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Albert Schweitzer 03: Arzt in Afrika in Lambarene in Gabun 1913-1917
Albert Schweitzer=einer der ersten "Ärzte ohne Grenzen"

Studium - Vorbereitung eines Spitals in Lambarene (Gabun) mit Konzerten und Geldsammlungen - das erste kleine Spitaldorf - Goalas und Pahuins - Sprachprobleme und Übersetzer - Tropenkrankheiten und Chirurgie - Erster Weltkrieg und philosophische Fragen: Wieso töten sich die Weissen, wenn sie doch schon alles haben? - Kriegsgefangenschaft 1917-1919

aus: Albert Schweitzer: Aus meinem Leben und Denken -- Zwischen Wasser und Urwald (1920) -- Briefe aus Lambarene 1924-1927
In: Albert Schweitzer. Gesammelte Werke in fünf Bänden: Band 1; ExLibris-Verlag ohne Jahr (ca. 1970)

von Michael Palomino (2020)
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Gabun 1521 bis 1850: Sklavenhandel+Alkohol+Deportationen+Einschleppen neuer Tiere und Krankheiten zerstören die schwarzen Gesellschaften in Afrika

ab 1521
Jesus-Fantasie-Katholiken siedeln an der Afrikaküste, [ohne die Schwarzen zu fragen?]
(Zwischen Wasser+Urwald, S.324)

Die Portugiesen organisieren Nahrungsmittel für Afrika
Die Portugiesen führen in Äquatorialafrika wichtige Nahrungsmittel ein:
-- Banane
-- Maniok
-- Yamswurzel
-- Süsskartoffel (Batate)
-- Ölpalme.
Wo diese Nahrungspflanzen nicht verbreitet sind, herrscht gemäss Albert Schweitzer angeblich Hungersnot (Zwischen Wasser+Urwald, S.381).

Um verfallene Dörfer sind heute [Stand 1914] noch Ölpalmhaine angelegt, ansonsten findet man kaum irgendwo Ölpalmen (Zwischen Wasser+Urwald, S.381).
[Bis dahin scheint alles "gut" zu verlaufen, aber dann kommen Sklavenhandel, Alkohol und neue Tierarten werden eingeschleppt, die in Afrika neue Krankheiten verbreiten und die Katholiken wie die Protestanten werden in Afrika wie in "Amerika" hyperkriminell]:
ab 1578
Gabun: Gründung der Stadt Cap Lopez
Cap Lopez ist die Hafenstadt in der Bucht von Cap Lopez mit dem Ogowe-Fluss, um auf dem Flussweg ins Innere von Gabun zu gelangen. Da gab es mal einen Jesus-Fantasie-Missionar Odoardo Lopez, er kam 1578 (Zwischen Wasser+Urwald, S.324).

Sklavenhandel+Alkohol zerstören die Gesellschaft der Schwarzen
-- die mächtigen Stämme der Schwarzen am Ogowe-Fluss werden durch den Sklavenhandel und durch den Alkohol der Weissen systematisch zerstört (Wasser+Urwald, S.324)

18.Jh.
Jesus-Fantasie-Jesuiten machen an der Küste Landwirtschaft mit viel Sklaverei
(Zwischen Wasser+Urwald, S.324)

19.Jh.
GB+F gegen Sklavenhandel
England und Frankreich unternehmen grosse Schritte, um die Sklaverei gegen Schwarze zu beenden (Zwischen Wasser+Urwald, S.324).

1849
Gründung von Libreville für befreite Sklaven
(Zwischen Wasser+Urwald, S.324)

Die Bucht von Cap Lopez und das Delta des Ogowe-Flusses
Die Schwarzen verschweigen, dass die vielen kleinen Mündungen zu einem einzigen Fluss Ogowe gehören (S.324-325), das wird erst später von den Weissen entdeckt (Zwischen Wasser+Urwald, S.325).

1862
Weisse entdecken den Ogowe-Fluss im Landesinnern
dass alle kleinen Mündungen an der Bucht von Cap Lopez zu einem einzigen Fluss gehören. Ausserdem wird nun eine Verbindung zum Kongofluss gesucht, um einen Wasserweg in den Kongo zu finden, das ist aber wegen der Stromschnellen am Oberlauf des Ogowe-Flusses unmöglich, ist mit normalen Schiffen nicht praktikabel (Zwischen Wasser+Urwald, S.325).

ab 1870ca.
Die Verbreitung der Schlafkrankheit durch die weissen Kolonialisten ab 1870ca.
Solange in Afrika kein Verkehr war, beschränkte sich die Schlafkrankheit auf wenige Zentren, denn die Stämme liessen keine Fremden anderer Stämme in ihre Territorien rein. Dann kamen die weissen Kolonialmächte, sie brachten Schwarze über lange Strecken [durch Deportation oder für den Handel] in andere Territorien und so wurde die Schlafkrankheit auf ganz Afrika ausgebreitet. Ca. 1880 kam die Schlafkrankheit durch Träger aus Loango nach Lambarene (Zwischen Wasser+Urwald, S.389). Zitat Albert Schweitzer:
"Wie verbreitet sie sich? Sie scheint von jeher in Äquatorialafrika gewesen zu sein. Aber sie blieb auf ihre Herde beschränkt, da kein Verkehr herrschte. Der Handel unter den Eingeborenen ging nämlich so vor sich, dass jeder Stamm die Waren vom Meer nach dem Innern und vom Innern nach dem Meer bis an die Grenze seines Gebietes brachte, wo sie von den Händlern des anderen Stammes übernommen wurden. Von meinem Fenster aus sehe ich die Stelle, wo die N'Gounje in den Ogowe mündet. Bis dorthin konnten die Galoas, die um Lambarene wohnen, reisen. Wer diesen Punkt überschritt und weiter nach dem Innern ging, wurde aufgegessen.

Als die Europäer kamen, führten sie in ihren Rudermannschaften und Trägerkarawanen Schwarze aus einer Gegend in die andere. Waren unter diesen Schlafkranke, so brachten sie die Krankheit in neue Gegenden. Am Ogowe war sie früher unbekannt. Sie wurde vor etwa  30 Jahren [1880ca.] durch Träger aus Loango eingeschleppt." (Zwischen Wasser+Urwald, S.389)

Bei einer erstmaligen Infektion sterben 1/3 der Bevölkerung an der Schlafkrankheit. In einem Bezirk von Uganda sterben aber 2/3, die Bevölkerung reduziert sich von 300.000 auf 100.000 (S.389). Ein Dorf mit 2000 Einwohnern hat nach der erstmaligen Infektion mit Schlafkrankheit nur noch 500 Einwohner (Leben+Denken, S.389-390). Dann geht die Tödlichkeit etwas zurück, kann aber wiederkommen (Zwischen Wasser+Urwald, S.390). Albert Schweitzer Zitat:
"Kommt die Schlafkrankheit in ein neues Gebiet, so richtet sie zunächst ungeheure Verheerungen an. Im ersten Ansturm kann sie ein Drittel der Bevölkerung dahinraffen. So zum Beispiel brachte sie im Bezirke von Uganda in 6 Jahren die Einwohnerzahl von 300.000 auf 100.000 herunter. Ein Offizier erzählte mir, dass er im Oberlauf des Ogowe ein Dorf mit etwa 2000 Einwohnern angetroffen habe. Als er zwei Jahre später wieder dort vorüberkam, zählte er noch (S.389) 500. die anderen waren unterdessen an der Schlafkrankheit gestorben." (Zwischen Wasser+Urwald, S.390)
Symptome der Schlafkrankheit
Die Schlafkrankheit ist eine chronische Hirnhautentzündung und Hirnentzündung (Zwischen Wasser+Urwald, S.393). Die Symptome sind:
-- leichtes Fieber, das kommt und geht
-- rheumatische Schmerzen
-- Gedächtnisschwund
-- Schlaflosigkeit
-- eventuell geisteskrank mit Melancholie oder Tobsucht oder Selbstmordgedanken
-- in manchen Fällen: schwere Kopfschmerzen
-- bis zum Einschlafen kann die Entwicklung zwei bis drei Jahre dauern, es kommt zu Nickerchen im ruhigen Sitzen oder nach dem Essen (Zwischen Wasser+Urwald, S.390)
-- am Ende wird der Schlaf und geht ins Koma über, die Patienten koten und urinieren, ohne es zu merken, magern ab, es bilden sich Geschwüre an den Liegestellen, es kommt zur Embryostellung mit Knien am Hals, manchmal kommt eine Besserung vor dem endgültigen Tod, am Ende tritt auch oft eine Lungenentzündung auf (Zwischen Wasser+Urwald, S.391).

Weisse Leute mit Schlafkrankheit werden nach Paris ans Institut Pasteur geschickt (Zwischen Wasser+Urwald, S.390).

Die weissen Kolonialisten verbreiten die Schlafkrankheit durch die Deportationen von Schwarzen in ganz Äquatorialafrika von der Ostküste bis an die Westküste, im Norden bis zum Niger, im Süden bis zum Fluss Sambesi (Zwischen Wasser+Urwald, S.395).

1872: Import des Sandflohs aus Süd-"Amerika" - und auch noch die Sangunagenta-Ameise
Der Sandfloh wird 1872 aus Süd-"Amerika" in Handelskisten eingeschleppt und verbreitet sich nun in ganz Zentralafrika, ebenso die Sangunagenta-Ameise, die ebenfalls aus Süd-"Amerika" importiert wurde (Zwischen Wasser+Urwald, S.396).

Bilanz: Der Welthandel verbreitet Krankheitserreger in Afrika - und die weissen Regierungen wollen es nicht wahrhaben
Die weissen Kolonialisten haben mit ihrem Welthandel viele hässliche Krankheiten nach Afrika gebracht und bewirken grosses Elend (Zwischen Wasser+Urwald, S.400-401).
"Dass ein grosser Teil der Arbeit des Tropenarztes der (S.400) Bekämpfung hässlicher und hässlichster Krankheiten gilt, die die Europäer zu den Naturkindern gebracht haben, kann ich hier nur andeuten. Welches Elend aber steht hinter dieser Andeutung!" (Zwischen Wasser+Urwald, S.401)
Europa hilft Albert Schweitzer nicht, keine einzige Regierung hilft, sondern die [Freimaurer]-Regierungen geben lieber Millionen für Rüstung aus (Zwischen Wasser+Urwald, S.396). Zitat Albert Schweitzer über die Verbreitung der Schlafkrankheit durch die Kolonialisten in Afrika:
"Zur Zeit hat sich die Schlafkrankheit [durch die Deportationen von Schwarzen innerhalb Afrikas] von der Ostküste Afrikas bis zur Westküste und vom Niger im Norden bis zum [Fluss] Zambesi im Süden ausgebreitet. Werden wir ihrer (S.395) Herr werden? Ihre systematische Bekämpfung in diesem weiten Gebiet würde viele Ärzte und viel, viel Geld erfordern... und wo der Tod schon als Sieger einherschreitet, knausern die europäischen Staaten mit den Mitteln, ihm Einhalt zu tun, um dafür in sinnlosen Rüstungen ihm die Möglichkeit einer neuen Ernte in Europa selbst zu schaffen." (Zwischen Wasser+Urwald, S.396)
Hinter Albert Schweitzer stehen all seine Freunde im Elsass, die Geld gespendet haben, aber nicht dabeisein können (Zwischen Wasser+Urwald, S.402).


1876-1913

Der Vorlauf mit der Planung eines Spitals im Urwald

ab 1874
Gabun: Jesus-Missionar-Terror im Ogowegebiet durch Ami-Jesus-Fantasie-Missionare
(Leben+Denken, S.187; Zwischen Wasser+Urwald, S.325)

1876
Gründung der Missionsstation Lambarene durch Dr. Nassau
(Leben+Denken, S.128, 151); Dr. Nassau ist ein "amerikanisch"-evangelischer Jesus-Fantasie-Missionar aus den "USA" (Leben+Denken, S.128).

ab den 1880er Jahren
Französisch-"christlicher" Jesus-Fantasie-Kolonialismus in Afrika

Die Jesus-Fantasie-Missionen und ihre Jesus-Fantasie-Missionare
-- haben viele "Funktionen" wie Jesus-Fantasie-Bischofssitz, Jesus-Fantasie-Schulzentrum, Bauernhof und Markt
Jesus-Missionare leben hier ohne Ende
-- als Stationsleiter,
-- als Psychoterror-Reisender ("Evangelisations-Missionar") zur Manipulation von Schwarzen [z.B. gegen ihre eigene Familie] in den Dörfern,
-- als Lehrer für die schwarzen Buben
-- als Lehrerin für die schwarzen Mädchen
-- zwei Handwerkermissionare
-- und ein Arzt sollte auch noch auf einer Jesus-Fantasie-Mission vorhanden sein (Zwischen Wasser+Urwald, S.460).

Wenn keine Handwerkermissionare vorhanden sind, geht viel Zeit für die anderen verloren, ausserdem wird handwerklich oft nur Pfusch produziert, was am Ende noch mehr Zeitverlust bringt (Zwischen Wasser+Urwald, S.461).

-- alle Jesus-Fantasie-Missionare sollten eine Nebenausbildung haben, und ohne Nebenausbildung seien sie ein Unglück für die Jesus-Fantasie-Missionsstation (Zwischen Wasser+Urwald, S.461).
[Das gilt für jede Familie! Leute mit nur EINEM Beruf sind arm - es sollten mindestens drei verschiedene sein!]
Die Jesus-Fantasie-Missionare sind immer mit dem Psychoterror gegen Schwarze beschäftigt und erschöpfen alle ihre geistige Energie mit der Manipulation der Schwarzen zu ihrer Fantasie-Bibel aus Rom [totale Zeitverschwendung!] (Zwischen Wasser+Urwald, S.461-462).

Die Jesus-Fantasie-Missionare sollen nicht "verniggern": sich nur noch über kleine Sachen aufregen
-- Jesus-Fantasie-Missionare sollen eine "gründliche Bildung" haben, um von den Schwarzen nicht eingenommen zu werden und zu "verniggern": Albert Schweitzer Zitat:
"Soll ein Missionar eine gründliche Bildung besitzen? Ja. Je entwickelter das geistige Leben und die geistigen Interessen eines Menschen sind, desto besser hält er es in Afrika aus. IM anderen Falle gerät er leicht in Gefahr, wie man hier sagt, zu "verniggern"." (Zwischen Wasser+Urwald, S.465)
"Verniggern" heisst konkret:
-- den grossen Zusammenhang des Lebens verlieren [die Jesus-Fantasie-Evangelisation und die Diskriminierung und Zerstörung aller anderen Kulturen)
-- die geistige Spannkraft einbüssen [nicht mehr daran interessiert sein, alle anderen Kulturen zu diskriminieren und zu zerstören]
-- sich über kleine Dinge aufregen und elend lang über kleine Dinge diskutieren und damit Zeit verlieren (Zwischen Wasser+Urwald, S.465). Zitat Albert Schweitzer:
"Dies zeigt sich darin, dass er [der verniggerte Jesus-Fantasie-Missionar] die grossen Gesichtspunkte aus den Augen verliert, seine geistige Spannkraft einbüsst und fast wie ein Neger anfängt, sich über kleine Dinge aufzuhalten und darüber zu disputieren. Auch gründliche theologische Bildung ist besser als eine weniger gründliche." (Zwischen Wasser+Urwald, S.465)
Ein "guter Missionar" ohne Theologiestudium: Herr Félix Faure
-- Faure ist in Lambarene ein guter Missions-Stationsleiter, auch ohne Theologie studiert zu haben (Zwischen Wasser+Urwald, S.465)
-- er ist landwirtschaftlicher Ingenieur und leitet die Pflanzungen der Jesus-Fantasie-Mission
-- er terrorisiert die Schwarzen mit Jesus-Fantasien und mit der Fantasie-Bibel aus Rom wie wild (Zwischen Wasser+Urwald, S.466). Albert Schweitzer Zitat:
"Er ist von Hause aus landwirtschaftlicher Ingenieur und kam nach dem Ogowe hauptsächlich, um die Pflanzungen der Mission zu leiten. Zugleich erwies er sich aber als Prediger und Evangelisator [Fantasie-Manipulant] so tüchtig, dass er mit der Zeit mehr Missionar als Pflanzer wurde." (Zwischen Wasser+Urwald, S.366)

Der Jesus-Fantasie-Stationsleiter einer Missionsstation
-- muss die Lügendienste abhalten und Aufsicht halten
-- muss den Markt abhalten, die Eingeborenen bringen Maniok, Bananen und gedörrte Fische, tauschen das ein gegen europäische Waren wie Salz, Petroleum, Nägel, Fischgerät, Tabak, Sägen, Messer Beile, Tücher, das geht 3mal wöchentlich am Morgen so, Alkohol gibt es auf Missionsstationen nicht zu kaufen
-- muss die Buchhaltung machen, muss die Ruderer einplanen, muss die Pflanzungen kontrollieren (Zwischen Wasser+Urwald, S.462)
-- muss Bauten organisieren, Baumaterial vorbereiten
-- muss Fische nachräuchern, um sie für Schädlinge ungeniessbar zu machen
-- muss Pflanzen richtig pflegen, also: Wenn z.B. Kaffeesträucher kaum beschnitten werden, wachsen sie zu hoch, tragen kaum noch und man muss sie unten abschneiden und jahrelang warten, bis sie wieder tragen (Zwischen Wasser+Urwald, S.463)
-- muss Diebstähle untersuchen bzw. die Untersuchung führen, denn auf den Missionsstationen kommen oft Diebstähle vor
-- muss alle Rechtsstreitigkeiten der Schwarzen schlichten, wenn er schnell machen will, wird er von den Schwarzen nicht ernst genommen und behauptet, er sei kein "gerechteer Richter"
-- muss Ruderer unterbringen, wenn fremde Kanus kommen
-- muss Post und Warenkisten an der Dampfer-Landungsstelle in Empfang nehmen, die nicht so nah ist
-- bei Lebensmittelknappheit muss er Kanus aussenden, um Lebensmittel zu holen (Leben+Denken, S.463), manchmal kommt das Kanu leer zurück und es braucht eine Fahrt in eine andere Richtung (Zwischen Wasser+Urwald, S.464)
-- muss am Morgen und am Abend die Schulkinder mit Jesus-Fantasien terrorisieren, [statt etwas über Mutter Erde zu zeigen]
-- muss am Sonntag eine Predigt über Jesus-Fantasien abhalten [statt etwas über Mutter Erde zu zeigen]
-- muss immer "christliche Freundlichkeit" und "christliche Sanftmut" bewahren = "Predigt ohne Worte" (Zwischen Wasser+Urwald, S.464).

Die Jesus-Fantasie-Missionsschulen
-- viele afrikanische Regierungen gründen keine Schulen, sondern lassen die Missionsschulen alles machen, wobei dann teilweise emanzenhafte Kinder dabei herauskommen, die von der afrikanischen Gesellschaft abgelehnt werden: schwarze Regierungsangestellte und Faktoreiangestellte - sie sind alle von Missionsschulen ausgebildet und ermöglichen Diplomatie und internationalen Handel (Zwischen Wasser+Urwald, S.460)
-- die Schulkinder werden am Morgen und am Abend die Schulkinder durch den Stationsleiter mit Jesus-Fantasien terrorisiert, [statt etwas über Mutter Erde zu zeigen]
(Zwischen Wasser+Urwald, S.464)
-- die Kinder kommen teilweise aus Dörfern, die über 100km entfernt liegen, und wohnen dann auf der Missionsstation selbst und schlafen auf Holzpritschen
-- die Kinder bekommen Holzpritschen als Betten und Essen und müssen deswegen auf der Missionsstation auch etwas arbeiten, auch die Mädchen
-- Eltern bringen die Kinder im Oktober [Anfang der Regenzeit] und holen sie im Juli wieder ab [Anfang der Trockenzeit], so dass die Kinder bei den Fischzügen bei der Familie sind [Camping auf den Sandbänken] (Zwischen Wasser+Urwald, S.464)

Der Tagesablauf der Kinder auf Jesus-Fantasie-Missionsschulen
-- von 7 bis 9 Uhr: Arbeit: Gras+Gebüsch um die Missionsstation schneiden (das ist der ewige Kampf gegen den Urwald)
-- von 9 bis 10 Uhr: Ruhestunde, kochen mit Kochbananen in Gruppen von 5-6 Kindern
["Morgenandacht" fehlt?]
-- von 10 bis 12 Uhr: Schulunterricht (Zwischen Wasser+Urwald, S.464)
-- von 12 bis 13 Uhr: Erholung mit Baden und Fischen (Zwischen Wasser+Urwald, S.464-465)
-- von 14 bis 16 Uhr: Schulunterricht
-- von 16 bis 17:30 Uhr: Arbeit:
   -- Helfen in der Kakaopflanzung
   -- Helfen beim Handwerker-Missionar: Ziegel vorbereiten, Baumaterial transportieren, Erdarbeiten machen (Zwischen Wasser+Urwald, S.465)
-- von 17:30 bis 18 Uhr: Lebensmittel für den folgenden Tag in Empfang nehmen
-- von 18 bis 19 Uhr: Psychoterror mit Jesus-Fantasie und Fantasie-Bibel aus Rom ("Abendandacht")
-- von 19 bis 21 Uhr: Abendessen kochen und essen
-- 21 Uhr: Schlafen auf Holzpritsche unter Moskitonetz (Zwischen Wasser+Urwald, S.465).

Spezialprogramme für die Kinder
-- am Sonntagnachmittag werden Kanufahrten gemacht
-- die Mädchen rudern für die Lehrerin
-- in der kleinen Trockenzeit [im Januar] werden auf Sandbänken Spiele gemacht (Zwischen Wasser+Urwald, S.465).

Der Jesus-Fantasie-Evangelisationsmissionar
-- er nimmt die Knaben der Knabenschule als Ruderer mit, die dann ganze Wochen keine Schule haben (!)
-- dieses Problem wird erst gelöst, wenn Motorboote zur Verfügung stehen (Zwischen Wasser+Urwald, S.465)

Lambarene spezial:

Die Taufe auf der Missionsstation von Lambarene
-- es werden nur Erwachsene getauft
-- es werden nur Leute getauft, "die in ihrem Wandel erprobt sind"
-- die "christlichen Gemeinden" schliessen also viele Leute aus und bleiben klein [eine kleine Jesus-Mafia] (Zwischen Wasser+Urwald, S.466).

Die Spaltung der Jesus-Mafia zwischen Katholiken und Protestanten

Die Fantasie-Bibel-Christen konkurrenzieren sich noch untereinander mit katholischen und protestantischen Verirrten (S.466), was die Schwarzen nur noch mehr verwirrt und die Jesus-Mafia noch unglaubhafter erscheinen lässt (Zwischen Wasser+Urwald, S.467).

Katholische Jesus-Fantasie-Missionen
-- sind in einigen Punkten besser organisiert als die protestantischen Missionen
-- aber die Ziele sind verschieden:
   -- protestantische Jesus-Fantasie-Missionen wollen "christliche" Persönlichkeiten ausbilden
   -- katholische Jesus-Fantasie-Missionen wollen eine solide Kirche gründen, was ein "weniger hohes Ziel" ist als das protestantische Ziel (Zwischen Wasser+Urwald, S.467).
[Die sind beide gleich verrückt, weil sie Mutter Erde nicht sehen und an der Naturmedizin und allen Erd-Tricks vorbeileben].
ab den 1880er Jahren
Holzschlag in Afrika in der Nähe der Flüsse
Afrika hat weder Strassen noch Lastwagen, und der Urwaldboden in Afrika besteht nur aus Wurzeln und Sumpf. Man müsste für hohe Kosten Strassen bauen. Ausserdem macht die Hitze in Äquatorialafrika es unmöglich, Fremdarbeiter aus anderen Klimaten in die Region zu bringen (Zwischen Wasser+Urwald, S.404).


ab 1892
Gabun wird französisches Kolonialgebiet - die Franzosen machen die Schwarzen mit Alkohol kaputt
Die französische Jesus-Fantasie-Missionsgesellschaft übernimmt die Ami-Jesus-Fantasie-Missionen, weil die Amis kein Französisch können und somit die Anforderungen nicht erfüllen (Leben+Denken, S.128; Zwischen Wasser+Urwald, S.325).
Nun kommen französische Jesus-Fanatiker-Missionare von der Pariser Missionsgesellschaft (Zwischen Wasser+Urwald, S.325).

-- der Schnaps der Europäer zerstört die afrikanischen Stämme, zerstört ganze Dörfer (Zwischen Wasser+Urwald, S.340). Albert Schweitzer Zitat:
<Am Ufer verlassene und zerfallene Hütten. "Als ich vor 20 Jahren ins Land kam", sagt ein Kaufmann neben mir, "waren dies alles blühende Dörfer." - "Warum sind sie es nicht mehr?" frage ich. Er zuckt die Achseln und sagt leise: "Schnaps..."> (Zwischen Wasser+Urwald, S.340)
Die einnahmen der Schwarzen vom Holzhandel in Gabun am Ogowe-Fluss gehen in den Schnapskonsum. Gabun ist im Elend durch Alkohol. Albert Schweitzer Zitat:
"Das meiste Geld, das durch den Holzhandel ins Land kommt, wird in Schnaps umgesetzt. Ich bin in den Kolonien der verschiedensten Völker herumgekommen. Der Schnaps ist der Feind aller Kulturarbeit." (Zwischen Wasser+Urwald, S.340)

Die Missionsärzte vor Albert Schweitzer in Gabun
-- Frau Lantz in Talagouga (gestorben 1906, eine Elsässerin)
-- Herr Robert in N'Gômô
Beide heilen die Schwarzen mit Erfolg und bereiten dem nächsten Missionsarzt eine gute Ankunft (Zwischen Wasser+Urwald, S.351).
[Aber Lantz und Robert haben sicher nicht ein ganzes Spital mit eigenem und gesammeltem Geld bezahlt. Es fehlt Forschung].

ab 1895ca.: Studium von Albert Schweitzer in Strassburg
Albert Schweitzer wohnt im Thomasstift (Leben+Denken, S.115)

1898
Kongo: Einweihung der Kongobahn Matadi-Brazzaville
Ab sofort ist der Oberlauf des Ogowe-Flusses für die weissen Kolonialisten uninteressant und die dortige Forschung wird eingestellt (Zwischen Wasser+Urwald, S.325).

Berlin 1899
Diskussion im Hause Curtius
In der Diskussion fällt das Stichwort "Epigonen". Seitdem hat Albert Schweitzer ein Werk "Wir Epigonen" im Kopf mit der Schilderung negativer Tendenzen bei Wissen und Ethik (Leben+Denken, S.159).

ab 1899
Albert Schweitzer warnt einige Kollegen vor der Scheinheiligkeit der weissen Technik-Kultur, die nur aus "Epigonen" bestehen würde
aber er wird von seinen Freunden nicht ernst genommen, sondern seine Einstellung wird als Endjahrhundert-Pessimismus ("Fin-de-siècle-Pessimismus") abgetan. Seitdem schweigt Schweitzer über diese Gefahren, ausser in seinen Predigten, da bringt er seine Warnungen immer wieder hervor (Leben+Denken, S.159).

ab 1900ca.
Albert Schweitzer warnt in seinen Predigten vor einer negativen Entwicklung der weissen Technik-Kultur
mit Kritik an der Technik-Entwicklung, die auch ins Negativ-Destruktive laufen könne (Leben+Denken, S.159).

1905ca.? / einige Jahre vor 1913
Lambarene: Erste Operationen in der Missionsstation durch Jauré-Guibert
Der französische Regierungsarzt Jauré-Guibert führt in Lambarene einige Operationen durch. Dies ist Pionierarbeit, von der dann Albert Schweitzer später profitieren sollte (Leben+Denken, S.153).

1905
Gründung der Bachgesellschaft mit Albert Schweitzer als Organist
Die Gründung der Pariser Bach-Gesellschaft erfolgt
-- mit Gustave Bred (Dirigent)
-- Dukas [Komponist]
-- Fauré [Komponist]
-- Widor [Komponist+Dirigent]
-- Guilmant
-- d'Indy (Leben+Denken, S.113)
-- Albert Schweitzer (Organist) (Leben+Denken, S.113, 156).



1905: Der Plan: Ein Spital in Afrika für die Schwarzen bauen - und dafür Medizin studieren

Die Motivation, im tropischen Afrika die Schwarzen zu heilen

Albert Schweitzer liest über das medizinische Elend der Schwarzen in Afrika und Europa kümmert sich nicht darum. Die Schwarzen haben keine Mittel (Zwischen Wasser+Urwald, S.319).

Die Regierungsärzte in den Kolonien sind ein paar 100, das sind viel zu wenige, und sie heilen meist nur die Weissen, die Schwarzen kaum (S.319-320). Deswegen studiert Albert Schweitzer mit 30 noch Medizin [und will ein Beispiel setzen: Er will in Afrika die Schwarzen heilen] (Zwischen Wasser+Urwald, S.320).

1905: Albert Schweitzer will noch Medizin studieren

Albert Schweitzer will als Arzt nach Afrika, denn
-- Lehrer und Jesus-Fantasie-Prediger sein ist dem Albert Schweitzer einfach zu wenig
aber
-- seine Kollegen und seine Familie finden das Medizinprojekt "unvernünftig"
-- Albert Schweitzer muss noch ein Medizinstudium hinlegen (Leben+Denken, S.108)
-- Albert Schweitzer will "dienen"
-- gemäss Berichten im Jesus-Fantasie-Missionsblatt braucht Äquatorialafrika unbedingt Ärzte, es wird laufend beklagt, dass Kranke dort nicht behandelt werden können
-- Albert Schweitzer vergleicht sich mit dem Fantasie-Hannibal [den es gemäss neuer historischer Forschung auch nie gab]: Vor den Mühen des Medizinstudiums hat Albert Schweitzer keine Angst, denn Hamilkar+Hannibal mussten auch erst Spanien erobern, bis sie Rom besetzen konnten [das ist gemäss neuester Forschung aber Fantasie] (Leben+Denken, S.109)
[Albert Schweitzer sollte der erste "Arzt ohne Grenzen" werden - ein Pionier].
Herbst 1905: Das Medizinstudium von Albert Schweitzer - wenn ein Fantasie-Religionsprofessor noch Medizin studiert - ein Spezialfall
Das Medizinstudium von Albert Schweitzer
-- ist "tagtägliche Arbeit" mit "tagtäglichen Sorgen"
-- da bleibt keine Zeit für Glaubensfragen mehr (Leben+Denken, S.111), er hält aber weiterhin Vorlesungen für Jesus-Fantasie-Religion im zweiten Hörsaal der Uni Strassburg (Leben+Denken, S.125)
-- Albert Schweitzer meldet sich bei der medizinischen Fakultät Strassburg als Medizinstudent an - beim Dekan Professor Fehling - Dekan Fehling glaubt Albert Schweitzer aber nicht und meint, er solle in die Psychiatrie (Leben+Denken, S.111)
-- damit ein Fantasie-Religionsprofessor nochmals Student sein darf, braucht es die Erlaubnis der Regierung, ausserdem sind für Fantasie-Religionsprofessor Albert Schweitzer alle Vorlesungen gratis, weil er ja der "Kollege" der Professoren ist (Leben+Denken, S.112). Zitat Albert Schweitzer:
"Nun galt es, noch eine rechtliche Frage zu lösen. Als Angehöriger des Lehrkörpers der Universität konnte ich nicht auch zugleich als Student immatrikuliert sein. Hörte ich aber die medizinischen Kollegien nur als Gast, so konnte ich den geltenden Bestimmungen nach nicht zu den Prüfungen zugelassen werden. In freundlichem Entgegenkommen erlaubte die Regierung, dass ich auf Grund der Zeugnisse, die mir die Professoren der Medizin über die bei ihnen gehörten Vorlesungen ausstellen würden, mich zu den Prüfungen melden könne. Die Professoren ihrerseits beschlossen, dass ich als ihr Kollege alle Vorlesungen unentgeltlich hören sollte." (Leben+Denken, S.112)
Ende Oktober 1905
Das Medizinstudium von Albert Schweitzer: Die 5 vorklinischen Semester
Albert Schweitzer geht in sein erstes Kolleg - in Anatomie (Leben+Denken, S.112).

Die 5 vorklinischen Semester sind:
-- Anatomie bei Schwalbe, Weidenreich, Fuchs
-- Physiologie bei Hofmeister, Ewald, Spiro
-- Chemie bei Thiele
-- Physik bei Braun, Cohn
-- Zoologie bei Goette
-- Botanik bei Graf Solms, Jost (Leben+Denken, S.112).

Die 5 vorklinischen Semester sind ziemlich anstrengend, weil der Stoff uneinheitlich ist (Leben+Denken, S.112).
[Eventuell widersprechen sich die Professoren, Daten stimmen nicht überein etc.].
ab 1905
Freundin Helene Bresslau unterstützt Albert Schweitzer voll und ganz
bei der Fertigstellung von Manuskripten und Druckkorrekturen (Lektorarbeiten) (Leben+Denken, S.126)
[und mit dem Projekt, Medizin zu studieren und dann im Urwald ein Spital für Schwarze einzurichten].

1905-1906: Albert Schweitzer überlastet sich
Albert Schweitzer überlastet sich total mit
-- Professur und Vorlesungen in Fantasie-Theologie UND
-- mit Jesus-Fantasie-Predigten in der Kirche Nicolai am Sonntag UND
-- mit dem Medizinstudium (Leben+Denken, S.112-113)
-- Albert Schweitzer schreibt nebenher die "Abhandlung über Orgelbau" und die "letzten Kapitel der Geschichte der Leben-Jesu-Forschung" (Leben+Denken, S.115)
[Er studiert Tonnen von Büchern, aber das Natron und die Hormonpflanzen als billige und effektive Heilmittel sieht er nicht. Albert Schweitzer ist blind vor Bibel...].
ab Frühjahr 1906: Albert Schweitzer reduziert sein Pensum - muss umziehen und gewinnt neue Beziehungen nach "ganz oben": Friedrich Curtius - Gräfin von Erlach
-- und tritt als Direktor des Jesus-Fantasie-theologischen Studienstifts zurück (Leben+Denken, S.113), das Thomasstift, und muss nun dort ausziehen (Leben+Denken, S.115) und zieht im Haus von Friedrich Curtius ein, der Präsident der lutherischen Jesus-Fantasie-Kirche im Elsass, Sohn des Berliner Griechenland-Kenners (Hellenist) Ernst Curtius - Studenten machen Albert Schweitzer den Umzug ins Dachgeschoss des Thomaskapitels (Leben+Denken, S.116).

Friedrich Curtius ist mit Ehefrau Gräfin Luise Erlach verheiratet, und im Thomaskapitel wohnt ebenfalls Gräfin von Erlach, geboren Gräfin May, sie stammt aus der Region Neuenburg am Neuenburgersee in der Schweiz. Da die hochbetagte Gräfin von Erlach keine Konzerte mehr besuchen kann, spielt Albert Schweitzer ihr eine Stunde täglich auf dem Klavier vor, und sie beeinflusst ihn in seinem allgemeinen Verhalten (Leben+Denken, S.116). Zitat Albert Schweitzer:
"Mit der Zeit gewann diese bedeutende und edle Frau einen grossen Einfluss auf mich. Ihr verdanke ich es, dass ich manche Kanten meines Wesens abgeschliffen habe." (Leben+Denken, S.116)
Gräfin von Erlach hat 2 unverheiratete Töchter, Ada+Greda, die beide ein Talent uzr Malerei haben (Ada ist Henner-Schülerin). Albert Schweitzer sitzt für sie auch Modell. Sie malt ihm ein Bild zum 30. Geburtstag (Leben+Denken, S.117).

ab 1906: Durch die Reduktion von Posten und Jesus-Fantasie-Gottesdienst muss Albert Schweitzer mehr Konzerte geben
denn er ist knapp bei Kasse (Leben+Denken, S.122)

Gräfin von Erlach: Der Rat zum Kolonialistenhut gegen Malariamücken
Gräfin von Erlach hat einen Onkel, der in der holländischen Kolonialarmee tätig war und meinte, dank des Kolonialistenhuts auf dem Kopf sei er nie an Malaria erkrankt und habe nie Malaria-Fieberschübe gehabt. Also weist Gräfin von Erlach den Albert Schweitzer an, auch immer den Kolonialistenhut aufzuhaben, um nie an Malaria zu erkranken (Leben+Denken, S.117).

-- und
Albert Schweitzer mit Konzerten an der Orgel - die Zugfahrten mit Frauen aus "hohen Kreisen"
Albert Schweitzer hat auch noch Orgelkonzerte in der Pariser Bach-Gesellschaft, also da muss er jedes Jahr im Winter mehrfach von Strassburg nach Paris reisen, um Orgelsachen aufzuführen und verliert jeweils 3 Tage. Im Zug entwirft Albert Schweitzer dann seine Jesus-Fantasie-Predigten für seine St. Nicolai-Jesus-Fantasie-Kirche in Strassburg (Leben+Denken, S.113). Ausserdem sind die Zugfahrten von Strassburg nach Paris zum Teil sehr unterhaltsam
-- mit Fanny Reinach, die Ehefrau von Theodor Reinach
-- mit der Gräfin Mélanie de Pourtalès, die Freundin von Kaiserin Eugenie etc. (Leben+Denken, S.113).

Die Pariser Bachgesellschaft führt auch Konzerte in Barcelona auf, z.B. den Orféo Català, auch dort muss Albert Schweitzer Orgel spielen (Leben+Denken, S.113).

Insgesamt spielt Albert Schweitzer jetzt mehr Orgelkonzerte, um den Ausfall der Einnahmen zu kompensieren (Leben+Denken, S.113).

Die Gräfin Mélanie de Pourtalès
-- sie lebt auf einem Landsitz bei Strassburg (Leben+Denken, S.113)
-- dort trifft Albert Schweitzer öfters die Fürstin Metternich-Sandor, eine grosse Helferin der Kunst in Frankreich, die Ehefrau des österreichischen Botschafters Metternich in Paris während Napoléon III
-- auch die Fürstin Metternich hatte direkte Verbindungen zu Napoleon III., z.B. gab sie Napoléon III. den Wink, den Tannhäuser in der Pariser Oper aufzuführen (Leben+Denken, S.114).

Albert Schweitzer mit Beziehungen in Paris - "hohe musikalische Kreise"
Albert Schweitzer trifft sich immer wieder
-- mit Adele Herrenschmidt, eine Lehrerin aus dem Elsass, die in Paris arbeitet
-- mit Luis Millet, der Dirigent des Orféo Català
-- mit dem katalanischen Baumeister Gaudi aus Barcelona, ein Freund von Millet. Gaudi war da gerade mit dem Bau einer Monster-Jesus-Fantasie-Kathedrale beschäftigt (Sagrada Familia) (Leben+Denken, S.114).
[Man fragt sich, wieso immer noch Millionen Leute an einen falschen Jesus und Rom-Gott glauben, die solch gigantischen Kathedralen benötigen - die Sagrada Familie ist bis 2020 noch nicht fertiggestellt (!) - Link]
1906-1908: Studium der Naturwissenschaften im Medizinstudium
Albert Schweitzer analysiert "mit Eifer" die Naturwissenschaften, damit erarbeitet sich Schweitzer den Boden für die Philosophie, die er bereits gemacht hat (Leben+Denken, S.118). Zitat Albert Schweitzer:
"Endlich durfte ich mir die Kenntnisse erwerben, deren ich bedurfte, um in der Philosophie den Boden der Wirklichkeit unter den Füssen zu haben!" (Leben+Denken, S.118)
Schweitzer: Die Naturwissenschaften zu studieren war die "ersehnte Vervollständigung des Wissens." (Leben+Denken, S.118)

Also: Die gesamte Philosophie, die nur aus Meinungen besteht, wird bei Albert Schweitzer nun mit den Naturwissenschaften bestätigt oder widerlegt. Bei Albert Schweitzer schält sich der "Sinn für das Wirkliche" heraus. Die Naturwissenschaften sind wie "ein anderes Land" mit Logikern, für die es normal ist, Beweise zu erbringen (Leben+Denken, S.118).

Manche "Philosophen" rufmorden die Naturwissenschaften als unwichtig, beurteilen sie mit "Geringschätzung". Aber es gilt für Albert Schweitzer klar: Naturwissenschaften sind die "einfach festgestellte Wahrheit", und die Philosophie ist die "Denkwahrheit" (Leben+Denken, S.119).

Dabei stuft Albert Schweitzer aber auch ab wie die anderen:
-- Erkenntnisse der Philosophie sollen "Erkenntnisse der höheren Art" sein
-- Erkenntnisse der Naturwissenschaften sollen "Erkenntnisse der einfachen Art" sein (Leben+Denken, S.119).

ab 1908ca.
Die Geldsorgen von Albert Schweitzer sind behoben
-- durch die deutsche Ausgabe des Buchs über Johann Sebastian Bach
-- durch Konzerthonorare (Leben+Denken, S.122; Zwischen Wasser+Urwald, S.320)
-- am Ende kommen auch noch Spenden vom Thomaskantor aus Leipzig und von Freunden aus dem Elsass, F, D+der Schweiz (Zwischen Wasser+Urwald, S.320).

April 1909:
Die Vorbereitung des "Physikums" - der "Paukverband"
Albert Schweitzer lässt sich überreden, in einen "Paukverband" zu gehen, um die Abschlussprüfung des "Physikums" vorzubereiten mit Fragen und Antworten in der Art, wie sie die Professoren stellen werden (Leben+Denken, S.120).

ab 13.5.1909
Albert Schweitzer absolviert das "Physikum"
(Leben+Denken, S.119) aber er ist schlecht vorbereitet, er hat zu viel reine Wissenschaft betrieben und hat wegen Überlastung "die schwerste Müdigkeitskrise" seines Lebens. Aber Albert Schweitzer besteht gut (Leben+Denken, S.120).

1909-1911: Studium der realen Medizin im Medizinstudium: Die "klinischen Semester"
Der Stoff ist einheitlich und alles ist somit weniger anstrengend [also ohne Widersprüche, ohne Datendivergenzen etc.]. Die Professoren für die klinischen Semester sind:
-- innere Medizin: Moritz, Arnold Cahn, Erich Meyer
-- Chirurgie: Madelung, Ledderhose
-- Gynäkologie: Fehling, Freund
-- Psychiatrie: Wollenberg, Rosenfeld, Pfersdorff
-- Bakteriologie: Forster, Levy
-- pathologische Anatomie: Chiari
-- Pharmakologie: Schmiedeberg
-- Arzneimittellehre:
   -- Arnold Cahn für den praktischen Unterricht
   -- Schmiedeberg für den theoretischen Unterricht (Erforscher der Digitalissubstanzen) (Leben+Denken, S.120)

1910
Drolliges aus Strassburg
-- Darwinismus kann man präsentieren, wenn man das Wort "Affe" nicht erwähnt
-- Hegel und Ernst Haeckel können in Strassburg leicht verwechselt werden, weil im Elsässischen beide Namen wie Häggel ausgesprochen werden (Leben+Denken, S.121).

1910ca.
Holzplätze in Afrika - der Holzhandel wird komplizierter
Die Holzplätze an den Flussufern sind alle schon weg, man muss nun Holzplätze im Urwald-Innern suchen (Zwischen Wasser+Urwald, S.405).


September 1911
München: Albert Schweitzer ist in München auf dem "französischen Musikfest" und verdient das Geld für das Staatsexamen
Dort wird die Symphonia Sacra für Orgel und Orchester von Komponist Widor aufgeführt, mit Widor als Dirigent (Leben+Denken, S.122).

Oktober bis Dezember 1911
Strassburg: Albert Schweitzer absolviert das medizinische Staatsexamen (2 Monate lang Prüfungen)
(Leben+Denken, S.122)

17.12.1911
Strassburg: Albert Schweitzer absolviert seine Prüfung des Medizin-Staatsexamens
bei Chirurgie-Professor Madelung. Am Abend ist das Medizin-Staatsexsamen endlich vorbei (Leben+Denken, S.122). Zitat Albert Schweitzer:
<Als ich am 17. Dezember, nach der letzten Station bei dem Chirurgen Madelung, aus dem Spital in das Dunkel des Winterabends hinausschritt, konnte ich es nicht fassen, dass die furchtbare Anstrengung des Medizinstudiums nun hinter mir lag. Immer wieder vergewisserte ich mich, dass ich nicht träumte, sondern wach war. Wie aus weiter Ferne hörte ich Madelung, der neben mir ging, einmal über das andere sagen: "Nur weil Sie so eine gute Gesundheit haben, haben Sie so etwas fertigbringen können."> (Leben+Denken, S.122)
Es fehlen noch:
-- "das praktische Jahr als Volontär"
-- die Doktorarbeit mit dem Thema: War der Fantaise-Jesus geisteskrank oder nicht? (Leben+Denken, S.122)
-- für die Doktorarbeit sind Arbeiten von de Loosten, William Hirsch und Binet-Sanglé die Ausgangsbasis (Leben+Denken, S.122).

Also: Albert Schweitzer will prüfen, ob das "Messianitätsbewusstsein" des Fantasie-Jesus "irgendwie mit einer Störung seiner Psyche zusammenhing", denn:
"De Loosten, William Hirsch und Binet-Sanglé hatten bei Jesus irgendwie paranoide Geistesstörung angenommen und krankhafte Grössen- und Verfolgungsideen bei ihm gefunden." (Leben+Denken, S.123)

1911-1912
Uni Strassburg: Albert Schweitzer mit vergleichenden Vorlesungen
Albert Schweitzer hält Vorlesungen mit dem Vergleich der Religionsfantasien mit den Naturwissenschaften (Leben+Denken, S.125). Albert Schweitzer Zitat:
"Meine im Wintersemester 1911 auf 1912 gehaltenen Vorlesungen behandelten die Auseinandersetzung der religiösen Weltanschauung mit den Ergebnissen der geschichtlichen Erforschung der Religionen und den Tatsachen der Naturwissenschaften." (Leben+Denken, S.125)

Frühjahr 1912
Paris: Albert Schweitzer studiert auch noch Tropenmedizin
Gleichzeitig werden in Paris die Einkäufe für das zukünftige Spital in Lambarene gemacht, Pakete mit Zollscheinen vorbereitet etc.
-- medizinische Instrumente
-- Medikamente
-- Verbandstoffe
-- sonstige Ausstattung
-- und der komplette Haushalt auch noch (Leben+Denken, S.126).

Albert Schweitzer merkt, Bestellungen machen ist auch eine Kunst:
"Heute bin ich so weit, dass mir das schöne Ausarbeiten einer Bestellung künstlerische Genugtuung bereitet." (Leben+Denken, S.126)
Albert Schweitzer stellt fest, dass Warenkataloge auch im Medizinbereich sehr unübersichtlich und unpraktisch gestaltet sind (Leben+Denken, S.126-127).

1912
Doktorarbeit von Albert Schweitzer: Der Fantasie-Jesus soll ein ethischer Herrscher gewesen sein
Albert Schweitzer meint, der Fantasie-Jesus sei "eine gewaltige, ethische Persönlichkeit." Und: "Seinem geistigen Wesen nach war er tatsächlich der von dem [Fantasie]-Propheten verheissene, ethische [Fantasie]-Herrscher." (Leben+Denken, S.124)

18.6.1912
Heirat von Albert Schweitzer mit Helene Bresslau - Umzug ins Pfarrhaus des Vaters Schweitzer
Helene ist die Tochter eines Historikers Bresslau aus Strassburg. Danach zieht Albert Schweitzer mit Helene ins väterliche Pfarrhaus um und schliesst alle noch ausstehenden Arbeiten ab, mit Hilfe von Helene (Leben+Denken, S.126).


1912: Abbruch in Strassburg - die Geldsammlung für Lambarene

1912
Der Abbruch der Existenz in Strassburg
-- Albert Schweitzer gibt seine Fantasie-Religions-Professur an der Uni Strassburg ab
-- Albert Schweitzer gibt die Jesus-Fantasie-Predigerstelle an der Kirche St. Nicolai ab (Leben+Denken, S.124).

1912
Der Bettelgang für Geld für das Urwaldspital bei Professoren, bei seiner Ex-Gemeinde, bei Gemeinden von Pfarrerkollegen, durch Konzerte+Vorträge
Es folgen Bettelgänge für Geld für das Spital in Lambarene auf französischem Kolonialgebiet [auf dem Territorium des Feindes]
-- manche geben was, v.a. deutsche Professoren der Uni Strassburg
-- manche lehnen ab und demütigen Albert Schweitzer (Leben+Denken, S.127).

Bedeutende Spenden kommen:
-- von Angehörigen seiner Jesus-Fantasie-Gemeinde St. Nicolai in Strassburg
-- von weiteren Jesus-Fantasie-Kirchengemeinden im Elsass, v.a. dort, wo Fantasie-Religions-Studienkollegen von Albert Schweitzer als Jesus-Fantasie-Pfarrer wirken
-- Geld kommt auch von einem Gönnerkonzert der Pariser Bach-Gesellschaft mit Chor, Maria Philippi und Albert Schweitzer als Solisten
-- von einem Vortrag in Le Havre, wo Schweitzer durch Konzerte schon bekannt ist (Leben+Denken, S.127).
[Es erscheint eigenartig, dass die "hohen Kreise" wie die vielen Gräfinnen nicht als Gönner genannt werden].
So sind die Finanzen für Investitionen, Reise und Spitalbetrieb für ca. 1 Jahr gesichert (Leben+Denken, S.127), und "vermögende Freunde" sagen weitere Finanzen zu, wenn Albert Schweitzer Pleite ist (Leben+Denken, S.128).
[Die extremistische Jesus-Fantasie-Kirche GIBT NICHTS!
Es scheint eigenartig, dass die Jesus-Fantasie-Missionsgesellschaft dem Albert Schweitzer keinen Cent für sein Spitalprojekt gibt. Albert Schweitzer tritt somit gegen die GESAMTE Kirche an, um GEGEN die Kirche sein Spital für Ureinwohner und Primärnationen durchzusetzen].
Die Hilfe von Annie Fischer für Schweitzers Verwaltung in Europa
Frau Annie Fischer war Witwe mit Sohn von einem jung verstorbenen Tropenarzt der Uni Strassburg. Annie Fischer hilft Albert Schweitzer bei der Erledigung von finanziellen und geschäftlichen Angelegenheiten in Europa. Der Sohn wird später auch Tropenarzt (Leben+Denken, S.128).

Das erarbeitete und gesammelte Geld reicht für 2 Jahre (S.320-321). Albert Schweitzer rechnet mit 15.000 Franken Ausgaben pro Jahr (Zwischen Wasser+Urwald, S.321).

? Die Wahl des Standorts Lambarene für das Spital - gute Erreichbarkeit per Kanu
Faktoren bei der Standortwahl waren
-- die geografische Lage mit der Erreichbarkeit mit Kanus auf den Flüssen
-- die Angaben von Jesus-Fantasie-Missionar Morel (auch ein Elsässer) (Leben+Denken, S.151).
-- Lambarene wird als Standort ausgewählt, weil sich dort immer mehr die Schlafkrankheit ausbreitet (Zwischen Wasser+Urwald, S.320).


1912: Die Bewerbung bei der Pariser Jesus-Fantasie-Missionsgesellschaft für Lambarene

1912
Paris: Das Angebot Albert Schweitzers an die Pariser Jesus-Fantasie-Missionsgesellschaft
Nun macht Albert Schweitzer der Pariser Jesus-Fantasie-Missionsgesellschaft das Angebot, auf EIGENE KOSTEN (!!!) in Lambarene ein Jesus-Fantasie-Missionsarzt zu sein (S.128). Der Missionsdirektor Jean Bianquis (Nachfolger von Boegner) will den Gratis-Arzt Albert Schweitzer sofort in Lambarene wirken lassen, aber die extremistischen Jesus-Fantasie-Komiteemitglieder wollen Albert Schweitzer mit einem "Glaubensexamen" prüfen und laden ihn vor. Diese Vorladung lehnt Albert Schweitzer ab mit der Begründung (S.128), der Fantasie-Jesus habe von seinen Fantasie-Jüngern auch nur die Nachfolge verlangt (Leben+Denken, S.128-129).

Albert Schweitzer ist überzeugt, dass humanitäre Hilfe neutral sein muss. Das Spital in Lambarene soll somit überkonfessionell und international sein, in Symbiose mit der Pariser Missionsgesellschaft, die das Spital aber nur duldet (Zwischen Wasser+Urwald, S.321).

Ausserdem war schon VOR Albert Schweitzer ein anderer Arzt von den Jesus-Fantasie-Extremisten der Missionsgesellschaft abgelehnt worden, weil dieser Arzt bezweifelt hatte, dass das 4. Fantasie-Evangelium vom Fantasie-Johannes stammen würde, und dieses Schicksal wollte Albert Schweitzer vermeiden (Leben+Denken, S.129).

Weil Albert Schweitzer nicht der zweite abgelehnte Arzt werden will, lehnt er die Vorladung ab, aber bietet persönliche Gespräche mit jedem einzelnen Komitee-Extremisten an. Resultat:
-- Die Jesus-Fantasie-Extremisten meinen, Albert Schweitzer könne mit seiner eigenen Fantasie-Theologie die lokalen Jesus-Fantasie-Missionare in Gabun "verwirren"
-- Albert Schweitzer versichert jeweils, nur als Arzt tätig sein zu wollen und in Sachen Fantasie-Religion so "stumm wie ein Fisch" zu sein (Leben+Denken, S.129)
"être muet comme une carpe" (wörtlich: stumm wie ein Karpfen) (Leben+Denken, S.129,155)
-- viele Komiteemitglieder sind beruhigt und werden sogar herzlich und nehmen das Angebot eines Gratis-Arztes an (Leben+Denken, S.129)
-- einige Mitglieder des Jesus-Fantasie-Missionskomitees wollen Albert Schweitzer aber immer noch nicht, weil "christliche Liebe" nicht genüge, er müsse auch den "rechten Glauben" haben (Leben+Denken, S.111)
-- ein ganz extremer Jesus-Fantasie-Extremist im Missionskomitee tritt nach der Annahme von Albert Schweitzer als Arzt in Lambarene aus dem Komitee aus (Leben+Denken, S.129-130)
und
-- Albert Schweitzer will mit seiner Bewerbung in Paris auch die Praxis in Paris ändern: Wegen Glaubensfragen darf man doch medizinische Hilfe nicht verweigern! (Leben+Denken, S.111)

Der Evangelische Jesus-Fantasie-Missionsverein wird ausgeschlagen
-- eine Bewerbung beim Allgemeinen Evangelischen Missionsverein der Schweiz schlägt Schweitzer aus, weil er unbedingt in den Kongo will (Leben+Denken, S.111)

Nächster Schritt: Das französische Kolonialministerium muss den DEUTSCHEN Arzt Albert Schweitzer bewilligen (!)
-- muss bewilligen, dass ein DEUTSCHER Arzt mit einem DEUTSCHEN Doktordiplom in der FRANZÖSISCHEN Kolonie heilen darf
-- "einflussreiche Bekannte" machen auch das noch möglich (Leben+Denken, S.130).
[Ist das nicht ein bisschen viel, was Albert Schweitzer da alles erreichen will, als kleiner Revolutionär?]

1913-1917

März-April 1913: Die Reise von Albert+Helene Schweitzer nach Gabun nach Lambarene

Februar 1913
-- Versand von 70 Kisten Material nach Bordeaux
-- in Handgepäck hat Albert Schweitzer 2000 RM in Gold, ist sicherer im Fall eines Kriegsausbruchs, womit Albert Schweitzer rechnet, trotz vieler Friedensbemühungen und Kontaktbemühungen zwischen Frankreich und Deutschland, denn
-- beide Staaten D+F zahlen Löhne kaum noch in Gold aus, und
-- ein Kriegsausbruch hängt nicht alleine von D+F ab (Leben+Denken, S.130).

SCHLUSS mit Musik
Albert Schweitzer meint, mit seiner Afrika-Aktivität sei seine musikalische Laufbahn beendet (Leben+Denken, S.156).


Anfang März 1913ca.
Albert+Helene Schweitzer verlassen Günsbach
(Leben+Denken, S.150)

26.3.1913
Abfahrt des Schiffes von Bordeaux nach Gabun
[Ziel ist die französische Missionsstation Lambarene zum Bau eines Spitals für Schwarze]
(Leben+Denken, S.150)

Die Dampfer, die zum Kongo fahren ("Kongodampfer"), sind sehr flach gebaut, um den Kongo auch bei Niedrigwasser bis Matadi zu befahren (Zwischen Wasser+Urwald, S.329).

Während eines 3 Tage anhaltenden Sturms schwankt der Dampfer bedenklich, mehrere Leute werden ernstlich verletzt, dann erfolgt die Ankunft in Teneriffa, wo Kohlen aufgefüllt werden. Bei der Abfahrt von Teneriffa sieht Albert Schweitzer fliegende Fische (Zwischen Wasser+Urwald, S.330).

In Dakar sieht Albert Schweitzer, wie die Afros ihre Pferde und Maultiere grausam misshandeln (Zwischen Wasser+Urwald, S.333).

Der Ozean vor Afrika ist voller Haifische, die Haie werden von Küchenabfällen der Dampfer angelockt und kommen auch in die Häfen (Zwischen Wasser+Urwald, S.334).

In den Häfen tauchen junge schwarze Männer in Gruppen nach Geldmünzen der Weissen. Sie machen dabei einen Riesenlärm, so dass die Haie vertrieben werden. Gelddepot ist der Mund [Schwarze haben damals nur Lendenschurz, keine Hosentaschen] (Zwischen Wasser+Urwald, S.334).

Das Verladen vor der afrikanischen Küste
Meistens haben die Häfen Afrikas keine Mole, also keinen Schutzdam vor hohen Wellen, so dass die Ladung am Schiffskran in die Beiboote verladen wird. In Grand Bassam (Tabou, Cotonou) ist es ganz extrem, da wird die Ladung und werden auch die Menschen in hölzernen Kästen auf die tanzenden Boote gehievt, manchmal gelingt es nicht und die Ladung wird nass. Es fehlt Afrika an sicheren Häfen (Zwischen Wasser+Urwald, S.336).

Das Schiff mit Albert Schweitzer passiert laufend Wirbelstürme und Regengüsse (Zwischen Wasser+Urwald, S.336-337).

Der Kolonialistenhut gegen Malaria - und sie kommt auch nie
Albert Schweitzer befolgt den Ratschlag von Gräfin von Erlach, nur mit Kolonialistenhut draussen zu sein, um nie an Malariafieber zu erkranken, und es kommt auch nie (Leben+Denken, S.117).

Bei bewölktem Himmel soll die Sonne viel gefährlicher sein als die direkte Sonne, berichten Weisse, die schon in Afrika waren (Zwischen Wasser+Urwald, S.337).

Annie Fischer wickelt die Verwaltung in Europa ab
Frau Annie Fischer übernimmt für Albert Schweitzer die Abwicklung der finanziellen und geschäftlichen Angelegenheiten in Europa (Leben+Denken, S.128).

1913 hat Gabun 4 protestantische Jesus-Fantasie-Missionsstationen
-- in N'Gômô, ca. 200km von der Küste entfernt
-- in Lambarene, ca. 250km von der Küste entfernt
-- in Samkita, ca. 300km von der Küste entfernt
-- in Talagouga, ca. 350km von der Küste entfernt, auf einer romantischen Flussinsel (Zwischen Wasser+Urwald, S.325).

Die Missionsordnung:
-- in jeder Mission leben 2 verheiratete Paare mit ihren Kindern sowie 1 lediger Jesus-Fantasie-Missionar und eine Lehrerin

1913 hat Gabun 3 [kr.päd.gay] katholische Jesus-Fantasie-Missionsstationen
-- in N'Djôle
-- bei Samba
-- am Nebenfluss N'Gounje (Zwischen Wasser+Urwald, S.326).

Die Missionsordnung:
-- in jeder kr.päd.gay katholischen Mission leben 10 Weisse (3 [kr.päd.gay] Priester, 2 Laienbrüder, 5 Schwestern) (Zwischen Wasser+Urwald, S.326).

Die Regierung mit Bezirkshauptleuten ist vertreten in Cap Lopez+Lambarene+Samba+N'Djôle mit ca. 500 farbigen Soldaten (Zwischen Wasser+Urwald, S.326).


13.4.1913: Ankunft in Libreville

Der Zoll in Afrika kann sehr willkürlich sein, [je nach Laune der Zöllner], plötzlich werden alte Sachen als neu bewertet etc., um mehr Zoll zu verlangen etc. (Zwischen Wasser+Urwald, S.337).

ab Mai 1913ca.: Die Zeit des ersten Spitals in Lambarene

Die Jesus-Fantasie-Mission von Lambarene gibt Albert Schweitzer ca. 2000 Franken für den Bau dazu (Zwischen Wasser+Urwald, S.358).

Die grosse Schulbaracke der Jesus-Fantasie-Mission dient auch als Jesus-Fantasie-Kirche und Albert Schweitzer predigt den Schwarzen dort die Narrenbibel aus Rom (Zwischen Wasser+Urwald, S.457).

Ojembo ist ein Lehrer an der Knabenschule, ist ein "feiner Mensch", aber gleichzeitig ein Jesus-Fantasie-Terrorist (Zwischen Wasser+Urwald, S.459)

Das Spital in Lambarene

Albert Schweitzer kann seine eigenen Bücher führen, er ist dem Staat zu nichts verpflichtet, keine Berichte, Statistiken, Anträge etc. (Zwischen Wasser+Urwald, S.388).

Europa hilft Albert Schweitzer nicht, keine einzige Regierung hilft, sondern die [Freimaurer]-Regierungen geben lieber Millionen für Rüstung aus (Zwischen Wasser+Urwald, S.396).

Mai 1913ca.
Empfang in Lambarene - ein Hühnerstall wird erstes Konsultationszentrum
-- nun sollte eine erste Wellblechbaracke gebaut werden, um sofort eine komplette ärztliche Tätigkeit zu ermöglichen, das ist aber nicht möglich, weil Arbeitskräfte fehlen, denn der Handel mit Okoumeholz ist attraktiver als der Hausbau auf einem Jesus-Fantasie-Territorium
-- Albert Schweitzer muss sein erstes Konsultationszentrum folglich in einem alten Hühnerstall einrichten (Leben+Denken, S.150).
[Albert Schweitzer hat vergessen, aus Europa zwei gute Schreiner mitzunehmen! - Und das vergisst er IMMER!]
-- zuerst muss der Bauplatz eingeebnet werden, das soll mit 5 faulen Arbeitern der Mission gehen (S.358-359), dann bekommen sie Lohn und kaufen damit Schnaps und schlafen am nächsten Tag ihren Rausch aus und sind nicht zu gebrauchen. Dann kommen 8 Träger von Holzhändler Rapp von der katholischen Jesus-Fantasie-Mission und bald ist der Platz eingeebnet (Zwischen Wasser+Urwald, S.359).

Die weisse Bevölkerung am tropischen Ogowe-Fluss in Gabun
-- die Weissen aus Europa oder aus den "USA" bekommen nach 1 Jahr Ermüdung und Anämie, nach 2 bis 3 Jahren sind sie nicht mehr arbeitsfähig und brauchen mindestens 8 Monate Pause in Europa
-- unter den Weissen herrscht eine hohe Mortalität, z.B. in Libreville (der Hauptstadt von Gabun) an der Küste mit einer Sterblichkeit von knapp 14% ("fast 14 auf 100") (Zwischen Wasser+Urwald, S.323)
-- vor 1914 leben am tropischen Ogowe-Fluss ca. 200 Weisse: Pflanzer, Holzhändler, Kaufleute, Regierungsbeamte, Jesus-Fantasie-Missionare (Wasser+Urwald, S.324)
-- und bis vor 300 Jahren lebten mächtige Stämme der Schwarzen am Ogowe-Fluss, das liegt 1914 alles in Trümmern, denn der Sklavenhandel und der Alkohol der Weissen hat die schwarzen Stämme zerstört (Wasser+Urwald, S.324)

Die schwarze Bevölkerung am tropischen Ogowe-Fluss in Gabun: Orungus, Galoas, Pahouins
-- die Orungus im Ogowe-Delta sind fast komplett verschwunden (Wasser+Urwald, S.324)
-- die Galoas in der Gegend von Lambarene sind maximal noch 80.000 (Wasser+Urwald, S.324)
-- in die Leere drängen Stämme aus dem Innern von Gabun: die Fans (Pahouins), sollen Menschenfresser sein, die werden von den Kolonialisten gestoppt, die anderen nicht zu vernichten
-- Lambarene ist die Grenze zwischen den Pahoins und den alten Stämmen am Unterlauf, die Orungus und die Galoas (Zwischen Wasser+Urwald, S.324).

Die Trockenzeit und die gefährlichen Sandbänke im Ogowe-Fluss
-- in dieser Trockenzeit sinkt der Flusspegel beträchtlich und man kann auf den Sandbänken spazieren gehen (Zwischen Wasser+Urwald, S.455), ganze Dörfer campieren auf den Sandbänken und fischen (Zwischen Wasser+Urwald, S.343,455), so dass weniger PatientInnen zum Spital kommen (Zwischen Wasser+Urwald, S.455) oder Geisteskranke werden in der Trockenheit auf eine Sandbank verfrachtet, wo sie ungefesselt herumtoben können (Zwischen Wasser+Urwald, S.360)
-- Sandbänke beim Spital in Lambarene dienen auch als "Briefkasten", um dort Kranke anonym abzuladen (Briefe aus Lambarene, S.675)
-- die Schifffahrt während der Trockenzeit ist sehr gefährlich: Wenn Dampfer steckenbleiben, dauert es ev. Tage, bis er loskommt (Briefe aus Lambarene, S.670,684), oder wenn Motorboote auf eine Sandbank auffahren, werden sie defekt (Briefe aus Lambarene, S.531), oder wenn Holzflösse auf eine Sandbank auflaufen, muss das gesamte Floss auseinandergenommen und neu zusammengesetzt werden, der Zeitverlust ist bis zu 8 Tage (Zwischen Wasser+Urwald, S.411)
-- immer nach der Trockenzeit kommen dann neue Wellen PatientInnen, wenn die Fischsaison vorbei ist (Zwischen Wasser+Urwald, S.455)


Kein Landkauf für ein grosses Spital

Der Jesus-Fantasie-Missionar Morel zeigt dem Albert Schweitzer 3km oberhalb von Lambarene bei der Flussgabelung des Ogoweflusses ein grosses Territorium, wo einmal grosse Dörfer des "Sonnenkönigs" standen. Der Wald dort ist jung, kein Problem zum Roden. Manchmal stehen noch Ölpalmen der ehemaligen Dörfer dort (Briefe aus Lambarene, S.620).

-- die Talmulde ist der Ort für das neue Spital
-- die sanften Hügel sind der Ort für Wohnhäuser (Briefe aus Lambarene, S.620).

Albert Schweitzer lehnt den Landkauf ab, sondern bleibt bei der Missionsstation Lambarene (Briefe aus Lambarene, S.620) und baut ein Spital, das für 40 PatientInnen ausgelegt ist (Briefe aus Lambarene, S.618).
[Später wird er bereuen, das Land nicht gekauft zu haben, wenn sein Spital viel zu klein wird und 1925 schlimmste Zustände herrschen - dann kauft er das Land 1926 schliesslich doch noch].

Die Flut an kranken Schwarzen
Die Kranken kommen ab dem ersten Tag, aber Albert Schweitzer hat noch keine Medikamente oder Operationsinstrumente (Leben+Denken, S.150-151).

Die Wahl des Standorts erweist sich nun als richtig, denn
-- Lambarene ist per Kanu erreichbar
-- die Leute kommen aus 200 bis 300km Entfernung auf dem Kanu mit den Angehörigen (Leben+Denken, S.151).

Viele Schwarze verweigern aber eine notwendige Operation, aber bei Albert Schweitzer stehen sie Schlange (Zwischen Wasser+Urwald, S.377). Zitat:
"In manchen Gegenden Äquatorialafrikas lassen sich die Neger nur schwer oder gar nicht dazu bewegen, sich operieren zu lassen. Wie es kommt, dass sie sich am Ogowe geradezu dazu drängen, weiss ich nicht. Es hängt wohl damit zusammen, dass vor einigen Jahren ein Militärarzt namens Jauré-Guibert, der sich einige Zeit beim Bezirkshauptmann in Lambarene aufhielt, eine Reihe von gelungenen Operationen machte. Ich ernte, was er gesät hat." (Zwischen Wasser+Urwald, S.377)
Die Krankheiten der Schwarzen
Albert Schweitzer berichtet, schwerpunktmässig habe er die folgenden Krankheiten behandelt:
-- Chirurgie: v.a. Hernien+Elephantiasistumore
-- Dysenterie
-- Frambösia
-- Herzkrankheiten
-- Lepra
-- Lungenentzündungen
-- Malaria
-- phagedänische Geschwüre
-- Schlafkrankheit
-- Urologie (Leben+Denken, S.151).

Albert Schweitzer muss überraschend feststellen, dass die afrikanische Bevölkerung unter vielen Hernien leidet, und dass sie dann oft an eingeklemmten Hernien qualvoll sterben, wenn kein Arzt da ist. Also das körperliche Leid in Afrika ist dramatisch (Leben+Denken, S.151)

Die Schlafkrankheit hat ein Zentrum am N'Gounje, ca. 150km aufwärts, und ein kleines Zentrum um Lambarene sowie am See hinter N'Gômô (Zwischen Wasser+Urwald, S.389).

Albert Schweitzer muss tagtäglich Wasser destillieren, Medikamente mischen, Geschwüre auskratzen, Zähne ziehen etc. (Zwischen Wasser+Urwald, S.395).
[Die Wasserdesinfektion mit der Ultraviolettstrahlung der Sonne ist noch nicht bekannt - Link].
Der Entscheid zum Gang ins Spital - die Familie entscheidet
-- oft entscheidet der Familienrat, nicht der Patient, ob jemand im Spital bei Albert Schweitzer heilen darf (Zwischen Wasser+Urwald, S.368)

Mit dem Hörrohr das Herz abhören und Diagnosen stellen - das macht Eindruck bei den Schwarzen
Albert Schweitzer macht den Afros Eindruck, indem er die Herzen mit seinem Hörrohr abhört und Herzprobleme erkennt, ohne dass die Schwarzen ihm davon erzählt haben (Zwischen Wasser+Urwald, S.359). Albert Schweitzer Zitat:
<Die Zahl der Herzkranken überrascht mich immer mehr. Sie ihrerseits sind erstaunt, dass ich ihre ganzen Leiden kenne, wenn ich sie mit dem Hörrohr behorcht habe. "Jetzt glaube ich, dass dies ein rechter Doktor ist!" rief letzthin eine herzkranke Frau [dem Helfer] Joseph zu. "Er weiss, dass ich nachts oft nicht atmen kann und vielmals geschwollene Füsse habe, und ich habe ihm nichts davon gesagt, und er hat nicht einmal meine Füsse angeschaut."> (Zwischen Wasser+Urwald, S.359)


Erste Chirurgie in Lambarene
-- die erste Operation von Albert Schweitzer ist eine Hernie (Leben+Denken, S.151)
-- die Schwarzen vertrauen den Operationen von Albert Schweitzer sofort, weil sie schon positive Erfahrungen mit dem Regierungsarzt Jauré-Guibert gemacht haben: Dort haben sie schon erfolgreiche Operationen mit Heilungen beobachten können (Leben+Denken, S.153)
-- Albert Schweitzer operiert erfolgreich und von den ersten OP-Fällen überleben alle, was seinen Ruf fördert (Leben+Denken, S.153).
-- Albert Schweitzer operiert und heilt, er labert nichts vom Fantasie-Gott aus Rom oder vom Fantasie-Jesus, und deswegen haben die Schwarzen bald volles Vertrauen zu ihm (Leben+Denken, S.155).

Albert Schweitzer hat Abgrenzungsprobleme
Albert Schweitzer hat kein "robustes Temperament" und sorgt sich immer und wird so seelisch ausgelaugt (Leben+Denken, S.153).

Der Dolmetscher Joseph Azowani
Albert Schweitzer muss in Lambarene auch überraschend feststellen, dass es an Dolmetschern fehlt, denn es finden sich kaum Schwarze, die Französisch können. Der erste Dolmetscher ist ein Koch - Joseph Azowani - der dann bei Albert Schweitzer bleibt (Leben+Denken, S.151), obwohl er bei Schweitzer weniger verdient als vorher als Koch. Schweitzer schreibt, er habe damals nicht das Geld für eine gleichwertige Bezahlung gehabt (Leben+Denken, S.151-152).

Helfer Joseph ist ein Sprachtalent (Zwischen Wasser+Urwald, S.386). Zitat Albert Schweitzer:
"Mit Joseph bin ich immer zufrieden. Zwar kann er weder lesen noch schreiben. Trotzdem irrt er sich nicht, wenn er eine Arznei vom Schafte der Apotheke herunterlangen soll. Er erinnert sich des Wortbildes der Inschrift und liest diese, ohne die Buchstaben zu kennen. Sein Gedächtnis ist grossartig, seine Begabung für Sprachen hervorragend. Er beherrscht acht Negerdialekte und spricht nicht übel Französisch und Englisch." (Zwischen Wasser+Urwald, S.386)
Der Helfer Joseph hat einen Hang zur "Eleganz" und gibt dafür 50% seines Gehalts aus. Er ist viel eleganter gekleidet als Albert Schweitzer (Zwischen Wasser+Urwald, S.388).

Helfer Joseph hatte als Koch in Cap Lopez 120 Franken pro Monat, jetzt bei Albert Schweitzer hat er 70 Franken pro Monat (Zwischen Wasser+Urwald, S.359).

-- Dolmetscher Joseph Azowani übersetzt bei Operationen
-- Dolmetscher Joseph Azowani gibt Albert Schweitzer wichtige Anweisungen zum Umgang mit den Afros
-- Dolmetscher Joseph meint, Schwerkranke müsse man abweisen, also: Die afrikanischen Heiler weisen Todkranke immer ab, um keine Misserfolge in ihren Bilanzen zu haben
-- Albert Schweitzer macht es anders, behandelt auch Schwerkranke, gibt aber die Warnung durch, dass die Heilung eventuell nicht gelingen könne, dass die Heilung nicht sicher sei, und wenn die schwerkranke Person doch heilt, steigt der Ruf von Albert Schweitzer (Leben+Denken, S.152).

Albert Schweitzer stellt fest, dass die Schwarzen gut mit dem Tod umgehen können und kein Zeter und Mordio schreien, wenn eine Heilung bei einem Schwerkranken mal nicht gelingt (Leben+Denken, S.152).

Lambarene: Das Klavier für Albert Schweitzer
Albert Schweitzer erhält von der Pariser Bachgesellschaft ein Klavier mit Orgelpedal geschenkt, das nach Lambarene transportiert wird. Albert hat aber anfangs nicht den Mut zu üben (Leben+Denken, S.156).

Helene Schweitzer mit vollem Pensum als Krankenpflegerin+Organisatorin

-- sie macht den Haushalt PLUS
-- sie ist Krankenpflegerin+assistiert
-- sie verwaltet die Wäsche und die Verbandsstoffe
-- sie macht den Verkauf in der Apotheke
-- sie putzt die medizinischen Instrumente, bereitet die Operationen vor und übernimmt die Narkosen (Leben+Denken, S.152).

-- Frau Helene Schweitzer kocht auch die Krankenkost für die weissen Patienten und wird deswegen im ganzen Land bekannt (Zwischen Wasser+Urwald, S.450)

Lambarene: Helene Schweitzer verträgt das schwüle Klima nicht
Helene Schweitzer verträgt die schwüle Luft in Lambarene nicht und muss deswegen als Ausgleich öfter eine Zeit am Meer verbringen (Leben+Denken, S.174).

Fall 15.8.1913: Operation einer inkarzerierten Lumbalhernie
Die Operation findet in einem improvisierten Zimmer statt, der OP-Saal ist da noch nicht fertig (Zwischen Wasser+Urwald, S.368).

Es wird eine inkarzerierte Lumbalhernie operiert (der Darm geht "nach hinten los"), die Operation dauert ca. 4 Stunden, und die letzten Stiche macht Albert Schweitzer unter dem Licht der Petroleumlampe - und der Patient wurde geheilt (Zwischen Wasser+Urwald, S.377).

Der geheilte Patient sammelt für Albert Schweitzer in der Familie 20 Franken als Belohnung für die gelungene Operation (Zwischen Wasser+Urwald, S.378).

Fall: Offener Bruch am Unterschenkel mit einem herausragenden Knochenstück, handlang, eiternd
und der Patient ist total abgemagert - wird bei Albert Schweitzer geheilt (Zwischen Wasser+Urwald, S.377).

Der Onkel des Patienten ist Schreiner und baut fürs Spital ein paar Schränke (S.378), da kommen dann Medikamentenvorräte rein (Zwischen Wasser+Urwald, S.379).

Narkose soll "Tod" sein - das Erwachen aus der Narkose die "Wiedererweckung"
Die Narkose wird von Schwarzen als Tod wahrgenommen und das Erwachen als Wiedererweckung. Auch Schlaganfälle werden als "tot sein" beschrieben ("ich war tot") (Zwischen Wasser+Urwald, S.378).

Gute Schwarze: Geschenke einfach so
Albert Schweitzer erhält auch Geschenke einfach so von Leuten als Dank, dass er für die Schwarzen gekommen ist, um hier zu heilen (Zwischen Wasser+Urwald, S.378).

Unter den Geschenken ist auch Folterding, das die Schwarzen untereinander anwenden, eine Nilpferdpeitsche aus Nilpferdhaut (Zwischen Wasser+Urwald, S.378).

Fall: Lepra
Der Patient kommt von der Lagune Fernand Vaz, südlich von Cap Lopez (Zwischen Wasser+Urwald, S.379).

ab September / Oktober 1913
Jesus-Fantasie-Predigten von Albert Schweitzer in Lambarene - neue Dolmetscher
Albert Schweitzer wird im Herbst 1913 von der Jesus-Fantasie-Missionsleitung aufgefordert, in Lambarene auch zu predigen [ooo, er sollte also doch über Religion reden!], und ab sofort muss er nicht mehr so stumm wie ein Fisch sein (Leben+Denken, S.155). Er darf predigen, und schwarze Schullehrer übersetzen seine Predigten in die Sprachen der Goalas und der Pahuins (Leben+Denken, S.156).

Oktober 1913ca.
Albert Schweitzer bekommt einen Fetisch (Glücksbringer) geschenkt
Fetische werden auch weiterverschenkt, z.B. an Albert Schweitzer, der hat nun einen Fetisch mit Schädelstücken aus einem Scheitelbein (Zwischen Wasser+Urwald, S.365). Albert Schweitzer Zitat:
"Ich selber besitze einen Fetisch. Die Hauptstücke desselben sind zwei länglich-ovale, in rotem Farbstoff getränkte Ausschnitte aus einem menschlichen Schädel, wie mir scheint, den Scheitelbeinen entnommen. Der Besitzer war mit seiner Frau seit Monaten krank. Sie litten an quälender Schlaflosigkeit. Im Traume hörte der Mann mehrmals eine Stimme, die ihm offenbarte, sie könnten beide erst genesen, wenn er seinen von den Vätern ererbten Fetisch dem Missionar Haug in N'Gômô brächte und dessen Anordnung befolgte. Schliesslich tat er, wie ihm befohlen war. Herr Haug wies ihn an mich und schenkte mir den Fetisch. Mann und Frau blieben mehrere Wochen bei mir in Behandlung und wurden bedeutend gebessert entlassen." (Zwischen Wasser+Urwald, S.365)
Spätherbst 1913: Das erste Behandlungszentrum 8x4m ist fertig

Spätherbst / November 1913
Lambarene: Die Wellblechbaracke am Fluss ist fertig
-- das Wellblechhaus ist 8 mal 4 Meter gross
-- das Wellblechhaus hat ein Blätterdach oben [damit das Wellblech kühl bleibt]
-- das Wellblechhaus ist aufgeteilt in einen Konsultationsraum, einen OP-Saal und eine kleine Apotheke (Leben+Denken, S.150).
-- Albert Schweitzer pflegt immer mit Dr. Nassau Kontakt, der nun in "Amerika" ist und dem Albert Schweitzer zum Aufbau seines Spitals gratuliert (Leben+Denken, S.151)

Das erste Spitaldorf - mit rassistischer Trennung zwischen Schwarzen und Weissen - [KEIN Kulturaustausch - keine direkten Lernprozesse]
Um diese medizinische Baracke entstehen nun Bambushütten für die Unterbringung von Kranken und Angehörigen. Die Weissen sind rassisch getrennt bei den Jesus-Fantasie-Missionaren und im Doktorhäuschen untergebracht (Leben+Denken, S.150).
[Der Kulturaustausch und der Austausch von Lebensweisheiten wird bei Albert Schweitzer also NICHT gefördert - Lernprozesse finden nur indirekt statt - und viele Schwarze klauen auch].
Das Spital in Lambarene beherbergt täglich ca. 40 Kranke und deren Angehörige (Leben+Denken, S.153).


Albert Schweitzer verlangt eine kleine Bezahlung
-- Albert Schweitzer verlangt eine Gegenleistung für verwendete Medikamente
-- da kommen so 200 bis 300 Franken pro Monat raus (Zwischen Wasser+Urwald, S.449)
-- Albert Schweitzer erzieht die Angehörigen der schwarzen PatientInnen dazu, auch etwas für die Heilung zu bezahlen, also Geld, Bananen, Hühner und Eier, so wird der Unterhalt des Spitals für Albert Schweitzer etwas günstiger. Das Geld wird zum Einkauf von Reis verwendet, wenn die Bananen ausgegangen sind (Leben+Denken, S.153).

Albert Schweitzer stellt ausserdem fest, dass die Kunden den Wert des Spitals mehr schätzen, wenn sie sehen, dass es dort auch Arbeit gibt und sie dabei mitwirken können (Leben+Denken, S.154).
[Nichtwisser-Journalisten wie André Audoynaud werden dann in den 2000er Jahren behaupten, Albert Schweitzer habe Sklavenarbeit betrieben und Schwarze geschlagen... aber von der Kriminalität der Schwarzen gegen das Spitalpersonal und gegen Mitpatienten berichtet Audoynaud nichts - der Lügenbericht von André Audoynaud ist von 2005 - scheint ein Freimaurer, der "Punkte sammeln will"].
"Ganz Wilde" meinen, sie hätten nach der Operation noch ein Anrecht auf ein Geschenk von Schweitzer!
Manche Schwarze - "ganz Wilde" - meinen, sie würden nach der Heilung von Albert Schweitzer noch ein Geschenk erhalten, weil Albert Schweitzer nun ihr "Freund" geworden sei (Leben+Denken, S.154).

Albert Schweitzer redet mit den Schwarzen - Gedanken über das Leben
Albert Schweitzer stellt in Gesprächen mit den Afros fest, dass sich die Afros sehr wohl Gedanken über das Leben machen und nicht einfach so dahinleben wie Tiere (Leben+Denken, S.154).
[Im "christlich"-rassistischen Europa werden Gruppen von Schwarzen bis 1945 in Zoos gehalten, um dort als Halbtiere zu tanzen. Albert Schweitzer ist also auch gegen den Doktrin-Rassismus der "christlichen" Regierungen angetreten, den Schwarzen in Afrika ein ganzes Spital zu widmen].
Dezember 1913: Häuser im Spital von Lambarene - Bau von Patientenbetten
-- die Wartehalle und eine Krankenbaracke sind fertig, 13mal6m gross
-- der Jesus-Fantasie-Missionar Christol berät Albert Schweitzer beim Bauen
-- die Distanz zum Fluss beträgt 25m, an der Bucht steht ein Mangobaum
-- und nun werden die Betten gebaut (Zwischen Wasser+Urwald, S.373).

Der Bettenbau im Spital von Lambarene
-- ein Patientenbett in Lambarene ist ein Gestell für zwei bis 3 Personen, 50cm hoch, damit noch Sachen drunter verstaut werden können (Kisten, Kochgeschirr, Vorräte, Bananen), und mit getrocknetem Gras als Matratze drüber
-- Frauen und Männer schlafen zusammen in einer Baracke, Albert Schweitzer regeln nur, dass Kranke immer ein Bett haben, Angehörige, die auf Betten keinen Platz finden, müssen auf dem [nackten] Erdboden schlafen (Zwischen Wasser+Urwald, S.374).

Es fehlen noch ein paar Hütten
-- eine Hütte für die Angehörigen
-- eine Hütte für PatientInnen mit Dysenterie (Ruhr)
-- ausserdem ist eine Hütte für Schlafkranke am anderen Ufer vorgesehen (Zwischen Wasser+Urwald, S.374).

Dezember 1913: Nur ca. 2 bis 3 Operationen pro Woche
Das Team von Albert Schweitzer schafft nur gerade zwei bis drei Operationen pro Woche. Die PatientInnen mit Hernien sitzen Schlange (Zwischen Wasser+Urwald, S.376).

-- Albert Schweitzer macht am Morgen Verbände, am Nachmittag operiert er [oder ist Bauleiter] (Zwischen Wasser+Urwald, S.377).

1913-1914ca.
Lambarene: Intrigen von Jesus-Fantasie-Pfarrern gegen "untere Gläubige"
Albert Schweitzer kann in der Missionsschule Intrigen von schwarzen Jesus-Fantasie-Pfarrern gegen junge Schwarze beobachten und schreitet NICHT ein:
-- wer z.B. den Katechismus nicht ernst nimmt, fällt bei der Taufprüfung durch
-- wer logische Antworten statt katechetische Antworten bringt, fällt bei der Taufprüfung durch (Leben+Denken, S.155).

Anfang 1914
Lambarene: Albert Schweitzer hat 2000 PatientInnen geheilt
Blinddarm und Krebs kommen nicht vor, sind in Äquatorialafrika nicht vorhanden (Zwischen Wasser+Urwald, S.366). Albert Schweitzer Zitat:
"In den neun Monaten meiner Wirksamkeit habe ich an die 2000 verschiedene Patienten zu sehen bekommen. Dabei konnte ich feststellen, dass die meisten europäischen Krankheiten hier vertreten sind. Aber Krebs und Blinddarmentzündung habe ich noch nicht gesehen. Sie sollen unter den Negern Äquatorialafrikas nicht anzutreffen sein." (Zwischen Wasser+Urwald, S.366)

10.1.1914: Malaria und Oberschenkelbruch
Fall: Malaria bei Frau Jesus-Fantasie-Missionar Faure (S.370), sie hat Fieber und Delirium (Zwischen Wasser+Urwald, S.371)
und
Fall: Am selben Tag wird ein Opfer eines Nilpferdangriffs mit einem gebrochenen Oberschenkel eingeliefert. Das Nilpferd hatte ein Fischerboot angegriffen und dann noch das Opfer verfolgt, andere konnten sich retten (S.369), dann wurde das Opfer mit 12 Stunden Bootsfahrt zu Albert Schweitzer gebracht (Zwischen Wasser+Urwald, S.370).

Die knappe Freizeit in Lambarene: Alles für den Bach
In der ersten Zeit von Lambarene bleibt Albert Schweitzer kaum Freizeit, wenn, dann arbeitet er auch in seiner Freizeit: Er erarbeitet die letzten drei Bände der "amerikanischen" Ausgabe der Bachschen Orgelwerke (Leben+Denken, S.156).

Albert Schweitzer in Lambarene: Doch NICHT Schluss mit Musik
Eines Tages kommt der Drang zum Üben und zum Perfektionieren wieder auf und er lernt Orgelwerke von Bach, Mendelssohn, Widor, César Franck und Max Reger auswendig. Albert Schweitzer geniesst das Üben ohne Druck manchmal auch nur 30 Minuten am Tag (Leben+Denken, S.156).
[Nun kommt die Frage auf, wieso Albert Schweitzer nichts über die Urwaldmedizin mit den Urwaldkräutern gelernt hat - sondern er verliert Stunden mit klassischer Musik...]

Samkita Jan.+Feb.1914

Mission Samkita Januar+Februar 1914: Albert+Helene Schweitzer bei Missionar Herrmann mit Furunkulose+hohem Fieber
Die Abwesenheit von Albert Schweitzer beträgt 3 Wochen (Zwischen Wasser und Urwald, S.383). Gleichzeitig werden auch viele Leute der Region geheilt (Zwischen Wasser+Urwald, S.380).

Medizinhelfer Joseph pflegt einige Tage die Kranken und verbindet sie, während Albert und Helene Schweitzer in Samkita sind. Joseph schafft es auch, einen eiternden Armstumpf mit Wasserstoffsuperoxydlösung zu verbinden, das erst aus Natrum perboricum gewonnen werden muss (Zwischen Wasser+Urwald, S.383).

Gleichzeitig warten im Spital Leute wochenlang auf eine Operation und Albert Schweitzer ist nicht anwesend (Zwischen Wasser+Urwald, S.383-384).

Samkita: Ein Leopard tötet Hühner
Fall: Da bricht ein Leopard in den Hühnerstall der Jesus-Fantasie-Mission ein und reisst alle 22 Hühner. Jesus-Fantasie-Missionar Marcel präpariert eines der toten Hühner mit Strychnin (Zwischen Wasser+Urwald, S.382). .
Strychnin bewirkt eine Muskelstarre (https://de.wikipedia.org/wiki/Strychnin).
Na dann kommt der Leopard eben wieder und frisst das Huhn mit Strychnin, er vergiftet sich, wälzt sich am Boden und Marcel erschiesst den Täter (Zwischen Wasser+Urwald, S.382).

Fall: Da reisst ein Leopard Ziegen (Zwischen Wasser+Urwald, S.382).

Jesus-Fantasie-Missionar Cadier serviert Affenfleisch (Zwischen Wasser+Urwald, S.382).

Albert Schweitzer und seine Tierliebe - die Schwarzen sind sauer!
Die schwarzen Paddler vom Spital meinen zu Albert Schweitzer, er solle mehr schiessen und mehr Tiere töten (S.382), denn die Schwarzen wollen Fleisch von Affen, Vögeln und Kaimanen essen, aber Albert Schweitzer will nur Schlangen und Raubvögel schiessen. Die Schwarzen schütteln nur noch den Kopf (Zwischen Wasser+Urwald, S.383).


Februar 2014: Einweihung der Spitalbaracke mit OP-Saal
-- beim Bau haben Handwerker-"Missionare" geholfen, Herr Kast (Schweizer) und Herr Ottmann (Argentinier)
-- die Fussböden sind aus Zement, die Fenster sind bis ans Dach hinaufgezogen, so dass die heisse Luft entweichen kann und eine Luftzirkulation herrscht (Zwischen Wasser+Urwald, S.372)
-- gegen Mücken sind Moskito-Drahtfenster installiert, und zum Schutz vor Gewittern sind Fensterläden installiert (Zwischen Wasser+Urwald, S.372-373).
-- Frau Doktor lernt den Medizinhelfer Joseph an, die Instrumente zu reinigen und Operationen vorzubereiten
-- Frau Doktor macht die Spitalwäsche und wäscht die Binden aus (Zwischen Wasser+Urwald, S.374)
-- am Nachmittag übernimmt Frau Doktor die Narkose (Zwischen Wasser+Urwald, S.375).

Drei Angestellte
Das Spital hat drei Angestellte:
1) Einen Boy, der die Zimmer macht und die Hühner beaufsichtigt
2) Einen Koch, der das Essen zubereitet
3) Einen Wäscher, der wäscht und bügelt (Zwischen Wasser+Urwald, S.375).
[Wie viel Zeit geht da mit Bügeln verloren? Und Urwaldmedizin lernen sie nicht? - Albert Schweitzer erwähnt die Urwaldmedizin auch nur im negativen Sinn. Einfach nur crazy].
Gegen den Klau der Schwarzen muss Albert Schweitzer alle Sachen verschlossen aufbewahren. Wenn er sich beklauen lässt, gilt er bei den Schwarzen als dumm (Zwischen Wasser+Urwald, S.375-376).

Tragischer Tod - durch Amputation
Albert Schweitzer kommt von 3 Wochen Ausflug aus Samkita zurück. Ein Patient mit einer schweren Beinverletzung musste auf die OP warten, dann verschlechtert sich der Zustand und die Amputation endet mit dem Tod des Patienten (Zwischen Wasser+Urwald, S.383-384). Albert Schweitzer Zitat:
"Den vom Nilpferd verletzten jungen Mann traf ich in (S.383) schlechtem Zustand an. Durch die dreiwöchige Abwesenheit war ich verhindert worden, ihn rechtzeitig zu operieren. Er starb während der Amputation des Oberschenkels, die ich nun in Eile unternahm." (Zwischen Wasser+Urwald, S.384)
Fall: Bauchwassersucht
wird punktiert (Zwischen Wasser+Urwald, S.385).

Fall: Zerschossene Hand und Schlafkrankheit
Ein Weisser in Gabun putzte seinen Revolver und schoss sich unfreiwillig in die eigene Hand. Da kommt er mit seinem Diener ins Spital von Albert Schweitzer, der beim Diener die Schlafkrankheit vermutet, das Blut mit dem Mikroskop untersucht und die Schlafkrankheit entdeckt. Also werden gleich zwei Leben auf einmal gerettet (Zwischen Wasser+Urwald, S.390-391).

Bau der Schlafkrankenhütte am anderen Ufer

-- das Territorium muss gerodet werden
-- Albert Schweitzer muss alles überwachen und kann während dieser Zeit nicht viel operieren (Zwischen Wasser+Urwald, S.388-389)

Juli 1914ca.
Lambarene: Albert Schweitzers Spital erhält eine grosse Ladung Medikamente und Verbandsstoffe
(Leben+Denken, S.174)

Juli 1914
Lambarene: Albert Schweitzer mit Abszess geht zum Militärarzt nach Kap Lopez
Der Abszess öffnet sich und heilt langsam ab, er bleibt Wochen in Cap Lopez (Zwischen Wasser+Urwald, S.403).

seit Juli 1914: Heilungen mit Methylviolett
-- im Juli 1914 ca. erreicht das erste Methylviolett das Spital von Lambarene, Prof. Stilling schickt es mit der Anregung, es in Lambarene zu erproben, und es wird ein totaler Erfolg, die blaue Farbe des Pulvers ist bei Albert Schweitzer aber gar nicht beliebt (Zwischen Wasser+Urwald, S.449)
-- Methylviolett hat den Firmennamen "Pyoktanin" und kommt von Merck ("Mercksche Farbenwerke")
-- Professor Stilling - ein Professor für Augenheilkunde - hat die desinfizierende Wirkung des konzentrierten Farbstoffs Methylviolett gefunden
-- Methylviolett tötet Bakterien, ohne das Gewebe anzugreifen, reizt auch nicht, ist ungiftig
-- Methylviolett ist viel besser als Sublimat, Karbolsäure, Jodtinktur
-- Methylviolett fördert auch die Überhäutung bei der Heilung der Geschwüre (Zwischen Wasser+Urwald, S.449)

August 1914
Reise von Albert Schweitzer von Cap Lopez nach Lambarene
mit einer Ladung Petroleum aus den "USA" für die Eingeborenen (Zwischen Wasser+Urwald, S.418).

Die Gesundheit der Schweitzers hat sich in diesen 3 Wochen am Strand sehr verbessert (Zwischen Wasser+Urwald, S.454).


Erster Weltkrieg 1914-1918: Weisse killen Weisse - Albert Schweitzer wird bis Ende Nov.1914 interniert - und die Afros verstehen das nicht - die Weissen gelten bei den Schwarzen NICHTS mehr
[Die Weissen haben die Weltmacht - und bekriegen sich
Die Weissen, die doch mit ihren Dampfschiffen, Telegrafenleitungen und Dampfmaschinen fast die gesamte Welt beherrschen, knallen sich nun gegenseitig ab. DAS können die Afros absolut nicht verstehen. Also irgendwas ist da falsch im Hirn der Weissen mit ihrer Jesus-Fantasie - es heisst doch in der Fantasie-Bibel: Du sollst nicht töten!]

Albert Schweitzer Zitat:

"Dass viele Eingeborene die Frage in sich bewegen, wie es möglich sei, dass die Weissen, die ihnen das Evangelium der Liebe bringen, sich jetzt gegenseitig morden und sich damit über die Gebote des Herrn Jesu hinwegsetzen (S.441), fühlen wir alle. Wenn sie uns die Frage stellen, sind wir hilflos. Wo ich von denkenden Negern daraufhin angeredet werde, versuche ich nichts zu erklären, nichts zu beschönigen, sondern sage, dass wir vor etwas Unbegreiflichem und Furchtbarem stehen. Wieviel die ethische und religiöse Autorität der Weissen bei den Naturkindern durch diesen Krieg leidet, wird man erst später ermessen können. Ich fürchte, dass der Schaden gewaltig sein wird." (Zwischen Wasser+Urwald, S.442)
5.8.1914
1Wk.: Kriegsausbruch in Europa+Internierungen - Schwarze schimpfen auf schwarze Soldaten, die einen weissen Arzt einsperren
Die Regierung in Paris gibt Albert und Helene Schweitzer auf Lambarene sofort Hausarrest und unterstellt sie schwarz-französischen Soldaten [weil Albert und Helene Schweitzer Deutsche vom deutschen Elsass sind]. Auch ein weiteres Missionars-Paar (auch Elsässer) auf Lambarene wird in Hausarrest versetzt. Viele Schwarze protestieren und beschimpfen nun die schwarzen Soldaten, dass nun Schwarze einen weissen Arzt einsperren (Leben+Denken, S.157).

-- die Gabun-Regierung requiriert Dampfschiffe, so dass die Bevölkerung und die Jesus-Fantasie-Missionare keine Damfschiffverbindungen mehr haben (Zwischen Wasser+Urwald, S.440). Albert Schweitzer Zitat:
"Am 4. August, zwei Tage nach unserer Rückkehr von Cap Lopez, hatte ich einige Medikamente für eine kranke Dame in Kap Lopez bereitet und sandte Joseph nach einer Faktorei, um zu fragen, ob ihr kleiner Dampfer bei seiner nächsten Fahrt das Paket mit hinunternehmen könnte. Er brachte mir einen Zettel des Weissen: "In Europa ist Mobilmachung und wahrscheinlich schon Krieg. Wir müssen unsern Dampfer der Behörde zur Verfügung stellen und wissen nicht, wann er nach Kap Lopez fährt."" (Zwischen Wasser+Urwald, S.440)
1Wk.: Der Holzhandel der Schwarzen ist weg - Inflation - aber Albert Schweitzer hat einen Vorrat für sein Spital
Die Schwarzen verlieren den Holzhandel nach Europa - und die Inflation treibt die Preise hoch (Leben+Denken, S.157).

Albert Schweitzer hat trotz Kriegszustand genug Medikamente und Verbandsstoffe für seine Behandlungen auf Lager, er und sein Urwaldspital haben ein Riesenglück (Leben+Denken, S.174).

1Wk.: Lebensmittelmangel in Lambarene - PatientInnen sollen mit Lebensmitteln bezahlen - die Jesus-Fantasie-Schule ist zeitweise geschlossen
Im Spital von Lambarene herrscht [ab August 2014 ab dem Beginn des Ersten Weltkriegs] akuter Lebensmittelmangel, deswegen verlangt Albert Schweitzer dann von den geheilten Patienten Lebensmittel als Bezahlung. Die Schule der Jesus-Fantasie-Missionsstation mit 150 Kindern muss manchmal wegen Lebenmittelmangels schliessen (Zwischen Wasser+Urwald, S.427).

ab 6.8.1914
1Wk.: Die weisse Technik-Kultur dreht ins Negativ-Destruktive
-- die weisse Technik-Kultur ist im Niedergang und die Leute knallen sich gegenseitig ab. Die Warnungen von Albert Schweitzer seit 1899 erfüllen sich (Leben+Denken, S.159).
-- das Werk "Die Epigonen", das Albert Schweitzer geplant hatte, hat nun keinen Sinn mehr, aber Albert Schweitzer schreibt es für sich selbst während des Hausarrests (!) (Leben+Denken, S.160)
-- dabei hat Albert Schweitzer Angst, dass die Wachen ihm seine beschriebenen Blätter rauben würden (Leben+Denken, S.160)

ab August 1914
Weisse aus Gabun müssen nach Europa gehen, um ihre "Soldatenpflicht" zu erfüllen
(Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
-- manche Weisse, die am Ogowe-Fluss leben, fallen dann bei Kriegshandlungen und werden getötet. Die Schwarzen kommentieren den Krieg als sinnloses "Palaver" (Leben+Denken, S.157).

1Wk.: Schwarze Sichtweisen zu sinnlosen Kriegshandlungen
Ausserdem pflegen sie andere Sichtweisen für Kämpfe mit Todesfolge:
-- wenn eine Kriegspartei jemanden tötet, dann muss die Täterpartei für das Töten eines Menschenlebens bezahlen
-- wenn man Menschen tötet, ohne sie nachher aufzuessen, so geschieht das Töten aus purer GRAUSAMKEIT (Leben+Denken, S.157).

ab August 1914
Lambarene: Affenfleisch zu essen wird normal
(Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
-- Affenfleisch wird von einem Jesus-Fantasie-Missionar gespendet (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
-- Affen sind das am leichtesten zu erlegende Wild
-- Affenfleisch schmeckt wie süssliches Ziegenfleisch
-- in den Augen mancher Weissen ist Affenfleischgenuss der Beginn der Menschenfresserei (Anthropophagie) (Zwischen Wasser+Urwald, S.454).


ab September 1914
1Wk.: Der Hausarrest für Albert+Helene Schweitzer lässt sich nicht aufrechterhalten, ist nicht durchführbar
-- ab ca. 10.8.1914 reklamieren Weisse UND Schwarze GLEICHZEITIG bei den französischen Militärbehörden, dass nun der einzige Arzt der Region eingesperrt sein soll, und das geht doch nicht
-- manche Kranke bitten dringend um eine Behandlung bei Albert Schweitzer [denn sie sind teilweise über 100e km mit Familienmitgliedern angereist!]
-- der Bezirkshauptmann der französischen Armee muss Behandlungen erlauben und weist die Wachen an, die kranken PatientInnen zu Albert Schweitzer durchzulassen (Leben+Denken, S.160).

1Wk. während der Internierung: Kontakte nach draussen dank Robert Kaufmann
Albert Schweitzer kann seine Kommunikation mit der Welt durch einen Bach-Sänger in Züri - Robert Kaufmann - aufrechterhalten, der für Albert Schweitzer die Verbindung zum Interniertenbüro ("Office des Internés Civils") in Genf organisiert (Leben+Denken, S.173).

1Wk. während der Internierung: Beginn mit der Kulturphilosophie mit der Suche nach der Ethik - und wieso die Ethik verloren ging
Albert Schweitzer hat nun den ganzen Tag frei und nützt die Zeit ab dem zweiten Tag für die Erarbeitung seiner Kulturphilosophie:
-- Weisse seien nur Epigonen (Diskussion in Berlin im Sommer 1899 im Hause Curtius)
-- die Menschheit geht in Richtung Selbstzerstörung (Gedanken ab der Universitätszeit)
-- Ideale gelten nicht mehr, der Sinn für Gerechtigkeit und Zweckmässigkeit nehmen ab (Leben+Denken, S.158)
-- philosophische Hoffnungen für die Zukunft der Menschheit werden auf das Machbare reduziert (Leben+Denken, S.158-159)
-- "Realitätspolitik" wird zum kurzsichtigen Nationalismus
-- fortschrittsfeindliche Tendenzen werden gefördert
-- der Glaube an ein hohes Niveau an Erfindungen+Wissen+Geist+Ethik entpuppt sich als Aberglaube bzw. alte Kulturen [ohne grosse Waffen] erweisen sich als gescheiter als die neuen Technik-Kulturen der Weissen (!) (Leben+Denken, S.159)

Ende November 1914
Lambarene: Die Internierung für Albert+Helene Schweitzer wird aufgehoben
-- auf Betreiben eines Herrn Widor wird die Internierung für Albert+Helene Schweitzer aufgehoben. Sie dürfen nun auch offiziell wieder Leute heilen
-- in der Freizeit macht Albert an der Kulturanalyse weiter, z.T. nächtelang mit Gedanken an die Menschen in den Schützengräben. Der Knackpunkt ist dabei der Vorgang, warum es möglich ist, ganze Kulturen in den Untergang zu bringen (Leben+Denken, S.160)

ab Dezember 1914
Schlimme Folgen des Ersten Weltkriegs für die Schwarzen in Afrika
-- Mangel an Schiffen -> keine Holztransporte mehr möglich -> Entlassungen
-- Mangel an Schiffen -> kein Rücktransport der Arbeiter zu ihren Dörfern mehr möglich -> sie müssen in Gruppen lange Strecken zu Fuss zurücklegen
-- Mangel an Schiffen -> Teuerung bei importierten Produkten aus Europa und Nord-"Amerika": Tabak, Zucker, Reis, Petroleum, Schnaps (Zwischen Wasser+Urwald, S.441)

Albert Schweitzer Zitat:
"Weil vorläufig aus Mangel an Schiffen kein Holz exportiert werden kann, werden die auf ein Jahr gedungenen fremden Arbeiter von den Faktoreien entlassen; und da auch keine Schiffe fahren, um sie zurückzutransportieren, tun sie sich zu Haufen zusammen und suchen zu Fuss die Küste von Loango, woher die meisten gekommen sind, zu erreichen." (Zwischen Wasser+Urwald, S.441)
Es herrscht Hungersnot in Afrika
-- es ist kaum noch Reis vorhanden, weil kein Reis aus Europa mehr importiert werden kann, alle Lieferungen sind fraglich (Zwischen Wasser+Urwald, S.444).

Die Schwarzen fühlen sich von den weissen Jesus-Fantasie-Christen nur noch verarscht
-- Teuerung: die Schwarzen verbinden mit dem Ersten Weltkrieg nur Teuerung, sehen die Toten in Europa nicht (Zwischen Wasser+Urwald, S.441)
-- Die Weissen bringen sich gegenseitig um, warum denn nur? Die Schwarzen fragen sich, wieso die Bibel "Nächstenliebe" verlangt, die Weissen sich in Europa aber gegenseitig umbringen (Zwischen Wasser+Urwald, S.441-442)
-- Zensur von Albert Schweitzer: Albert Schweitzer verheimlicht den Schwarzen die Greuel des Krieges, er versteckt die Zeitungen (Zwischen Wasser+Urwald, S.442).

Albert Schweitzer Zitat:
"Auch dass Tabak, Zucker, Reis, Petroleum und Schnaps auf einmal so teuer werden, bringt den Schwarzen zu Bewusstsein, dass Krieg herrscht. Dies ist es, was sie vorläufig an den Ereignissen am meisten beschäftigt. (S.441) [...] Für uns ist der Krieg noch mehr als eine unangenehme Teuerung. Jeder von uns bangt für das Leben soundso viel lieber Menschen, und wir hören aus der Ferne das Stöhnen der Verwundeten und das Röcheln der Sterbenden (S.441) - [...] Dass viele Eingeborene die Frage in sich bewegen, wie es möglich sei, dass die Weissen, die ihnen das Evangelium der LIebe bringen, sich jetzt gegenseitig morden und sich damit über die Gebote des Herrn Jesu hinwegsetzen (S.441), fühlen wir alle. (S.442). [...] In meinem Hause achte ich darauf, dass die Schwarzen möglichst wenig von den Greueln des Krieges erfahren. Was wir an illustrierten Blättern bekommen - die Post fängt wieder an, einigermassen regelmässig zu funktionieren -, darf nicht herumliegen, damit die Boys, die lesen können, sich nicht in den Text und in die Bilder vertiefen und davon erzählen." (Zwischen Wasser+Urwald, S.442)
[Konkret: Albert Schweitzer begeht ZENSUR - und die weissen Christen sind himmelschreiend brutal, indem sie mit ihrer Technik Kriege führen!]
-- Ende 2014: Elefanten fressen die Bananenfelder auf: die Lebensmittelknappheit wird immer schlimmer wegen den Elefanten, die sich wegen der Vernachlässigung der Elefantenjagd ruhig vermehren konnten und nun ein Bananenfeld nach dem andern kahlfressen (Zwischen Wasser+Urwald, S.442). Albert Schweitzer Zitat (Übersetzung):
"Sorge macht mir die Beschaffung der Lebensmittel für die Kranken. Es herrscht hier fast Hungersnot ... der Elefanten wegen. In Europa bildet man sich gewöhnlich ein, dass die wilden Tiere, wo die "Kultur" [Europas] hinkommt, auszusterben (Zwischen Wasser+Urwald, S.442) beginnen. Dies mag in manchen Gegenden der Fall sein, in anderen trifft fast das Gegenteil zu. Warum? Aus drei Gründen. Geht die Eingeborenenbevölkerung, wie es vielerorts der Fall ist, zurück, so wird weniger gejagt. Es wird aber auch weniger gut gejagt. Die Eingeborenen haben verlernt, den Tieren auf die primitive und oft doch so raffinierte Art ihrer Vorfahren nachzustellen. Sie sind daran gewöhnt, mit dem Gewehr zu jagen. Im Hinblick auf eventuelle Aufstände wird aber seit Jahren in ganz Äquatorialafrika von allen Staaten nur wenig Pulver an die Eingeborenen abgegeben. Zudem dürfen sie keine modernen Jagdgewehre, sondern nur alte Steinschlossflinten besitzen. Drittens aber wird der Kampf gegen die wilden Tiere auch darum weniger energisch betrieben, weil die Eingeborenen keine Zeit mehr dazu haben. Mit Holzfällen und Holzflössen verdienen sie mehr Geld als mit der Jagd. Also können die Elefanten ziemlich unangefochten gedeihen und sich vermehren. Dies bekommen wir hier jetzt zu fühlen. Die Bananenpflanzungen der Dörfer nordwestlich von hier, von denen wir die Lebensmittel beziehen, werden fortgesetzt von Elefanten heimgesucht. 20 Stück genügen, um eine grosse Pflanzung in einer Nacht zu verwüsten. Was sie nicht fressen, zertreten sie." (Zwischen Wasser+Urwald, S.443)

[Da ist noch eine andere Möglichkeit: Die Schwarzen behaupten das, dass die Bananenplantagen von Elefanten heimgesucht worden seien, um nichts hergeben zu müssen].

ab Ende 1914
Lambarene: Die Post funktioniert wieder so so la la - aber Kisten mit Spitalmaterial stehen noch in Le Havre und in Antwerpen herum
Albert Schweitzers Spital ist auch in Not:
-- die Post funktioniert nun ab Dezember 1914 wieder einigermassen
-- viele Kisten für das Spital stehen noch in den Häfen von Le Havre und in Antwerpen, Transport unbestimmt (Zwischen Wasser+Urwald, S.442)

Albert Schweitzer hat immer noch Zeit zum Sinnieren
-- nach normalen Tagen sinniert Albert Schweitzer über Ethik und Kultur. Bücher bekommt er von Professor Strohl von der Uni Zürich zugeschickt
-- er sinniert über Gedanken, die er schon um 1900 hatte (Zwischen Wasser+Urwald, S.451)
-- Albert Schweitzer spielt zwischen 13 und 14 Uhr immer Musik, auch am Sonntagnachmittag
-- Albert Schweitzer meint, die Seele fühle im Urwald tiefer als in Europa:
"Viele Bachsche Orgelstücke lerne ich einfacher und innerlicher auffassen als früher." (Zwischen Wasser+Urwald, S.451)

[Da fragt man sich: Hatte Albert Schweitzer wirklich nie die Idee, die Urwaldpflanzen und die Naturmedizin des Urwalds zu untersuchen? Dann hätte er sich vielleicht viele Kistensendungen mit Medikamenten sparen können...]
Januar-April 1915
Lambarene: Aussergewöhnliche Arbeiten 4 Monate lang
Starke Gewitter haben die Krankenbaracke unterspült und alles muss neu arrangiert werden, damit das nicht wieder passiert:
-- rings um die Krankenbaracke wird eine Steinmauer gebaut
-- es werden Regenwassergräben durch das gesamte Spitalgelände angelegt, so dass das Wasser vom Hügel schnell abfliessen kann
-- es müssen Steine herbeigeschafft werden, z.B. vom Hügel, z.B. mit Booten aus anderen Gebieten, und die Mauern werden mit Zement gebaut - da steht zufällig noch ein Fass mit altem Zement auf der Mission herum, was den Zement angeht, hat Albert Schweitzer also in diesem Falle Glück gehabt (Zwischen Wasser+Urwald, S.445)

April 1915
Lambarene: Termiten in einer Verbandskiste entdeckt
[Termiten zerfressen das Holz, so dass dann ganze Häuser zusammenbrechen können]. Im Falle der hölzernen Vorratskisten muss nun folgendes gemacht werden:
-- die Termiten werden anhand ihres brenzligen Geruchs wahrgenommen (Zwischen Wasser+Urwald, S.446)
-- das Lockmittel für die Termiten war ein medizinischer Sirup, der aus einer undichten Korkflasche tropfte (Zwischen Wasser+Urwald, S.446)
-- alle Kisten müssen geöffnet und umgepackt werden
-- somit geht für Albert Schweitzer wochenlang jede Freizeit drauf (Zwischen Wasser+Urwald, S.445).
[Naturmedizin aus dem Urwald, um Transporte aus Europa einzusparen, ist nicht sein Thema...]
Lambarene: gelötete Büchsen gegen den kleinen Rüsselkäfer
-- Mehl+Mais für Hühner werden in Büchsen eingelötet, deswegen lernt Helene Schweitzer nun das Löten
aber: Der kleine Rüsselkäfer (Calandra granaria) dringt auch in die verlöteten Büchsen ein, und in kurzer Zeit wird der Mais zu Staub (Zwischen Wasser+Urwald, S.446)

Albert Schweitzer kämpft gegen Ungeziefer
-- kleiner Rüsselkäfer (Calandra granaria)
-- Termiten
-- kleine Skorpione
-- stechende Insekten.
-> Jeder Schritt in der Hausarbeit wird zu einem Risiko und man muss bei jeder Bewegung aufpassen, nicht so wie in Europa, wo man gefahrlos blindlings in die Schubladen greifen kann (Zwischen Wasser+Urwald, S.446)

Albert Schweitzer kämpft gegen schwarze Wanderameisen (Dorylus)
-- das Wohnhaus von Albert Schweitzer liegt [was für ein Pech!] an einer Ameisenstrasse der schwarzen Wanderameisen (Zwischen Wasser+Urwald, S.447)
-- gegen Ameisen nützt ihm sein Hund "Caramba" auf der Terrasse nichts, auch die kleine Zwergantilope auf der Terrasse nicht (Zwischen Wasser+Urwald, S.451)
-- die Wanderameisen durchwandern Territorien in parallelen Kolonnen (S.446), laufen sehr schnell, viel schneller als europäische Ameisen (S.448) im Abstand von 5 bis 50m (S.447), die grossen Wanderungen finden vor allem zu Beginn und am Ende der Regenzeit statt [also im September und im Mai] (Zwischen Wasser+Urwald, S.448)
-- die Wanderameisen beissen und man kann sie kaum entfernen, oder die Greifzangen bleiben in der Haut stecken (Zwischen Wasser+Urwald, S.447-448)
-- während der Wanderungen wird jegliches Kleingetier weggefressen, auch grosse Spinnen, die sich auf Bäume retten (Zwischen Wasser+Urwald, S.447)

-- die schwarzen Wanderameisen schwärmen normalerweise immer nachts aus, also finden immer Nachtangriffe statt
-- Hühner warnen mit Scharren und einem "eigentümlichen Glucksen"
-> man muss die Hühner aus dem Hühnerstall rauslassen, so werden sie nicht Opfer, sonst greifen die Ameisen die Hühner an, kriechen in Nasen und Mund und die Hühner ersticken und werden von den Wanderameisen aufgefressen, Küken werden alle aufgefresse, die können nicht glucksen
-- Albert Schweitzer holt dann jeweils Wasser aus dem Fluss, das mit Lysol [Desinfektionsmittel - https://de.wikipedia.org/wiki/Lysol] vermischt wird, und das Gebiet ums Haus wird damit begossen (S.447), der Lysolgeruch vertreibt die Ameisen und viele ersaufen (Zwischen Wasser+Urwald, S.448)
-- das schlimmste war bisher eine Woche mit 3 Überfällen der Wanderameisen (Zwischen Wasser+Urwald, S.448)


Sommer 1915
Lambarene: Albert Schweitzer hat neue Thesen, wie eine Kultur verschwindet
Er will nun aber auch wissen, wie man eine Kultur wieder aufbaut (!) (Leben+Denken, S.160-161)

Die Erkenntnisse von Albert Schweitzer über den Niedergang von Kulturen: Zuerst geht die Weltanschauung - dann die Ideale der Kultur - dann die Menschen
-- zuerst kommt eine Katastrophe der Weltanschauung
-- dann zerstört die destruktive Weltanschauung die Kultur, deren Ideale dann nicht mehr gelten (Leben+Denken, S.162)
-- Lebensbejahung, Ethik+Fortschrittswille verlieren die Orientierung (Leben+Denken, S.165)
-- Welten verwandeln sich von ethischen in nicht-ethische Welt, weil die ethische Welt "nicht wirklich im Denken begründet war":
-- da war edles Denken, enthusiastisches Denken, Lebensbejahung, Ethik
-- aber dieses Denken war nur oberflächlich, ohne danach zu leben
-- das Zusammengehören der Elemente ist nur Empfindung, ohne danach zu handeln (Leben+Denken, S.166):
Zitat:
"Es [das Denken] empfand und erlebte die Zusammengehörigkeit des Ethischen und der Welt- und Lebensbejahung mehr, als dass es sie [im Kriesenfall] erwies." (Leben+Denken, S.166)

und:

"Es [das Denken] bekannte sich zu Welt- und Lebensbejahung und zu Ethik, ohne sich wirklich an sich und in ihrer innerlichen Verbundenheit ergründet zu haben." (Leben+Denken, S.166)

[In kurzen Worten: Die Leute haben viel über Frieden gepredigt und gesunden, aber sie haben vergessen, die Rüstungsindustrie zu zerstören!]
Wenn also ein Kultur kaputtgeht, dann war die "edle und wertvolle Weltanschauung" eher mehr ein Glauben und war kein reales Handeln und war somit nicht überlebensfähig, sondern andere Mächte übernehmen den Geist (Leben+Denken, S.166).


Die Erkenntnisse von Albert Schweitzer über den Neuaufbau einer Kultur: Ideale+Ethik mit Fortschritt oder Verneinung von Fortschritt
-- man muss die Ideale neu aufbauen
-- es muss eine Ethik aufgebaut werden, die die Welt und das Leben vor Gewalt schützt = das ist dann die "Welt- und Lebensbejahung"
Beispiele: Aufgeklärte Technik-Kultur
-- das kann eine fortschrittliche Kultur sein, die die Weiterentwicklung zulässt [und eine gewaltfreie Politik macht] (Leben+Denken, S.162)
-- Europa entwickelte den Fortschrittswillen im Alten Griechenland, dann kam ein Stillstand, das Mittelalter war durch Jesus-Fantasie-Kirche mit kirchlich-lebensfeindlicher Repression geprägt, und gleichzeitig meinten die Rom-Gott-Fantasie-Christen, das Fantasie-"Übersinnliche" sei der "Sinn des Lebens" (Leben+Denken, S.163)
-- die Renaissance sagte sich von den kirchlich-lebensverneinenden Dogmen los, entwickelte eine neue Ethik und eine "geistig-ethische Welt", die Leute wollen selbst eine "wirkende Kraft in der Welt werden" und so werden neue Ideale entwickelt, die dann die Welt umgestalten (Leben+Denken, S.164)
-- so wird die neuzeitliche Kultur begründet (Leben+Denken, S.164).

Ebensolche ethisch-fortschrittlichen Kulturen sind:
-- die Zarathustra-Kultur (die dann vom Mohammed-Fantasie-Islam vernichtet wird: Lebensbejahung, Ethik und Fortschrittswille verlieren die Orientierung)
-- das chinesische Denken bei Konfuzius (Kung-Tse), Meng-Tse, Mi-Tse etc. (die dann durch den englischen Kolonialismus fast total zum Verfall gebracht wird - die Lebensbejahung, die Ethik und der Fortschrittswille verlieren die Orientierung (Leben+Denken, S.162)
[die Mafia der East India Company aus London lässt ab 1650ca. in Indien Drogen anbauen, die dann in China verkauft werden, um Indien und China GLEICHZEITIG zu zerstören, dies fliegt erst mit dem Buch von Coleman "Das Komitee der 300" auf].

Kultur ohne Entwicklung in Indien
-- das kann eine negative Kultur wie in Indien sein, die jeden Fortschritt als "Torheit" ablehnt, [aber gleichzeitig gewaltfreie Politik macht] mit einem ewigen Rückzug ins Innerliche - sowie mit einer Interessenlosigkeit für die Gesamtheit der Menschheit - und mit einer Tatenlosigkeit im Sein - und mit dem einfachsten Abwarten des Nicht-mehr-Seins - und mit der Erwartung, schlussendlich über den Göttern zu stehen (Leben+Denken, S.162).
-- so denken die Brahmanen, und nun sollen in Indien alle Leute wie die Brahmanen werden [ein falsches Ideal] (Leben+Denken, S.163).

Kultur ohne Entwicklung der Ureinwohner
-- Albert Schweitzer meint, die Ureinwohnerkulturen ("Primitive und Halbprimitive") leben auch einfach so dahin ohne Fortschrittswille (Leben+Denken, S.163).
Ein Niedergang einer Kultur ist eine Folge der fortschreitenden Entkräftung der Weltanschauung mit der ethischen Welt- und Lebensbejahung (Leben+Denken, S.166).
[Albert Schweitzer hat offensichtlich keine Ahnung über Geheimlosen und Satanistenzirkel, die seit ca. 3000 Jahren über Krieg und Frieden entscheiden].
Die Forschung, wie eine neue Kultur entsteht

ab Sommer 1915
-- Albert Schweitzer hält innerlich an der ethischen Welt- und Lebensbejahung fest (Leben+Denken, S.167)
-- wie eine neue Kultur entsteht, ist für Albert Schweitzer aber noch unklar (Leben+Denken, S.167-168)
-- alles, was er an Ethik studiert hat, ist unbrauchbar für die Aufgabe, eine neue Kultur entstehen zu lassen, also das war "unerforschtes Land" und somit Pionierarbeit:
"Zu meiner Überraschung musste ich also feststellen, dass die Zentralprovinz der Philosophie, in die mich das Nachdenken über Kultur und Weltanschauung geführt hatte, eigentlich unerforschtes Land war." (Leben+Denken, S.168)
Der Geist von Albert Schweitzer sucht nun nach neuen Worten und Begriffen (Leben+Denken, S.168).
[Die Forschung nach der Naturmedizin im Dschungel will er scheinbar nicht...]
September 1915 (in Gabun Trockenzeit)
Eine Flussfahrt bringt die Lösung: Der Schlüsselbegriff für eine ganzheitliche Kultur: Ehrfurcht vor dem Leben
Albert und Helene Schweitzer sind am Kap Lopez am Meer zur Erholung von Helene. Da kommt eine Nachricht, eine Jesus-Fantasie-Missionarin - Frau Pelot - sollte behandelt werden, 200km weit weg flussaufwärts in N'Gômô. Ein Dampfer mit Schleppkahn steht bereit (Leben+Denken, S.168), Albert Schweitzer steigt noch schnell auf den Schleppkahn (Leben+Denken, S.169). Ein schwarzer Freund aus Lambarene - Emil Ogouma - ist mit an Bord auf dem Schleppkahn, sonst alles unbekannte Schwarze, die den Albert bei sich mitessen lassen, denn in der Eile konnte Schweitzer für sich keine Lebensmittel für die Fahrt mehr kaufen (Leben+Denken, S.168).

Die Fahrt flussaufwärts geht mühsam bei Niedrigwasser zwischen Sandbänken hindurch. Albert Schweitzer ist an Deck des Schleppkahns mit Stift und Papier und sucht immer nach der Lösung für die Entstehung einer Kultur. Am Abend des dritten Tages fährt der Dampfer mit dem Lastkahn durch eine Herde Nilpferde, und da kommt Albert Schweitzer der entscheidende Begriff für eine ganzheitliche Kultur in den Sinn:
"Ehrfurcht vor dem Leben." (Leben+Denken, S.169)
Dies gilt für die positiven Kulturen mit Weltbejahung, mit Lebensbejahung, mit Ethiki, mit Kulturidealen (Leben+Denken, S.169).

Ende 1915 / Dezember 1915
Schon wieder ein Jesus-Fantasie-Kriegsweihnachten
Die Kerzenstummel von 1914 werden nun fertig abgebrannt (Zwischen Wasser+Urwald, S.445)

Die Kriegsnachrichten erreichen Lambarene regelmässig (Zwischen Wasser+Urwald, S.452). Albert Schweitzer Zitat:
"Nachrichten vom Krieg kommen jetzt ziemlich regelmässig hierher. Von N'Djôle - wo die grosse Telegraphenlinie von Libreville nach dem Innern durchgeht - oder von Cap Lopez werden die Telegramme, ein Auszug aus (Zwischen Wasser+Urwald, S.452) den Tagesberichten, etwa alle 14 Tage hierhergebracht. Der Bezirkshauptmann schickt sie mit einem schwarzen Soldaten auf den Faktoreien und den beiden Missionsstationen herum. Man liest sie, während der Bringer daneben auf die Rückgabe wartet. Dann denkt man 14 Tage lang nur wieder an den Krieg im allgemeinen. Wie es denen zumute ist, die jeden Tag die Aufregung, Tagesberichte zu lesen, durchmachen müssen, können wir uns nicht vorstellen. Aber wir beneiden sie nicht." (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
10 der weissen "Soldatenpflicht"-Leute sind bereits gefallen
Die Schwarzen schütteln nur den Kopf über die dummen Weissen, wieso die Weissen gegeneinander Kriege führen und nicht verhandeln (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
"In diesen Tagen wurde hier bekannt, dass von den Weissen, die vom Ogowe nach Europa gegangen waren, um ihrer Soldatenpflicht zu genügen, bereits 10 gefallen seien. Dies macht einen grossen Eindruck auf die Eingeborenen. "Schon 10 Menschen sind  in diesem Kriege gefallen!" sagte ein alter Pahuin. "Ja, warum kommen dann diese Stämme nicht zusammen, um das Palaver zu besprechen? Wie können sie denn diese Toten alle bezahlen?" Bei den Eingeborenen müssen nämlich die im Kriege Gefallenen, bei den Besiegten sowohl wie bei den Siegern, von der anderen Partei bezahlt werden." (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)
Oder die Schwarzen fragen: "Ist immer noch Krieg?" (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)

Ende 1915: Ganz Gabun ist Pleite
-- der Erste Weltkrieg blockiert alle Verbindungen, so dass der gesamte Handel zwischen Europa und Afrika zusammenbricht
-- Albert Schweitzer beklagt: "Jetzt ist kein Geld mehr im Lande"
-- die PatientInnen können kaum noch etwas geben
-- und manche weisse Europäer bleiben in Gabun stecken und warten jahrelang auf eine Rückreise (Zwischen Wasser+Urwald, S.449)
-- manche Weisse sind fix und fertig und müssen zu einem Arzt "in Reparatur" (Leben+Denken, S.449-450) und sie erzählen, was ihnen so passiert, sie liegen wochenlang im Spital, manchmal kommen die Weissen auch zu zweit oder zu dritt, dann schläft Albert Schweitzer auf der Terrasse im Schutz von Moskitodrahtnetzen und lässt die Weissen in seinem Bett schlafen (Zwischen Wasser+Urwald, S.450)
-- wenn die Weissen aber aus Cap Lopez kommen nur nur zum "Ausspannen" nach Lambarene wollen, um das feine Spitalessen von Frau Helene Schweitzer zu geniessen, lehnt Albert Schweitzer diese Weissen ab, wenn in Cap Lopez ein Arzt zugegen ist (Zwischen Wasser+Urwald, S.450)

Ende 1915: Die rassistischen Weissen verlieren JEDE Autorität bei den Schwarzen
-- wenn [das christlich-rassistische] Europa den Ersten Weltkrieg führt und Milliarden für Kriege verschwendet, ist kein Geld für Afrika mehr da und Verbindungen werden unterbrochen
-- und wenn die Weissen sich gegenseitig killen, verlieren beide, Katholiken wie Protestanten, bei den Schwarzen jegliche Autorität (Zwischen Wasser+Urwald, S.468).
[Das einzige, was die Missionsstation den Schwarzen nützt, ist die Bildung durch die Schule, weil die schwarzen Regierungen versagen und keine eigenen Schulsysteme installieren].
Ende 1915: Albert Schweitzer bleibt ohne Geld und muss sich verschulden
-- [wegen unterbrochener Post?]
-- weil sein Freundeskreis in Europa durch den Ersten Weltkrieg total zerstört wird und die Leute nichts mehr schicken können, z.T. weil sie verarmen (Zwischen Wasser+Urwald, S. 476)
-- Albert Schweitzer muss Schulden machen und kann dem Medizinhelfer Joseph nur noch 35 Franken Monatsgehalt bezahlen
-- Joseph verlässt das Spital, denn ein so niedriges Gehalt ist "unter seiner Ehre", er geht mit der von Albert Schweitzer für ihn angelegten Sparbüchse, die 200 Franken enthält, das Geld wäre für den Kauf einer Ehefrau bestimmt, aber er vertrödelt das Geld und wohnt bei seinen Eltern am anderen Flussufer gegenüber von Lambarene (Zwischen Wasser+Urwald, S.448)
-- nun ist Albert Schweitzer mit N'Kendju allein, er hat manchmal schlechte Laune und vieles, was Joseph gemacht hat, muss nun Albert Schweitzer selber machen (Zwischen Wasser+Urwald, S.449).

Lambarene - Ende 1915: Lebensmittelknappheit
-- es sind kaum noch europäische Lebensmittel zu bekommen, es wird total sparsam damit umgegangen
-- es sind kaum noch Kartoffeln da [die normalerweise von den Kanarischen Inseln kommen] (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)

-- manche Patienten schenken dem Spital etwas "im Voraus" und kommen erst Tage danach mit ihren Leiden ins Spital von Albert Schweitzer, um dort geheilt zu werden (Zwischen Wasser+Urwald, S.453)

Ende 1915: Die Schweitzers haben Tropenanämie
-- Albert Schweitzer und Helene Schweitzer leiden bereits an Tropenanämie [Mangel an roten Blutkörperchen, es wird im Körper zu wenig Sauerstoff transportiert], es kommt zu schneller Erschöpfung und zu "merkwürdiger Nervosität" (Zwischen Wasser+Urwald, S.450)
-- die Zähne der beiden Schweitzers sind in schlechtem Zustand: Albert Schweitzer hat 2 unrettbar kariöse Zähne, und er legt bei Helene Schweitzer provisorische Füllungen (Zwischen Wasser+Urwald, S.450)
[Von Beinwell hat Albert Schweitzer scheinbar noch nichts gehört, und Elmex gabs noch nicht].

Ende 1915ca.
Schlussendlich formuliert Albert Schweitzer die positiv-ganzheitliche Kultur

Vom Bewusstsein aus kommt der Mensch zur denkenden Weltanschauung.
Mit dem Bewusstsein denken heisst, ETWAS denken. Die Menschen mit Ehrfurcht vor dem Leben sind in folgendem Zustand (Leben+Denken, S.169):
"Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das Leben will." (Leben+Denken, S.169-170)
Die Selbstreflexion und die Kontrolle des Verhältnisses zur Umwelt ist der
   -- "Wille zum Leben inmitten von Willen zum Leben"
   -- "geheimnisvolle Gehobenheit des Willens zum Leben" = Lust
   -- "Angst vor der Vernichtung+der geheimnisvollen Beeinträchtigung des Willens zum Leben"=Scherz (Leben+Denken, S.170).

Den Willen zum Leben bejahen heisst:
-- eine im instrinktiven Denken vollzogene Tat wird nun bewusst realisiert
-- die eigene Existenz ist ein "unergründliches Geheimnis" (Leben+Denken, S.170).

Zitat Albert Schweitzer:
"Lebensbejahung
ist die geistige Tat, in der er [der Mensch / die Menschin] aufhört dahinzuleben und anfängt, sich seinem Leben (Leben+Denken, S.170) mit Ehrfurcht hinzugeben, um es auf seinen wahren Wert zu bringen." (Leben+Denken, S.171)
oder:
"Lebensbejahung ist Vertiefung, Verinnerlichung und Steigerung des Willens zum Leben." (Leben+Denken, S.171)
Der lebensbejahende Mensch ist ein "denkend gewordener Mensch"
-- und bringt anderem Leben dieselbe Ehrfurcht entgegen wie sich selbst
-- und kann sich in anderes <Leben hineinversetzen, mit Liebe, Hingabe, Mitleiden, Mitfreude, Mitstreben, und mit Solidarität (Leben+Denken, S.171).

Die Sittlichkeit (Grundprinzip) der Lebensbejahung
Beschäftigungen und Arbeitsarten sind:
-- Leben erhalten / fördern / entwickeln / auf seinen höchsten Wert bringen (Leben+Denken, S.171).

Zu vermeidende Tätigkeiten sind:
-- Leben vernichten / schädigen / entwickelbares Leben niederhalten (Leben+Denken, S.171).

Die Ethik weltweit bis 1915
Die Ethik hat sich bis 1915 nur mit dem Verhalten von Mensch zu Mensch beschäftigt (Leben+Denken, S.171).

Die ganzheitliche Ethik von Albert Schweitzer ab 1915: Die helfende Hingabe
Die Ethik ab Albert Schweitzer fordert, auch das Verhalten von Mensch gegenüber Tieren und Pflanzen mit einem gewaltfreien Miteinander zu regeln (Leben+Denken, S.171).

Zitat Albert Schweitzer:
"Ethisch ist er [der Mensch / die Menschin] nur, wenn ihm [ihr] das Leben als solches, das der Pflanze und des Tieres wie das des Menschen [der Menschin], heilig ist und er [sie] sich dem Leben, das in Not ist, helfend hingibt."
und: Die Verantwortung gegenüber allem, was lebt, ist grenzenlos
und: Die Ethik zwischen Menschen ist nur EIN Teil der gesamten Ethik, aber ein besonderer Teil: Zitat Albert Schweitzer:
"Die Ethik des Verhaltens von Mensch zu Mensch ist nicht etwas für sich, sondern nur ein Besonderes, das sich aus jenem Allgemeinen ergibt." (Leben+Denken, S.171)
Die Zerstörung von Leben - der Fleischkonsum
= wenn ein stärkerer Lebenswillen einen schwächeren Lebenswillen zerstört (Leben+Denken, S.171)
-- Tierhaltung und Fleischkonsum zerstören laufend Leben, das ist ein Leben auf der Basis von zerstörtem Leben (Leben+Denken, S.171-172)

Zitat Albert Schweitzer:
"Dies [die Solidarität mit anderem Leben] kann er [der Mensch / die Menschin] aber nicht vollständig durchführen, weil auch der Mensch unter das rätselhafte und grausige Gesetz gestellt ist, auf (Leben+Denken, S.171) Kosten anderen Lebens leben zu müssen und durch Vernichtung und Schädigung von Leben fort und fort schuldig zu werden." (Leben+Denken, S.172)
Das Leben ethischer Wesen - die real gelebte "Ehrfurcht vor dem Leben"
Ethische Wesen machen das Möglichste
-- um anderen nicht zu schaden
-- um sich mit Humanität zu bewähren
-- um andere von Leid zu erlösen (Leben+Denken, S.172).

DAS ist real gelebte Ehrfurcht vor dem Leben mit Ethik und Lebensbejahung. Dies betrifft alle Verhältnisse zwischen
Mensch / Menschin - Mensch / Menschin
Mensch / Menschin - Tier
Mensch / Menschin - Pflanzenwelt (Leben+Denken, S.172)

All diese Verhältnisse werden untersucht. Wer danach lebt, hat "die denkende Welt- und Lebensbejahung", was gemäss Albert Schweitzer "die geistig-ethische Vollendung des Menschen" darstellt (Leben+Denken, S.172).

Dieser starke, ethische Geist ist widerstandsfähig:
-- der "geistlose Kulturdünkel" kann ihm nichts mehr anhaben
-- der Wahrheit ins Auge zu schauen wird normal: Also:
   -- der Fortschritt von Wissen+Können ist nicht nur eine positive Entwicklung, sondern kann sich auch immer ins Negative verkehren: Die "wahre Kultur" wird nicht leichter
   damit, sondern schwerer
   -- man erkennt die Wechselbeziehung zwischen Geistigem+Materiellem
   -- Armut ist inakzeptabel (Leben+Denken, S.172).
   -- so kommt die "wahre Kultur" auf (Leben+Denken, S.173).

1915-1917
Lambarene: Albert Schweitzer entwickelt die Struktur seiner Kulturphilosophie
Die Kapitel sind die folgenden: Zitat:
"1. Von der gegenwärtigen Kulturlosigkeit und ihren Ursachen
2. Auseinandersetzung der Idee der Ehrfurcht vor dem Leben mit den bisherigen Versuchen der europäischen Philosophie, die Weltanschauung ethischer Welt- und Lebensbejahung zu begründen
3. Darstellung der Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben
4. Vom Kulturstaat."
Fehlende Bücher für die Ausarbeitung bekommt Schweitzer vom Zoologieprofessor J. Strohl und von dessen Ehefrau aus Zürich zugeschickt (Leben+Denken, S.173).

Albert Schweitzer hat dabei die Vorstellung, für ein "Zeitalter des Friedens" zu arbeiten (Leben+Denken, S.174)
[Es bleibt absolut unverständlich, warum Albert Schweitzer nicht die Urwald-Naturmedizin untersucht hat, wenn er doch im Urwald gelebt hat...]
1916
1Wk: Nun kommt die Sklaverei für den Krieg: Die Gabun-Regierung zieht viele Männer als Träger für Kamerun ein - Massentod von Trägern im Urwald ohne Gräber
-- die Regierung von Gabun agiert für Kamerun und zieht viele Gabunesen-Männer als Träger für militärische Güter ein
-- die jungen Gabun-Männer werden von einem Dampfer z.B. in N'gômô abgeholt und viele Familien verlieren ihre Söhne [die die Hoffnung der Familien waren]
-- erst jetzt merken die Schwarzen, was Krieg wirklich ist (Zwischen Wasser+Urwald, S.470)
-- [die Ernährung ist miserabel]
-- die Träger stecken sich mit Dysenterie (Ruhr) an (Zwischen Wasser+Urwald, S.470).
-- die Träger müssen für die Militärs schwere Lasten durch Sümpfe tragen und sterben auf den Wegen an den Lasten, während die anderen weiterziehen (!), sie sterben einsam und verlassen, es sind unschuldige Opfer (Zwischen Wasser+Urwald, S.471). Zitat Albert Schweitzer:
"Vielleicht kämen sie [die weissen Kriegshetzer mit ihren manipulativen Zeitungen] zur Besinnung, wenn sie eine Tagereise auf einem Urwaldpfad eines der afrikanischen Kriegsschauplätze zwischen den Leichen der Träger, die dort unter ihrer Last hinsanken und einsam am Wege starben, gewandert wären und angesichts dieser unschuldigen und unbegeisterten Opfer in dem Dunkel und der Stille des Urwalds über den Krieg, wie er an sich ist, nachgedacht hätten." (Zwischen Wasser+Urwald, S.471)

Regenzeit Dez.1916-Jan.1917
Albert und Helene Schweitzer am Meer
Albert+Helene Schweitzer gehen einige Wochen ans Meer, weil Helene die schwüle Luft in Lambarene nicht verträgt. Sie verbringen die Zeit in Tchienga bei Kap Lopez bei einem Holzhändler, dort ist ein Haus eines Wächters frei - der Wächter der Flösse - weil der Wächter zum Krieg eingezogen wurde (Leben+Denken, S.174; Zwischen Wasser+Urwald, S.469).

Albert Schweitzer geht dort in der fischreichen Bucht von Cap Lopez am Strand Heringe fischen (Zwischen Wasser+Urwald, S.469).

Bucht von Cap Lopez: Holzstämme retten
Da der Holzhandel im 1Wk unterbrochen ist, muss man nun die Holzstämme (Okoume-Holz) aus dem Wasser retten und ans Ufer verfrachten, sonst würde der Schiffsbohrwurm das Holz mause machen. Die Stämme sind bis zu 3 Tonnen schwer und Albert Schweitzer hilft da mit - es wird in Gruppen gearbeitet, mit den Schwarzen, die nicht zum Krieg eingezogen wurden. Die Stämme  werden immer bei Flut aus dem Wasser gezogen, z.T. bis zu 3 Tonnen schwer, z.T. stundenlange Krampfarbeit (Leben+Denken, S.174).

In der Ebbe-Zeit brütet Schweitzer über seine Kulturphilosophie oder heilt Kranke (Leben+Denken, S.174).

Bucht von Cap Lopez: Verlassene Hütten der Paddler
Da der Holzhandel ruht, sind keine Flosspaddler da, die Hütten zerfallen und werden nur von wandernden Gruppen aufgesucht, die die Gegend durchwandern. Albert Schweitzer findet dort einen Schlafkranken in einer Hütte, der dort liegengelassen wurde (Zwischen Wasser+Urwald, S.469).

1917
1Wk: Europa liegt in Ruinen und hat keine Mittel mehr für Afrika
(Zwischen Wasser+Urwald, S.475)

Februar 1917
Die Schweitzers kehren mit neuer Energie von Cap Lopez nach Lambarene zurück
-- nun wird Dysenterie ein grosses Problem, heilt mit subkutanen Einspritzungen von Emetin (Zwischen Wasser+Urwald, S.470).

September 1917
Lambarene wird verlassen - Deportation nach Frankreich
Im September 1917 [nach dem Kriegseintritt der "USA"] werden Albert und Helene Schweitzer [als deutsche Kriegsgefangene] nach Frankreich deportiert (Leben+Denken, S.175-177).

1918
Albert Schweitzer ist krank und hat zwei Operationen
[um welche Krankheiten es sich handelt, verheimlicht er] (Zwischen Wasser+Urwald, S.476)

ab 1918
Albert Schweitzer muss Schulden abbezahlen - deswegen macht er Orgelkonzerte und Vorträge
(Zwischen Wasser+Urwald, S.476)

Frühling 1919
Frankreich weist 100.000e deutsche Elsässer aus - Professor Schmiedeberg mit seinem Digitalin-Manuskript
Per Zufall kommt Albert Schweitzer am Bahnhof Strassburg-Neudorf vorbei, von wo aus 1000e deutsche Elsässer nach Deutschland ausgewiesen werden, darunter Prof. Schmiedeberg für Arzneimittellehre. Er trägt ein Manuskript über Digitalin bei sich. Alle Möbel muss er zurücklassen, und eventuell werden ihm die französischen Zöllner das Manuskript beschlagnahmen (Leben+Denken, S.121). Albert Schweitzer übernimmt das Manuskript und sendet es später nach Baden-Baden, so dass es von den französischen Zollbehörden nicht konfisziert wird (Leben+Denken, S.121-122). Dort wird es publiziert, kurz darauf stirbt Schmiedeberg (Leben+Denken, S.122).


Stand 1920
Albert Schweitzer zieht Bilanz

Weisse Kolonialisten bringen neue Krankheiten nach Afrika - aber Ärzte bringen sie nicht (!)

-- die Behauptung in Europa, dass Schwarze weniger krank seien und Schmerz kaum spüren würden, ist gelogen
-- in Afrika sind viele Krankheiten vorhanden, die in Europa vorkommen
-- in Afrika sind viele Krankheiten vorhanden, die die weissen Kolonialisten dort [durch internationalen Handel] eingeschleppt haben
-- [die weissen Kolonialisten haben durch Deportationen von Schwarzen die Schlafkrankheit in ganz Zentralafrika verbreitet]
-- das Elend in Afrika ist grösser als in Europa, weil es in Afrika kaum Ärzte gibt
-- und die europäischen Medien verschweigen das alles (Zwischen Wasser+Urwald, S.471).

Afrika hat kaum Ärzte und hat kaum Kliniken (Zwischen Wasser+Urwald, S.471)
--> in den afrikanischen Hütten herrschen Schmerz und Verzweiflung
--> Europäer sollen sich mal vorstellen, wie ein Leben ohne Ärzte wäre
--> es ist eine Verantwortung der Europäer, in Afrika zu heilen (Zwischen Wasser+Urwald, S.472). Zitat Albert Schweitzer:
"Täglich herrscht in vielen, vielen fernen Hütten Verzweiflung, die wir bannen könnten. Es wage doch jeder, nur die letzten 10 Jahre in seiner Familie auszudenken, wenn sie ohne Ärzte hätten verlebt werden sollen! Wir müssen aus dem Schlafe aufwachen und unsere Verantwortungen sehen." (Zwischen Wasser+Urwald, S.472)
--> Nach Afrika zu gehen, um dort zu heilen, ist gemäss Albert Schweitzer nicht eine Sache von "Barmherzigkeit", sondern ist eine "unabweisliche Pflicht" (Zwischen Wasser+Urwald, S.472)
[Albert Schweitzer vergisst die systematische Schulung der Afrikaner in Medizin, so dass sie die Gesundheit in Afrika SELBST in die Hand nehmen könnten].
Stand 1920: Der Freundeskreis für das Spital ist durch den Ersten Weltkrieg zerstört
Der Freundeskreis und Gönnerkreis zur Finanzierung des Spitals von Lambarene wurde durch den Ersten Weltkrieg zerstört. Albert Schweitzers Freunde sind zum Teil mittellos geworden (Zwischen Wasser+Urwald, S.476)
[denn die französische Regierung verjagt 1918 alle Deutschen aus dem Elsass nach Deutschland und beschlagnahmt alle Güter und ihre Häuser, nur Elsässer, die den französischen Pass akzeptieren, können im Elsass bleiben].
-- der Gönnerkreis in Europa ist durch den 1Wk zerstört
-- viele Gönner sind durch den 1Wk verarmt
-- der Krieg hat eine 300%ige Inflation bewirkt und alles ist nun 3mal so teuer wie vorher, und Albert Schweitzer wartet auf ein "Wunder":

Albert Schweitzer Zitat:
"Zwar ist mein Werk, wie ich es gegründet hatte, im Krieg zusammengebrochen. Die Freunde, die sich aus verschiedenen Nationen zusammengetan, um es zu erhalten, sind durch das, was sich in der Welt ereignet hat, auf lange hinaus entzweit worden. Von denen, die noch weiter helfen könnten, sind manche durch den Krieg verarmt. Es wird schwer sein, die Mittel zusammenzubitten. Und sie müssen viel grösser sein als vorher, denn die Kosten werden jetzt das Dreifache der früheren betragen, so bescheiden ich das Unternehmen auch in Aussicht nehme." (Zwischen Wasser+Urwald, S.476)
Albert Schweitzer wirbt für weitere Arbeit in Afrika
-- Albert Schweitzer hofft auf dankbare Patienten, die geheilt sind, die dann ihrerseits was spenden, damit auch andere geheilt werden
-- Albert Schweitzer hofft, dass sich ihm weitere Ärzte anschliessen (Zwischen Wasser+Urwald, S.476).

Albert Schweitzer Zitat:
"Dennoch bleibe ich mutig. Das Elend, das ich gesehen, gibt mir die Kraft dazu, und der Glaube an die Menschen hält meine Zuversicht aufrecht. Ich will glauben, dass ich genug Menschen finden werde, die, weil sie selber aus leiblicher Not gerettet worden sind, sich zu Dankbarkeitsopfern für die, die in gleicher Not sind, erbitten lassen werden ... Ich will hoffen, dass wir bald mehrere Ärzte sein werden, die von der Brüderschaft der vom Schmerz Gezeichneten hierhin und dorthin in die Welt entsandt werden... (Zwischen Wasser+Urwald, S.476)

-- Albert Schweitzer fordert neue Missionsstationen im Landesinnern von Gabun, um auch dort Schulen zu haben, BEVOR die verführerischen, europäischen Produkte das Landesinnere erreichen und die Gesellschaft ablenken und zerstören (Zwischen Wasser+Urwald, S.467)
[es muss ein geistiger Widerstand gegen Alkohol geschaffen werden, BEVOR der Alkohol auch das Innere Afrikas zerstört - dass Alkohol das Gehirn reduziert, wird von Albert Schweitzer aber nicht erwähnt, ist vielleicht noch nicht bekannt]
[Schlussfolgerungen: Korrupte, schwarze Regierungen nie erwähnt - Albert Schweitzer=einer der ersten "Ärzte ohne Grenzen"
-- Albert Schweitzer erwähnt NIE die Korruption der schwarzen Regierungen, die zum Teil GEGEN die eigene schwarze Bevölkerung arbeitet
-- Albert Schweitzer erwähnt NIE den Sinn von Inflation für die Hausbesitzer und die Oberschicht
-- Albert Schweitzer ist in meinen Augen der erste "Arzt ohne Grenzen" und ist das Vorbild für die Organisation "Ärzte ohne Grenzen"].



Rassismus bei Albert Schweitzer

-- Ureinwohner werden als "Primitive und Halbprimitive" bezeichnet (Leben+Denken, S.163)

Wenn man die Kriminalität von vielen Schwarzen gegen Weisse berücksichtigt, ist diese Bezeichnung aber LEIDER auch berechtigt und ist KEIN Rassismus.

[Ergänzung: Hohe Kriminalität der Schwarzen gegen Weisse aus Europa - hohe Kriminalität von Peruanern gegen Weisse
Die hohe Kriminalität gegen Weisse aus Europa konnte ich auch in Peru durch die dortige Steinzeit-Bevölkerung beobachten, wo das Geld immer nur versoffen wird und Gerüchte und Rufmorde herrschen, um gegen Weisse aus Europa zu agieren, und um ja nichts von einem Weissen zu lernen. In Peru manipulieren die kriminellen Pfarrer die Bevölkerung gegen wissende Weisse. DERSELBE Zusammenhang ist bei Albert Schweitzer zu vermuten: Kriminelle Pfarrer, die gegen Albert Schweitzer waren, manipulierten schwarze Gruppen, um ihm und dem Spital absichtlich zu schaden und um seinen Erfolg zu schmälern, weil Albert Schweitzer als "kein guter Gläubiger" betrachtet wurde. DIES ist der PURE CHRISTLICHE RASSISMUS, der durch den VATIKAN+P2-Loge verbreitet wird - ich denke, DIESE beiden haben die Schwarzen gegen Albert Schweitzer manipuliert].
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Quellen


Fotoquellen



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