelung unzufrieden.
Fast die Hälfte (49 Prozent) legt Arzt- oder Handwerkertermine gezielt auf Büro-Tage, um daheim bleiben zu können.
Gleichzeitig wählen 72 Prozent freiwillig mehr Präsenz, wenn sie etwa Beziehungen pflegen oder informellere Infos erhalten möchten.
Unternehmen mit strengen Vorgaben könnten so Vertrauen und Talente verlieren, warnt Bickert: Wer das Thema Remote Work nur restriktiv behandle, riskiere Frust und eine «wachsende Kluft zwischen offizieller Richtlinie und gelebter Praxis».
Die Umfrage unter 500 Schweizer Berufstätigen zeigt: Flexible Homeoffice-Modelle sind nicht nur gefragt – sie werden bereits heimlich gelebt.

«Kann man nicht vermeiden»
Das zeigt auch eine Strassenumfrage von Nau.ch in Zürich. Die 28-jährige Joana verweist auf den Waschplan bei ihr im Gebäude.
«Da ist es natürlich einfacher, wenn man zu Hause schnell die Wäsche wechseln kann. Das ist vielleicht doch auch schon mal auf Arbeitszeit gegangen», verrät sie.
Aber hat sie dem Arbeitgeber aus solchen Gründen auch schon mal gesagt, sie müsse im Homeoffice bleiben? «Vielleicht ...», antwortet sie vielsagend.
Kai (43) hat so etwas selbst noch nie gemacht – in seiner Firma wird sowieso 100 Prozent remote gearbeitet. Gehört hat er jedoch schon davon, dass Leute häufiger als offiziell erlaubt im Homeoffice arbeiten. «Das wirst du aber auch nicht vermeiden können», meint er.
Auch die 27-jährige Tatjana hat selbst noch nie für mehr Homeoffice getrickst. Sie glaubt: «Die Mitarbeiter, die das machen, arbeiten im Büro auch nicht richtig.»

«Gesunde Mischung» gefragt
Sie sieht jedoch auch die Vorteile von Homeoffice. «Ich finde, wenn man im Homeoffice gut arbeiten kann, kommt man zu mehr.» Für sie kommt es auf eine «gute Mischung» an.
Auch Joana spricht sich für eine «gesunde Mischung» aus. «Ich finde es mega schön, auch im Büro sein zu können – nur schon, um die Gspänli zu sehen. Zum Teil ist es einfacher zu arbeiten, wenn man nebeneinander sitzt.»
Ein Vorteil von Homeoffice sei aber, dass man sich das Pendeln ins Büro spare.
Für Brian (40) schafft der Mix zwischen Homeoffice und Arbeit vor Ort Flexibilität. Somit könnten Angestellte gewisse Termine zu Hause wahrnehmen, und danach in Ruhe weiterarbeiten.
Er sei als Arbeitgeber auch flexibel, wenn Mitarbeiter in einer Woche mal mehr Homeoffice-Tage wollen.
Zum Thema Homeoffice-Trickser sagt er: «Ich glaube, da braucht es ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Es ist immer ein Geben und ein Nehmen.»



Schweiz am 2.10.2025: Pausen zwischen Arbeitsschichten: mindestens täglich 11 Stunden am Stück:
Wie viel Freizeit muss zwischen Arbeitsschichten liegen?
https://www.nau.ch/lifestyle/gesellschaft/wie-viel-freizeit-muss-zwischen-arbeitsschichten-liegen-66823598

Fototexte:
Pausen: Ruhezeit und Arbeitsweg gehören zu den Regelungen. - Depositphotos
Wochenende: Vor allem junge Menschen arbeiten am Wochenende. - Depositphotos
Pausen und Freizeit sind wichtig. - Depositphotos

Der Artikel:

Marcel Winter - Bern - Arbeitsrechtlich muss auf ausreichende Freizeit zwischen den Arbeitsschichten geachtet werden. Diese sind im Arbeitsgesetz festgehalten.

Das Wichtigste in Kürze

    Für reguläre Vollzeitarbeit gilt eine Mindestpause von 11 Stunden.
    Am Wochenende ist eine zusammenhängende Ruhezeit von 35 Stunden Pflicht.

Es ist nichts Neues, dass der Mensch keine Maschine ist. Körper, Geist und Seele brauchen Ruhe, um sich von der Arbeit zu erholen. Dazu gehören längeres Schlafen und entspannte Stunden auf der Couch, aber auch zahlreiche Freizeitaktivitäten.
Viele Menschen treiben Sport, andere suchen geistige Nahrung in kulturellen Einrichtungen und wieder andere wollen nur Spass haben. Sie feiern auf Partys und tanzen in Clubs. Damit all dies möglich ist, wurden Ruhepausen im schweizerischen Arbeitsgesetz fest verankert.
Die tägliche Ruhezeit muss bei mindestens elf aufeinanderfolgenden Stunden liegen. Dies bedeutet bei einem Arbeitsbeginn um acht Uhr, dass Überstunden am vorausgehenden Abend um spätestens 21 Uhr beendet sein müssen.
Der Arbeitsweg gehört nicht zur Ruhezeit. Hat der Arbeitnehmende einen Heimweg von 30 Minuten, muss er also das Büro um 20.30 Uhr verlassen.

Freizeit
Für Berufstätige mit einer normalen fünftägigen Arbeitswoche gilt ausserdem eine Ruhezeit von 35 Stunden am Wochenende. Dies umfasst meist 11 Stunden am Samstag und 24 Stunden am Sonntag. Die Kernruhezeit von Samstag 23 Uhr bis Sonntag 23 Uhr ist dabei unbedingt einzuhalten.
Bei einer Arbeitswoche von mehr als fünf Tagen muss wöchentlich ein freier Halbtag vor oder nach der Ruhezeit gewährt werden. Damit verlängert sich diese Ruhephase auf 19 Stunden. Insgesamt sind je nach Branche 45 Stunden (Bürotätigkeiten) oder 50 Stunden (manuelle Tätigkeit) Wochenarbeitszeit erlaubt.

Keine Arbeit am Sonntag – oder?
Sonntagsarbeit ist in der Schweiz nach Artikel 18 ArG eigentlich verboten. Weil aber der folgende Artikel 19 ArG viele Ausnahmen erlaubt, arbeiten doch viele Menschen an diesem Tag.
Laut offizieller Bundesamt für Statistik betrifft dies auf 15,8 Prozent der erwerbstätigen Personen zu. Dazu arbeiten viele Rentner (20,7 Prozent) und junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren (21,1 Prozent) an Sonntagen. Dabei handelt es sich meist um Aushilfsjobs und Zuverdienste.
In Ausnahmefällen können sich Arbeitgebende Sonntagsarbeit bewilligen lassen. Vorübergehende Bewilligungen erteilt der Kanton, dauerhafte Bewilligungen der Bund. Vorübergehende Sonntagsarbeit muss mit einem Lohnzuschlag von 50 Prozent vergütet werden.

Freizeit: Pausen während der Arbeitszeit
Ein weiteres Element sind die täglichen Pausen während der Arbeitszeit. Bei einer Arbeitszeit zwischen 5,5 und 7,0 Stunden beträgt die Pause mindestens eine Viertelstunde. Bei einer Arbeitszeit zwischen 7,0 und 9,0 Stunden eine halbe Stunde. Ab darüber ist eine ganze Stunde zu gewähren.
Die Pausen gelten als beliebig nutzbare Freizeit. Die meisten Menschen verbringen die Freizeit zum Essen am Arbeitsplatz. Es ist jedoch ausdrücklich erlaubt, den Arbeitsplatz zu verlassen. So ist es möglich auswärts zu essen, einen Spaziergang zu unternehmen oder eine Besorgung zu erledigen.

Die Schweiz arbeitet überdurchschnittlich viel
Vollzeitarbeitende in der Schweiz arbeiten im Schnitt 41,7 Stunden pro Woche. Damit liegen die Schweizer europaweit fast vorne. Härter arbeiten nur die Griechen mit 42,8 Stunden pro Woche. In den Nachbarländern wird dagegen laut Eurostat weniger gearbeitet: Die Italiener bringen es auf 40,6 Stunden, die Deutschen auf 40,5 Stunde und die Franzosen auf 39,9 Stunden.





Berufsunfälle Schweiz am 8.10.2025: 1. Forstarbeiter/in -- 2. Fitnesstrainer/in -- 3. Baufacharbeiter/in -- 4. Konstrukteur/in -- 5. Schreiner/in -- 6. Berufsberater/in - 7.  Tiefbauzeichner/in -- 8. Landwirt/in & Jäger/in -- 9. Recyclist/in -- 10. Strassenunterhalt & Landschaftsgärtner/in:
Statistik der Suva zeigt: Das sind gefährlichsten Berufe der Schweiz
https://www.nau.ch/news/schweiz/statistik-der-suva-zeigt-das-sind-gefahrlichsten-berufe-der-schweiz-67052352

Man fragt sich, wieso Berufsberater und TiefbauzeichnerInnen viele Berufsunfälle erleiden? Haben sie sich mit dem Bleistift gestochen, der zu spitz gespitzt war?

Der Artikel:

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Luzern,

Die Unfallversicherung Suva zählt über 280'000 Berufsunfälle – quer durch alle Branchen. Am meisten Risiken birgt die Forstarbeit.

  • Forstarbeit ist laut einer neuen Unfall-Statistik der gefährlichste Beruf der Schweiz.
  • Über 20  Prozent der Forstleute erleiden jährlich einen Arbeitsunfall.
  • 2023 registrierte die Suva 286'000 Berufs- und 607'000 Freizeitunfälle.

Forstarbeit gilt als gefährlichster Beruf der Schweiz: 2023 war laut der Unfallversicherung Suva mehr als jede fünfte Person in diesem Beruf von einem Arbeitsunfall betroffen. Die häufigsten Ursachen sind Kettensägen, herabfallende Äste und unwegsames Gelände.

Im Walliser Ort Saint-Maurice betreut die Forstbetriebsgemeinschaft Cime de l'Est rund 2000 Hektar Wald. Ein verletzter Forstwart kostet das Unternehmen täglich bis zu 500 Franken.

Teamleiter Julien Croset hält gegenüber RTS fest: «Es gibt keinen Forstwart, der nach zehn Jahren im Wald – oder sogar noch weniger – keinen Unfall erlitten hat.»

Das Unternehmen beschäftigt neun Mitarbeitende, darunter einen Sicherheitsverantwortlichen. Dieser überprüft regelmässig die Arbeitsplätze.

Croset setzt neben Kontrolle auch auf Eigenverantwortung: «Im Wald arbeiten wir immer mindestens zu zweit, denn wenn wir allein verunfallen, können wir nichts machen.»

Suva meldet 286'000 Berufsunfälle im Jahr 2023

Laut aktuellen EU-Zahlen sterben europaweit täglich zwölf Menschen bei der Arbeit. In der Schweiz verpflichtet das Arbeitsgesetz die Arbeitgeber, für Sicherheit zu sorgen.

Die Suva ist mit Abstand die grösste Unfallversicherung im Land. 2023 wurden 286'000 Berufsunfälle registriert – dazu kamen 607'000 Nichtberufsunfälle von Arbeitnehmenden.

Die Gesamtkosten betrugen 6,9 Milliarden Franken. Zur Prävention führen Suva, Kantone und weitere Stellen regelmässige Kontrollen durch.

Die zehn riskantesten Berufe der Schweiz

  1. Forstarbeiter/in

  2. Fitnesstrainer/in

  3. Baufacharbeiter/in

  4. Konstrukteur/in

  5. Schreiner/in

  6. Berufsberater/in

  7. Tiefbauzeichner/in

  8. Landwirt/in & Jäger/in

  9. Recyclist/in

  10. Strassenunterhalt & Landschaftsgärtner/in

Quelle: Suva

Manche Kantone verschärfen zusätzlich die Vorschriften: Im Wallis wurde etwa ein Alarmarmband gegen Hitzeschläge getestet.

Auch ausserhalb der Forstwirtschaft wird in Sicherheit investiert. Die Wäscherei-Firma Blanchisserie du Léman in Satigny (Genf) widmet rund ein Prozent ihres Umsatzes der Arbeitssicherheit.

Präventions-Kampagne will gezielt Junge abholen

Geschäftsführer Philippe Labhard sagte gegenüber RTS: «Wir haben zusammen mit einer Spezialistin für Arbeitsergonomie ein spezifisches Programm für unsere Mitarbeitenden entwickelt.»

In dem Unternehmen arbeiten über 100 Personen an einem Standort, Produktionsleiter Daniel Joseph kontrolliert zweimal täglich.

Die Interkantonale Präventionsstelle UVG setzt mit der Kampagne «safe at work» auf Sensibilisierung. Über Social Media, Festivals oder Videospiele sollen insbesondere junge Berufseinsteiger erreicht werden.





Arbeitgeber am 28.10.2025: Gute Leute in der Firma halten:
Expertin verrät ihre Kniffe Wie hält man die guten Fachkräfte im Job?
https://www.blick.ch/wirtschaft/expertin-verraet-ihre-kniffe-wie-haelt-man-die-guten-fachkraefte-im-job-id21341985.html

Wenn talentierte Mitarbeitende abwandern, nehmen sie ihr Wissen mit. Jemand Neues zu finden und einzuarbeiten, ist teuer und zeitaufwendig. Wie aber können Firmen ihre Perlen bei Laune halten? Eine Personal-Expertin gibt Tipps.

Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Randstad

Neuorientierung, Wohnortswechsel, Familiensituation, Ruhestand: Dass es in Unternehmen beim Personal zu Fluktuationen kommt, ist normal. Einen gleichwertigen Ersatz für qualifizierte Angestellte zu finden, ist jedoch nicht immer leicht. Gerade in Zeiten eines Fachkräftemangels. Kommt dazu: Angestellte zu ersetzen, ist kostspielig. Das US-Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup etwa schätzt, dass es die Hälfte bis das Doppelte des Jahresgehalts der abgewanderten Arbeitskraft kosten kann, bis eine zufriedenstellende Nachfolge für sie gefunden wurde. Kommt es also im grossen Stil zu Fluktuationen, etwa wegen Unzufriedenheit, kann sich das negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken.

Massnahmen für eine gute Mitarbeitenden-Bindung lohnen sich also. Umso mehr, als Angestellte heute eher bereit sind, zu kündigen, wie der Workmonitor 2025 von Randstad, einem der weltweit grössten Personaldienstleister, zeigt. Am ehesten abwanderungsbereit sind dabei die Millennials, also die Jahrgänge zwischen 1981 und 1996. Über alle Altersgruppen gesehen würden 54 Prozent der Arbeitnehmenden in der Schweiz die Kündigung einreichen, wenn ihr Job sie davon abhält, die gewünschte Work-Life-Balance zu erreichen. 2024 waren es 50 Prozent. Fehlt ihnen das Gefühl von Zugehörigkeit im Job, würden 50 Prozent die Segel streichen. Im Vorjahr waren es noch 24 Prozent.

Das zeigt: Die Möglichkeit für eine gute Work-Life-Balance und eine feste Einbettung in ein Team sind zwei Faktoren, die Mitarbeitende an eine Firma binden können. Was sollten Unternehmen sonst noch beherzigen, damit ihr Personal ihnen treu bleibt? Anita Reller, Operational Talent Solutions Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Randstad, gibt Auskunft.


1

Nicht nur reden, sondern auch handeln

Will man seine Arbeitskräfte im Betrieb halten, müssen Worte von Taten begleitet sein. «Das ist etwas vom Wichtigsten», betont Anita Reller. «Es reicht nicht, über Massnahmen zur Mitarbeitenden-Bindung zu reden, zu schreiben oder auf Social Media Beiträge zu teilen: Es geht darum, auch wirklich Massnahmen umzusetzen. Nur so erreicht man die Herzen der Mitarbeitenden.» Oder anders gesagt: In seine Richtlinien zu schreiben, dass man die Vier-Tage-Woche eingeführt hat oder zweimal pro Woche Home-Office für eine gute Work-Life-Balance bietet, ist nicht genug. «Es muss im Betrieb auch gelebt werden.»

2

Weiterbildungen anbieten und Mitarbeitende weiterentwickeln

64 Prozent der im Workmonitor 2025 Befragten erachten Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten als wichtig. Für viele sind sie sogar unverhandelbar und beeinflussen entscheidend, ob eine Stelle angenommen wird oder nicht. Besonders gefragt ist Weiterbildung in den Bereichen KI (34 Prozent), IT- und Technologiekenntnisse (27 Prozent) sowie Management- und Leadership-Fähigkeiten (21 Prozent). Schulungen alleine reichen jedoch nicht aus. «Es ist genauso wichtig, dass man die Leute weiterentwickelt – seitlich auf der gleichen Stufe oder aufwärts, also hin zu einer höheren Stufe», sagt Anita Reller. Gute Instrumente seien dafür zum Beispiel Talentpools oder die Möglichkeit, an speziellen Projekten mitzuarbeiten. «Aber man muss die Mitarbeitenden begleiten. Die wichtigste Person ist dabei der oder die direkte Vorgesetzte.»


3

Managen auf Augenhöhe

Matchentscheidend ist für Anita Reller das Management eines Unternehmens. «Das Schlimmste, was es für die Mitarbeitenden-Bindung gibt, ist, wenn Managerinnen und Manager in ihren Türmen sitzen und von oben Entscheidungen über die Angestellten fällen, die diese nicht nachvollziehen können. Die Distanz zwischen Turm und Boden ist einfach zu gross.» Sie plädiert daher dafür, dass Führungskräfte möglichst oft selber «ins Feld gehen» und Nähe zu den Mitarbeitenden pflegen. Und dass die Dinge, falls nötig, nicht «von oben» gerichtet werden, sondern aus der Nähe heraus.

4

Deeptalk statt Smalltalk

Vorgesetzte sollten sich mit den ihnen direkt unterstellten Personen regelmässig austauschen. Und dabei nicht nur über das Daily Business und Key Performance Indicators, sprich KPIs reden, sondern auch darüber, wie Mitarbeitende Letztere erreichen, wie sie sich dabei fühlen und wie man selber die Leute unterstützen kann. «Das ist zwar sehr zeitaufwendig. Aber wenn man wirklich will, dass die Leute bleiben, braucht es das», sagt Anita Reller. Und betont: «Die Zeit ist gut investiert, wenn man sieht, wie viel mehr es kostet, wenn man jemanden ersetzen muss.»

5

Ehrlich und klar kommunizieren

Top down zu führen, ist manchmal nötig, gerade wenn man Entscheidungen treffen muss, die nicht alle freuen. «Für die Mitarbeitenden-Bindung ist dieser Führungsstil aber nicht hilfreich», betont Anita Reller. Diesbezüglich lohne es sich, einen kollaborativen Führungsstil zu pflegen. «So nimmt man die Leute mit auf den Weg.» Entscheidend sei dafür eine ehrliche und klare Kommunikation. «Das schafft Stabilität und hilft, die Fachkräfte zu halten.» Für eine klare Kommunikation müsse aber eigentlich schon vorher bekannt sein, wohin man wolle. «Doch viele Firmen wissen in dieser Zeit der digitalen Transformation noch nicht, wo die Reise hingeht.» Hier gilt: Kommunizieren, dass man noch nicht klar sein kann. «Das ist ein Punkt, an dem viele noch scheitern, wodurch Mitarbeitende dann abwandern.»

6

Prüfen, was für die eigene Firma am meisten Sinn macht

Eine Lösung für alle? Gibts laut Anita Reller in Sachen Mitarbeitenden-Bindung nicht. «Man muss immer schauen, was für die Firma, für einen selbst und für das Team unter den gegebenen Umständen am besten ist.» Es gebe durchaus Unternehmen, bei denen der Lohn und allfällige Boni einen entscheidenden Einfluss hätten. Doch der Workmonitor 2025 zeigt: Geld liegt als Motivator gegenüber früheren Zeiten mit 78 Prozent nur noch auf Platz drei. Platz zwei belegt die Work-Life-Balance (79 Prozent), die sich etwa auch mit zusätzlichen freien Tagen stärken lässt. Auf Platz eins findet man die Jobsicherheit (81 Prozent). Ebenfalls sehr wichtig ist, dass sich die Angestellten eingebettet fühlen.


7

Gut mit Kündigungen umgehen

Nicht nur ein gutes Onboarding in eine neue Stelle ist wichtig, damit sich Angestellte am Arbeitsplatz wohlfühlen: Auch wie sie verabschiedet werden, hat einen Effekt. «Manchmal muss man jemanden ziehen lassen, damit die Person den nächsten Karriereschritt bei einer anderen Firma machen kann. Oder weil man nicht mehr zusammenpasst», so Reller. Eines sollte man dabei nicht vergessen: «Die restliche Belegschaft sieht, wie man jemanden hinausbegleitet. Gestaltet man diesen Schritt wohlwollend, zum Beispiel, indem man die abgehende Person mit Referenzen oder bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt, bindet das diejenigen, die bleiben.» 

8

Sich von anderen Firmen inspirieren lassen

Zu studieren, wie andere Unternehmen bezüglich Mitarbeitenden-Bindung vorgehen, kann gemäss Anita Reller spannend sein und einen auf neue Ideen bringen. Nicht zu vergessen sei allerdings: Mitarbeitende seien in sich Expertinnen und Experten in diesem Bereich. «Alle bleiben aus gewissen Gründen, alle gehen aus gewissen Gründen. Man braucht deshalb nur mit den Leuten zu reden und ihnen zuzuhören und weiss dann mehr.» Mit Vorteil führt man das Gespräch nicht erst bei einem Austritt, sondern unterhält sich von Anfang an regelmässig mit den Mitarbeitenden.

9

Sich beraten lassen, wenn man ansteht

Ist man unsicher oder will es mit der Bindung der Mitarbeitenden nicht richtig klappen, lohnt sich unter Umständen eine professionelle Beratung. Randstad kann beispielsweise weiterhelfen, wenn es um die Zusammenstellung eines optimalen Vergütungspakets geht. Oder mit Analysen und Studien zu Massnahmen, die die Arbeitgebermarke stärken. «Wir haben Experten, die sehr gut mit Firmen ausarbeiten können, wo es Potenzial gibt», so Anita Reller. «Zudem bietet neben unserem Workmonitor, der seit 22 Jahren jährlich erscheint, auch unser Newsletter wertvolle Einsichten für Führungspersonen.» Und sollte eine qualifizierte Arbeitskraft trotz aller Bemühungen abwandern, hilft Randstad bei Bedarf dabei, die Stelle neu zu besetzen.




4R am 3.11.2025: Regelmässig über 30 Minuten auf dem Klo verbracht - Kündigung:
Angestellter erhält Kündigung – wegen zu langer WC-Pausen
https://www.blick.ch/wirtschaft/ist-das-rechtens-angestellter-erhaelt-kuendigung-wegen-zu-langer-wc-pausen-id21387897.html

Nathalie Benn - Redaktorin Wirtschaft - Dieses Kündigungsschreiben sorgt für grosse Debatten im Netz: Ein Mitarbeiter soll in Deutschland fristlos entlassen worden sein, weil er zu lange auf dem WC sass. Wäre das auch in der Schweiz möglich? Ein Arbeitsrechtler ordnet ein.

Während der Arbeit ab und zu das stille Örtchen aufzusuchen, ist das Normalste der Welt: kurz aufs WC, durchatmen und dann konzentriert weiterarbeiten. Doch wer zu oft und zu lange wegbleibt, sollte aufpassen. Denn genau das ist offenbar einem Angestellten in Deutschland zum Verhängnis geworden. Er erhielt eine fristlose Kündigung – wegen zu langer WC-Pausen.

Das Kündigungsschreiben kursiert zurzeit in den sozialen Medien. Darin heisst es: «Trotz vorheriger Hinweise kam es wiederholt zu unangemessen langen Toilettenaufenthalten während der Arbeitszeit.» So habe besagter Angestellter an drei Tagen im September jeweils 42, 46 und 48 Minuten auf dem WC verbracht.

Auf Social Media schlägt das Schreiben hohe Wellen – und spaltet die Gemüter. «Da schleppt man sich mit Durchfall zur Arbeit und wird dann entlassen, weil man zu viel Zeit auf dem Klo verbracht hat», empört sich ein User unter einem entsprechenden Post auf der Plattform Reddit. Andere schlagen vor, den Arbeitgeber zu verklagen. Jemand spekuliert: «Wenns als Arbeitszeitbetrug gewertet wird, könnte es schon rechtmässig sein.»

Wie lange darf ich während der Arbeit aufs WC?
Manche hegen den Verdacht, dass es sich bei dem Schreiben um einen dummen Scherz und nicht um eine echte Kündigung handelt. Tatsächlich lässt sich nicht unabhängig überprüfen, um welche Person oder welchen Betrieb es sich genau handelt.

Klar ist aber: Das Schreiben – egal, ob echt oder fake – entfacht die Debatte um Arbeits- und Pausenzeit neu – auch in der Schweiz. Denn hierzulande sorgte ein ähnlicher Fall vor rund einem Jahr für heisse Diskussionen. Beim Uhrenhersteller Jean Singer et Cie aus Neuenburg müssen Angestellte bei der WC-Pause ausstempeln. Das Kantonsgericht entschied Anfang Oktober 2024, dass dies rechtens ist.

Im neuen Fall aus Deutschland geht es nun darum, dass der Angestellte während der Arbeitszeit offenbar viel zu lange auf dem WC war. Auch in der Schweiz gilt: Ein Mitarbeiter kann deswegen den Job verlieren. In einem Arbeitsverhältnis hat ein Arbeitnehmer verschiedene Pflichten – unter anderem die Pflicht, zu arbeiten.

Wer ohne einen triftigen Grund mehrmals fast eine Stunde lang aufs WC geht, verletzt seine arbeitsvertraglichen Pflichten. Je nach Schweregrad kann das bis zur Kündigung führen. Auf Anfrage von Blick stellt Roger Rudolph (55), Professor für Arbeitsrecht an der Universität Zürich, jedoch klar: «Es gibt im Schweizerischen Arbeitsrecht keine spezifischen Vorschriften zur Dauer oder Häufigkeit von WC-Pausen.» Wenn ein Angestellter muss, dann darf er laut Gesetz aufs WC.

So stehen die Chancen vor Gericht
Darf der Arbeitgeber den Angestellten aber sofort auf die Strasse stellen, wie es in Deutschland passiert sein soll? «Die fristlose Kündigung kann dann zulässig sein, wenn der Toilettengang tatsächlich für private Tätigkeiten wie Lesen oder Social Media missbraucht wird», erklärt Rudolph. Wenn es aber aus körperlichen oder gesundheitlichen Gründen länger dauert, ist eine fristlose Entlassung laut dem Experten klar ungerechtfertigt. Es obliegt laut Rudolph dem Arbeitgeber, vor Gericht zu beweisen, dass ein solcher Missbrauch stattgefunden hat.




Schweizer Arbeitgeber am 4.11.2025: Bauarbeiter-Gesamtarbeitsvertrag soll Arbeitsweg+Pause nicht mehr bezahlt+Zuschläge weg - 2 Tage Streik:
Bauarbeiter streiken in der Westschweiz den zweiten Tag in Folge
https://www.nau.ch/news/schweiz/bauarbeiter-streiken-in-der-westschweiz-den-zweiten-tag-in-folge-67062023

Keystone-SDA - Lausanne - Rund 7000 Baufachleute aus der Westschweiz sowie einige Mineure am Gotthardstrassentunnel streikten erneut gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen.

Rund 7000 Baufachleute aus der Westschweiz haben am Dienstag den zweiten Tag in Folge gestreikt und gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen protestiert. Auch ein Teil der Mineure am Gotthardstrassentunnel legte die Arbeit nieder.

Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) und Ständerat (SP/VD), drückte den Demonstrierende in einem Zelt in Lausanne-Ouchy seinen Respekt für ihre Arbeit aus.

Vor zahlreichen Maurern mit Trommeln und Trillerpfeifen prangerte Maillard die Arbeitsbedingungen an, die ihnen die «Bosse» mit einem nach unten korrigierten Gesamtarbeitsvertrag aufzwingen wollten.

Es sei nicht normal, dass die Reisezeit zur Baustelle oder die Znüni-Pause nicht bezahlt würden. Als «inakzeptabel» bezeichnete Maillard auch, von den Bauarbeitern zu verlangen, am Samstag zu arbeiten und zugleich Lohnzuschläge zu streichen.

SGB kritisiert neue Arbeitgeberhaltung in der Schweiz

Diese Situation sei bezeichnend für die neue Haltung der Arbeitgeberkreise in der Schweiz. In Zeiten des Wachstums und während Gewinne gemacht würden, verlangten die Arbeitgeber von den Arbeitnehmenden zurückzustecken, kritisierte der SGB-Präsident.

Nach den dezentralen Mobilisierungen, an denen am Montag rund 7000 Bauarbeiter in verschiedenen Westschweizer Städten teilgenommen hatten, kündigte Pietro Carrobio, Leiter des Bausektors der Gewerkschaft Unia Waadt, am Dienstagmittag an, für den Umzug durch die Stadt Lausanne werde eine gleich hohe Beteiligung erwartet.

Ein grosser Teil der Baustellen im Genferseebogen stehe still. Die Mobilisierung sei noch grösser als 2022, als zwischen 4000 und 6000 Bauarbeiter gestreikt hätten.

Die Vorschläge des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) seien inakzeptabel, fuhr Carobbio fort. Im Falle eines vertragslosen Zustands «sind die Maurer bereit, den Streik Ende des Jahres oder Anfang 2026 fortzusetzen».

Mineure am Gotthardstrassentunnel legen Arbeit nieder

In den Streik traten am Dienstag auch Mineure, die an der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels bauen. Eine Mehrheit der Tunnelbauer habe sowohl in Airolo TI als auch in Göschenen UR die Arbeit niedergelegt und sich zu einer gemeinsamen Protestversammlung in Airolo verabredet, teilte die Gewerkschaft Unia mit.

Laut der Gewerkschaft leidet der Tunnelbau «ganz besonders» unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, «wegen des immer stärkeren Drucks, der zunehmenden Schwierigkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, und wegen der stagnierenden Löhne».

Weitere Mobilisierungen der gesamtschweizerisch rund 80'000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind für Freitag in Basel und für den 14. November in Zürich geplant.

Der Gesamtarbeitsvertrag – der Landesmantelvertrag – läuft Ende Jahr aus. In fünf Verhandlungsrunden kamen sich die Gewerkschaften Unia und Syna sowie der Schweizerische Baumeisterverband nicht näher.




ÖV Zürich demonstriert am 18.11.2025:
ÖV-Personal in Zürich fordert bessere Arbeitsbedingungen
https://www.nau.ch/news/schweiz/ov-personal-in-zurich-fordert-bessere-arbeitsbedingungen-67066790

Keystone-SDA Regional - Zürich - Das Personal des öffentlichen Verkehrs demonstrierte am Dienstag in Zürich für verbesserte Arbeitskonditionen.

Das Personal des öffentlichen Verkehrs hat am Dienstag in Zürich für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Gut 100 Personen zogen dabei durch Oerlikon.

Die Kundgebung führte vom VBZ-Depot zum Hauptsitz des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) beim Bahnhof Oerlikon. Dort schredderten die Mitarbeitenden symbolisch den Rahmen-Gesamtarbeitsvertrag (GAV).

Sie forderten mehr Respekt für das Personal. Trampilotinnen und Busfahrer hätten genug von überlangen Präsenzdiensten, kurzer Nachtruhe und einem verdichteten Verkehr, der sie auslauge, teilten Gewerkschaften und Personalverbände am Dienstag mit. Dies betonten auch verschiedene Rednerinnen und Redner vor dem ZVV-Gebäude.


Gleiche Konditionen trotz Bevölkerungswachstum

Das ÖV-Personal arbeite seit über 25 Jahren zu den gleichen Konditionen – trotz Bevölkerungswachstum, gestiegenem Durchschnittsalter und stark verdichtetem Verkehr. Dies führe zu gesundheitlichen Schwierigkeiten und einer zu hohen Fluktuation bei jüngeren Mitarbeitenden. Gefordert seien nun Investitionen ins Personal, unter anderem eine Arbeitsverkürzung auf 35 Stunden pro Woche bei Schichtarbeit.

«Wir brauchen keine leeren Worte», sagte ein Mann, der seit über 15 Jahren als Postautofahrer arbeitet. «Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen und Wertschätzung.» Wer den öffentlichen Verkehr stärken wolle, müsse zuerst die Menschen dahinter stärken.

GAV wurde im August aufgelöst

Der seit 2014 geltenden GAV wurde im August aufgelöst, weil die angestrebte Allgemeinverbindlichkeitserklärung nicht erreicht werden konnte, wie die Gewerkschaften VPOD, Syna, Syndicom, Transfair sowie die Verkehrsbetriebe Zürich, PostAuto AG und Forchbahn AG damals mitteilten. Dem Rahmen-GAV ebenfalls angeschlossen ist Stadtbus Winterthur.

Die Sozialpartner seien zum Schluss gekommen, dass eine Überarbeitung des Vertrages nicht zielführend sei. Die Gewerkschaften und die dem Rahmen-GAV angeschlossenen Arbeitgeber wollten sich auf bestehende Firmen-GAV und betriebliche Vereinbarungen konzentrieren. Bei den VBZ und bei Stadtbus Winterthur gilt zudem das jeweilige städtische Personalrecht.




Komische Arbeitspläne bei Starbucks in New York am 2.12.2025:
Starbucks zahlt 35 Mio. Dollar an New Yorker Beschäftigte
https://www.nau.ch/news/wirtschaft/starbucks-zahlt-35-mio-dollar-an-new-yorker-beschaftigte-67072171

Keystone-SDA - USA - Starbucks entschädigt New Yorker Mitarbeiter mit einer Rekordsumme von 35 Millionen US-Dollar.

Die Kaffeehauskette Starbucks zahlt rund 35 Millionen US-Dollar an mehr als 15'000 Beschäftigte in New York City, um Vorwürfe zu unzuverlässigen Dienstplänen und willkürlich gekürzten Arbeitsstunden zu beenden. Es handelt sich laut der New Yorker Publikation «Gothamist» um die bislang grösste Entschädigung im Rahmen des städtischen Arbeitsrechts.

Die Einigung folgt einer Untersuchung des New Yorker Konsumentenschutz- und Arbeitsamts, das seit 2022 Hinweise auf Verstösse gegen das lokale «Fair Workweek»-Gesetz geprüft hatte. Das Gesetz schreibt vor, dass Arbeitgeber in der Metropole Dienstpläne frühzeitig veröffentlichen, kurzfristige Änderungen vergüten und Beschäftigten faire Chancen auf zusätzliche Arbeitsstunden einräumen müssen.

Die Behörde stellte US-Medien zufolge fest, dass viele Beschäftigte keine regelmässigen Einsatzpläne erhielten und unfreiwillig in Teilzeit bleiben mussten.


Gewerkschaftsstreiks bei Starbucks

Die Ankündigung fällt in eine Phase eines landesweiten Streiks der Starbucks-Gewerkschaft, der seit Wochen andauert und inzwischen mehrere Dutzend Filialen betrifft. Die Beschäftigten fordern verlässlichere Arbeitszeiten, mehr Personal und Fortschritte bei Tarifverhandlungen.

Rund 550 von etwa 10'000 unternehmenseigenen Filialen sind inzwischen gewerkschaftlich organisiert. US-Senator Bernie Sanders unterstützt die Forderungen der Baristas. Er wirft dem Unternehmen vor, sich auch vier Jahre nach der ersten erfolgreichen Gewerkschaftswahl weiterhin einer Tarifvereinbarung zu verweigern.

Starbucks reagiert auf Vorwürfe

Eine Unternehmenssprecherin teilte in einer Stellungnahme mit, Starbucks sei bereit, die Gespräche wieder aufzunehmen. Man biete «den besten Job im Einzelhandel» und halte sich an geltende Gesetze. Zugleich verwies das Unternehmen auf die «Komplexität» der New Yorker Regelungen.

Die meisten betroffenen Beschäftigten sollen 50 Dollar pro Arbeitswoche für den Zeitraum von Juli 2021 bis Juli 2024 erhalten. Beschäftigten, deren Filialen zuletzt geschlossen wurden, bietet die Einigung eine Wiedereinstellung in nahegelegenen Standorten an.






<<      >>

Teilen:

Facebook









Exxpress
                                                          für
                                                          Selbstdenker    Uncut
                                                          News online,
                                                          Logo   Transition
                                                          News Logo    RT
                                                          Deutsch
                                                          online, Logo   Newsfront
                                                          online Logo   Mossad-Antifa-nau
                                                          online Logo   Schweizer
                                                          Mossad-Antifa-BLICK


























































                                                          online Logo    ORF
                                                          online Logo  Südtirolnews

























































                                                          online, Logo   Al
                                                          Jazeera online
                                                          Logo   Wochenblitz

























































                                                          Thailand Logo  

anonymous
                                                          online, Logo  YouTube
                                                          online, Logo  Facebook
                                                          LogoDuckduckgo
                                                          Suchmaschine,
                                                          LogoTwitter
                                                          online, Logo  VK
                                                          online, Logo   Telegram
                                                          online Logo
   20 minuten
                  online, Logo   Kölner Express online, Logo  Gulli
                  online, Logo  Pravda tv
                  online, Logo  Rheinische
                  Post online, Logo  Heise
                  online, Logo  Spiegel online, Logo  n-tv online, Logo
Schweinzer Fernsehen online, Logo 

^